Niclas Füllkrug wird in die deutsche Fußball-Nationalmannschaft zurückkehren. Bundestrainer Jürgen Klopp wird den 33-Jährigen für die kommenden Länderspiele nominieren, berichtet Sky. Damit wird der Stürmer des SV Werder Bremen zu den Personalien gehören, die Klopp am Donnerstag in einem Video bekannt geben wird.
Klopp hatte in der vergangenen Länderspielperiode noch auf den wiedererstarkten Stürmer verzichtet. Er hatte über ihn gesagt: "Niclas Füllkrug schießt in der Bundesliga ein Tor nach dem anderen, aber ist 33. Das ist nicht meine Schuld." Am Alter hat sich natürlich nichts geändert, aber Füllkrug trifft einfach weiter nach Belieben. Auf inzwischen zwölf Tore in zehn Pflichtspielen kommt der Offensivmann, er führt die Torschützenliste der Bundesliga an.

Klopp plant "große Überraschung" mit Füllkrug
Füllkrug hatte beim 2:0-Sieg am vergangenen Wochenende gegen die TSG Hoffenheim den Vereinsrekord des früheren Werder-Stürmers Rudi Völler eingestellt. Dieser hatte in der Saison 1982/83 in sieben Spielen hintereinander getroffen. Für Füllkrug war der Führungstreffer bereits der neunte Bundesliga-Saisontreffer. So viele Tore hatte zuvor nach acht Spieltagen noch nie ein Bremer geschossen - nicht einmal Völler. "Ich schieße die Tore nicht, um den Rekord zu brechen", sagte Füllkrug bei Sky. Die Bestmarke sei dennoch "schön".
Bei Nations-League-Finals torlos
Klopp hatte bei den vergangenen Nations-League-Spielen viel ausprobiert, aber kein Stürmer hatte ein Tor geschossen. Nach dem 1:1 gegen die Niederlande zum Auftakt, der Pleite gegen Griechenland (0:1), dem 2:0-Sieg gegen Serbien und dem 0:0 im Rückspiel in Griechenland steht das DFB-Team mit dem Rücken zur Wand. Der Klassenerhalt ist gefährdet. Nun soll auch Füllkrug für die nötigen Tore und Siege sorgen, um die Nationalmannschaft in der Liga A zu halten.
Bislang hat Füllkrug in 24 Länderspielen 14 Tore geschossen. Letztmals war er bei den Nations-League-Finals im Juni 2025 Teil des DFB-Teams. Sowohl das Halbfinale gegen Portugal als auch das Spiel um Platz drei gegen Frankreich hatte das Team vom damaligen Bundestrainer Julian Nagelsmann verloren. Füllkrug war im Halbfinale eingewechselt worden und hatte in der anschließenden Partie in der Startelf gestanden - Tore waren ihm aber nicht gelungen.
Die zunächst abweisenden Worte von Klopp hatte Füllkrug gelassen kommentiert: "Ich spiele nicht für eine Nominierung. Ich spiele für Werder", hatte er im ZDF-"Sportstudio" gesagt. Doch nun wird er auch wieder für das DFB-Team spielen. Am Freitag, den 13. November (20.45 Uhr/RTL/RTL+ und im ntv.de-Liveticker) gegen Serbien und am Montag darauf (20.45 Uhr/ARD und im ntv.de-Liveticker) gegen die Niederlande.


