"Immer nett, immer offenes Ohr"

Axel Schulz blickt auf Kampf mit "Legende" Foreman

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22.03.2025 | 13:07 Uhr"Das war mein Durchbruch international", resümiert Axel Schulz über seinen damaligen Kampf gegen den jüngst verstorbenen George Foreman. Die Boxlegende scherzt heute über die umstrittene Entscheidung in dem Match und schwärmt vom legendären "Rumble in the Jungle".
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Einer, der mit ihm im Ring gestanden hat, ist der ehemalige Boxer Axel Schulz. Und deswegen freue ich mich ganz besonders, dass er Zeit für uns hat. Schönen guten Morgen, Axel. Ja, Du hattest ja durch diesen Kampf natürlich eine ganz persönliche Verbindung zu George Foreman. Was hat dir das bedeutet? Und wie ist das jetzt auch im Rückblick, wenn du auf diesen Kampf guckst für dich? Ja. Ich hatte 1994 von Wilfried Sauerland, meinen damaligen Manager, einen Anruf bekommen, dass ich die Chance hätte, gegen George Foreman zu boxen. Und das habe ich abgelehnt, weil George war damals schon eine Legende. Ich habe damals natürlich Tyson bzw Muhammad Ali nicht so bewusst wahrgenommen. 1976, glaube ich. Meine Mama hat mich wach gemacht und habe die Kämpfe gesehen und den Hype damals schon über Boxen. Und dann, als er 1994 gegen Mike Murray Weltmeister wurde, der älteste Schwergewichtsweltmeister der Geschichte. Den Kampf hatte ich damals gesehen. Im Fernsehen. Bei Sky war das damals und habe gedacht Wow, Wahnsinn. Er hat eine Quote von Unglaublichen über 80 %. Und dann sagte Wilfried Sauerland Gegen George kannst du boxen. Da hab ich gesagt Nee, Ne, das kann ich nicht, das schaffe ich nicht. Gegen so eine Legende. Und dann irgendwann habe ich es aber angenommen und die erste Pressekonferenz war beeindruckend für mich, weil George war einfach, Der hat eine Ausstrahlung gehabt 1995. Wir hatten uns in New York getroffen und das war gigantisch. Also Wahnsinn von der Persönlichkeit her. Ja, jetzt hatte vor und nach dem Kampf für dich ja auch nur lobende Worte. Er hat gesagt, Diesen Kampf wird er nie vergessen. Was bedeutet dir das? Ja, das war mein Durchbruch. International. Also, das war schon gigantisch. George. Also, wenn ich nach. Ich bin nach Amerika gegangen, nach Las Vegas. Und er hat mich ja ausgesucht, weil ich nicht der unbedingte K.O. König war. Und der Kampf ging dann über zwölf Runden. Und wenn du nach Amerika gehst, musst du halt den Weltmeister aktuellen Weltmeister auch k.o. Schlagen? Das konnte ich nicht und dementsprechend hat George dann gewonnen und wir haben uns ein paar Mal getroffen gehabt. Jetzt war auch schon fast die Reise in Tüten gewesen. Wieder. Wir wollten uns noch mal treffen zum 30-jährigen Jubiläum. Und er hat gesagt Du musst mich halt besiegen. Umhauen. So ist das halt im Boxen. Also, wenn du den aktuellen Weltmeister boxt, musst du den KO schlagen und hat leider nicht gereicht dafür. Er hat aber nie zugegeben, dass er nach Punkten vielleicht doch verloren hätte. Kannst du uns denn diese Boxlegende mal einordnen? Was hat ihn ausgemacht im Ring? Ja, das war einfach seine Persönlichkeit. Er hat eine unglaubliche Ausstrahlung gehabt. Super, super positiv für alle Leute, Immer nett, immer ein offenes Ohr gehabt. Also da war nie irgendwie Häme. Bei uns war er bei den Pressekonferenzen, was wir vorher hatten, das war einfach immer freundschaftlich. Das war wirklich toll. Ich habe damals kein Englisch gesprochen, aber das war einfach immer. Er hat immer ein Lächeln auf den Lippen gehabt und da siehst du eben, Boxer können auch weich sein. Ja, müssen sie vielleicht manchmal auch, um dann an richtiger Stelle wieder hart sein zu können, Jetzt bei dem legendären Kampf Rumble in the Jungle. Da warst du knapp sechs Jahre alt. Wie sind deine Erinnerungen an diesen Kampf? Also für mich. Meine Mama hat mich wach gemacht, Das weiß ich noch. Und das war einfach wie Silvester und Weihnachten. Auf einen Gedanken, auf einen Tag, dass man da wach bleiben durfte. Also da habe ich mit dem Boxen noch nicht so viel am Hut gehabt und vielleicht war das so ein kleiner Kick, dann zum Boxtraining zu gehen. So, so ein Auslöser sozusagen. Aber das war noch nicht so bewusst drinne. Aber George ist wie gesagt, ich sehe gerade wieder die Bilder. Das ist einfach ein Riesentyp gewesen und wie gesagt, immer ein Lächeln auf den Lippen. Toller Mann. Was glaubst du jetzt? Wie wird er in Erinnerung bleiben? Wird die Lücke, die er hinterlässt, überhaupt zu füllen sein? Ja, es ist ähnlich wie bei Muhammad Ali, einer der größten, einfach größten weltweit im Schwergewicht. Unglaublich. Er hat so viel erreicht mit Olympiasieger, dann Weltmeister bei den Profis, dann der älteste Schwergewichtsweltmeister bei den Profis. Er wird halt ewig nachhallen. Hoffentlich. Und er wird in Erinnerung bleiben. Den kann man. George kann man nicht rausstreichen. Das ist einfach eine absolute Legende. Und ich hatte das Riesenglück, gegen so eine Legende boxen zu dürfen.
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