Das war Mittwoch, der 28. Oktober 2026
Lieber Leserinnen und Leser,
das schreckliche Zugunglück in Spanien mit vielen Toten und Verletzten hat heute die Nachrichten dominiert. Beim zweiten schweren Zugunglück in dem Land innerhalb eines Jahres kamen mindestens 68 Menschen ums Leben. Weitere 100 Menschen wurden laut Behördenangaben verletzt, als zwei Hochgeschwindigkeitszüge am Morgen südlich von Madrid auf gerader Strecke kollidierten. Als Ursache vermutet die spanische Regierung menschliches Versagen. Auf der gleichen Strecke waren erst im Januar 46 Menschen bei einer Zugkollision gestorben. Mein Kollege Max Patzig ist der Frage nachgegangen, ob es in Deutschland zu ähnlichen Unfällen kommen kann.
Auch diese Themen waren heute wichtig:
Verliert Trump seine Mehrheit im Kongress? - Das sagen die Prognosen, von Laura Stresing
Demokratin soll Namens-Verwirrspiel in Alaska eingefädelt haben
"Netanjahus Überlegung: Jetzt wird nochmal hart zugeschlagen"
Damit verabschiede ich mich von Ihnen. Kommen Sie gut durch die Nacht!
Ihr David Schäfer
Nach Flucht in die USA: Bolsonaro erklärt sich zum Wahlsieger
Nach seiner Absetzung in die USA hat sich der bei der Präsidentschaftswahl unterlegene Kandidat Flávio Bolsonaro als "echten Präsidenten" Brasiliens bezeichnet. "Ich bin der gewählte Präsident, und die Kriminellen, die die Wahl in Brasilien gestohlen haben, sind Teil einer kriminellen Organisation, die eine Tyrannei errichtet hat", erklärte Bolsonaro in einer auf seinem X-Account veröffentlichten Stellungnahme. Zudem prangerte "Wahlbetrug" an.
Er warf dem linksgerichteten Amtsinhaber Luiz Inacio Lula da Silva und dem Obersten Gerichtshof von den USA aus einen Wahlputsch vor. "Ich möchte nicht nur meinen 60 Millionen Wählern, sondern dem brasilianischen Volk sagen, dass ich der gewählte Präsident bin", hieß es in einem offenen Brief, den seine Verbündeten veröffentlichten. Die Verbrecher, die die Wahl gestohlen hätten, seien Teil einer kriminellen Organisation, die eine Tyrannei errichtet habe. Beweise für Betrug legte Bolsonaro nicht vor. Internationale Beobachter hatten die Abstimmung als fair eingestuft.
Handgreiflichkeiten bei UN? USA weisen kubanischen Diplomaten aus
Nach dem heftigen Wortgefecht bei den Vereinten Nationen haben die USA einen kubanischen Diplomaten ausgewiesen. Der Mann sei Mitglied der Delegation bei den Vereinten Nationen gewesen, so eine kubanische Diplomatin, die auch die Ausweisung bestätigte. Der Schritt markiert eine weitere Eskalation im ohnehin angespannten Verhältnis zwischen Washington und Havanna. Der US-Botschafter bei den Vereinten Nationen, Mike Waltz, hatte zuvor in einem Interview gesagt, Außenminister Marco Rubio habe die Ausweisung eines Mannes unterzeichnet, der einen US-Diplomaten "geschubst" und versucht habe, ihn anzugreifen.
Bei den Vereinten Nationen war es am Dienstag zu einem Eklat gekommen. In der Sitzung anlässlich einer alljährlichen Resolution gegen das seit Jahrzehnten geltende US-Embargo gegen Kuba hatten Vertreter des Inselstaates lautstark gegen die Rede von Waltz protestiert und ihn unterbrochen. Auf Videos war zu sehen, wie der nun ausgewiesene Diplomat dem Anschein nach versucht, eine Person daran zu hindern, ihn zu filmen. Die kubanische Seite schilderte die Situation in einem Brief an UN-Generalsekretär Antonio Guterres, dass der Diplomat von einem US-Vertreter bedrängt worden sei.
Teilfreispruch für Neonazi: "Skandal der Sonderklasse" in Österreich
Der Teilfreispruch eines mutmaßlichen Neonazis hat in Österreich eine heftige Kontroverse ausgelöst. Die NS-Opferorganisation Mauthausen Komitee bezeichnete das Urteil eines Wiener Gerichts gegen einen 42-Jährigen am Mittwoch als "Skandal der Sonderklasse". Die Staatsanwaltschaft erklärte, Berufung eingelegt zu haben. Das Gericht hatte das mutmaßliche Mitglied der rechtsextremen Gruppe "Unsterblich" zuvor lediglich wegen unerlaubten Waffenbesitzes zu drei Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. Freigesprochen wurde der Angeklagte jedoch von Vorwürfen, bei Sportveranstaltungen wiederholt Kleidung mit verbotenen Nazi-Symbolen getragen und Propagandamaterial besessen zu haben.
"Die Verhandlungsführung und der Freispruch sind ein Skandal der Sonderklasse", erklärte der Vorsitzende des Mauthausen Komitees Österreich (MKÖ), Willi Mernyi. "Mit Inkompetenz allein kann man das nicht erklären: Offenbar ist der Rechtsruck in Teilen der Justiz angekommen." Das Komitee setzt sich in Österreich für die Aufarbeitung der Shoah ein. Laut der österreichischen Nachrichtenagentur APA war der Angeklagte bereits 2022 wegen verbotener Nazi-Symbole verurteilt worden. Selbst sein Anwalt rechnete demnach mit einer Verurteilung.
Verdacht auf ausländische Wahlkampfhilfe für geflohenen Bolsonaro
In Brasilien hat die Justiz Ermittlungen wegen einer möglichen finanziellen Unterstützung aus dem Ausland im Präsidentschaftswahlkampf des unterlegenen rechten Kandidaten Flávio Bolsonaro angeordnet. Unter die Lupe genommen werden soll das Rockbridge Network und dessen Kontakte zu brasilianischen Unternehmern, wie aus dem von Bundesrichter Flávio Dino unterzeichneten Beschluss hervorgeht. Das Netzwerk aus den USA wurde 2019 von dem heutigen US-Vizepräsidenten JD Vance mitgegründet.
Laut der brasilianischen Verfassung ist es politischen Parteien verboten, finanzielle Unterstützung aus dem Ausland zu erhalten. Die Untersuchung soll klären, ob ein "Zusammenhang zwischen finanziellen Mitteln, Dienstleistungen oder anderen wirtschaftlich messbaren Vorteilen und dem Wahlkampf" vorhanden ist. Rockbridge bestreitet nach einem Bericht der "Washington Post" die Vorwürfe. Diese seien aufgrund "falscher Angaben" zustande gekommen. Die Präsidentenwahl am Sonntag gewann der linke Amtsinhaber Luiz Inácio Lula da Silva. Wahlverlierer Bolsonaro befindet sich laut US-Medien nach einer spektakulären Flucht aus Brasilien mittlerweile in den Vereinigten Staaten. Wegen eines anderen Ermittlungsverfahrens, bei dem es um mutmaßliche Geldwäsche geht, hatte die brasilianische Justiz ihm zuvor ein Ausreiseverbot erteilt. Bolsonaro weist jegliches Fehlverhalten zurück.
UN-Kommissar fordert von neuer Regierung in Israel Abkehr von "Kriegskurs"
Nach der Parlamentswahl in Israel am Dienstag hat UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk einen Kurswechsel beim Völkerrecht von einer neuen Regierung gefordert. "Die Botschaft lautet: Setzen Sie den derzeitigen Kriegskurs nicht fort, bei dem Sie glauben, über dem Völkerrecht zu stehen - denn meiner Meinung nach erleben wir gerade genau das", sagte Türk in New York. Er hoffe, dass eine neue Regierung ihren Kurs "grundlegend" ändere.
Israel müsse seine völkerrechtlichen Verpflichtungen erfüllen, fügte Türk hinzu. Im Anschluss an einen israelischen Militäreinsatz in Hebron im besetzten Westjordanland hatte der Menschenrechtskommissar schon Anfang der Woche vor "ethnischen Säuberungen" durch die israelischen Sicherheitskräfte gewarnt. "Kollektivstrafen" seien ein schwerwiegender Verstoß gegen das Völkerrecht. Am Freitag hatten zwei Palästinenser nahe Hebron zwei israelische Soldaten erschossen. Daraufhin befahl der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu einen groß angelegten Militäreinsatz im Westjordanland. In der Folge wurden tausende Palästinenser aus ihren Häusern vertrieben, darunter viele Kleinkinder.
Erzürnter TV-Moderator schleudert Drohne ins Gesicht eines Models
Mitten in einer Live-Sendung hat der mexikanische TV-Moderator Ernesto Chavana plötzlich einen Ausraster mit verheerenden Folgen. Aus Wut tritt er eine Studiodrohne mit dem Fuß - und schleudert sie genau ins Gesicht eines Models.
Lieferroboter baut Unfall mit Bus und begeht "Fahrerflucht"
Bei einem ungewöhnlichen Verkehrsunfall sind in Estland mehrere Menschen verletzt worden. In der Hauptstadt Tallinn kam es an einer Straßenkreuzung zu einem Zusammenstoß zwischen einem Stadtbus und einem selbstfahrenden Lieferroboter, wie der estnische Rundfunk berichtete. Demnach soll das kleine Zustellfahrzeug am Montag eine rote Ampel missachtet haben und in die Kreuzung eingefahren sein. Dies wurde nach Angaben der Tallinner Verkehrsbetriebe TLT vom Busfahrer als auch von anderen Verkehrsteilnehmern bestätigt.
Um eine Kollision zu vermeiden, bremste der Busfahrer abrupt, wodurch mehrere im Bus stehende Passagiere stürzten. Dabei wurden bis zu neun Personen verletzt, teilten die Verkehrsbetriebe mit. Der Lieferroboter dagegen wurde über die Straße geschleudert - und verließ anschließend den Unfallort. "Der Roboter flüchtete, wenn man es so sagen kann. Er fuhr nach dem Zusammenstoß einfach weg", sagte TLT-Vorstand Andrei Novikov dem estnischen Rundfunk. Die Starship-Roboter, die äußerlich an einen großen Mars-Rover erinnern, können bis zu 15 Kilogramm auf eine Entfernung von fünf Kilometern befördern. In Estland sind sie vollautomatisch auf den Gehwegen unterwegs, um Lebensmittel, Essen oder Pakete auszuliefern. Das Fahrzeug erfasst seine Umgebung dafür mit mehreren Kameras. Der letzte Bericht über eine Kollision zwischen einem Lieferroboter und einem Bus stammt dem Rundfunk zufolge aus dem April 2020.
Bald beim US-Militär? KI-Drohne verfolgt Menschen ohne GPS und Internet
Die Videopräsentation eines Forschungsprojekts der US-Universität Purdue wirkt wie aus einer Sci-Fi-Dystopie: Eine Drohne jagt einen Menschen selbstständig durch den Wald - ohne Internetverbindung, GPS-Ortung oder menschliche Steuerung. Ein Projekt, das schon bald reale Anwendung im US-Militär finden könnte.
"Scheißhaus-Land" Norwegen nimmt Trump-Beschimpfung mit Humor
Norwegen reagiert humorvoll auf die Beschimpfung durch US-Präsident Donald Trump, wonach der skandinavische Staat ein "Scheißhaus-Land" sei. "Wir haben in letzter Zeit viel über das 'Scheißhaus-Land' gehört", erklärt die norwegische Tourismusorganisation Visit Norway bei Facebook. "Nun ja, was man sagen kann, ist, dass wir tatsächlich einige der spektakulärsten Toiletten der Welt haben", fügt die Organisation hinzu.
Visit Norway verweist auf ein spezielles Verzeichnis auf der Website der Organisation: Dort sind einige öffentliche Toiletten in Norwegen aufgelistet, "die schönsten der Welt", wie die Organisation schreibt. Aufgezählt werden Toiletten mit sehr anspruchsvollem Design, mit Blick auf einen Fjord, einen Fluss und andere atemberaubende Panoramen. Trump hatte Norwegen unflätig beschimpft, nachdem er auch in diesem Jahr beim Friedensnobelpreis leer ausgegangen war. "Norwegen ist beschissen", sagte Trump am Sonntag. Weil er den Nobelpreis nicht bekommen habe, wolle er "niemanden aus Norwegen" in den Vereinigten Staaten sehen.
Netanjahu-Partei: Arabische Parteien haben Israel-Wahl "gestohlen"
Die Likud-Partei von Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu spricht angesichts des starken Abschneidens der arabischen Parteien von einer "gestohlenen" Wahl in Israel. Wie die "Times of Israel" berichtet, fordert Likud in einer Mitteilung von der israelischen Polizei und dem Inlandsgeheimdienst Schin Bet eine Untersuchung wegen angeblichem Wahlbetrug und Einschüchterung. Ein Mitglied der Zentralen Wahlkommission in Israel hatte zuvor Behauptungen über Wahlbetrug zurückgewiesen.
"Die Wahlen in Israel wurden von arabischen Parteien gestohlen, die den Terror und die Vernichtung des jüdischen Staates unterstützen – und zwar durch schwere Straftaten wie Bestechung, Drohungen, Gewalt, Fälschungen sowie den Einsatz illegaler Software zur Mobilisierung von Wählern", heißt es in der Likud-Mitteilung. Bei der Wahl hatte es keinen klaren Sieger gegeben. Netanjahus Likud-Partei wurde zwar stärkste Kraft im Parlament, allerdings verfehlte das Lager des 77-Jährigen, dem strengreligiöse und rechtsextreme Parteien angehören, die notwendige Mehrheit zur Regierungsbildung. Auch das Lager seines wichtigsten Rivalen, Ex-Militärchef Gadi Eisenkot, hat bislang keine Mehrheit. Die arabischen Parteien verzeichneten bei der Wahl ein hervorragendes Ergebnis und könnten damit bei der Regierungsbildung zum Zünglein an der Waage werden.
Lange Haft? Britischer Rechtsextremist Tommy Robinson verliert vor Gericht
Ein britisches Gericht hat den bekannten Rechtsextremisten Tommy Robinson schuldig gesprochen. Robinson, der eigentlich Stephen Yaxley-Lennon heißt, wird vorgeworfen, im August 2024 zwei Journalisten des Boulevardblatts "Daily Mail" und dessen Online-Ausgabe eingeschüchtert zu haben, nachdem er während eines Urlaubs in Zypern gemeinsam mit seinen Kindern fotografiert worden war.
Ein Mitglied der Staatsanwaltschaft sagte nach dem Schuldspruch einer Jury, Robinson habe "soziale Medien als Waffe eingesetzt und zwei Journalisten einer Kampagne der Einschüchterung unterzogen, die bei ihnen ernsthafte Angst vor Gewalt auslöste". Dem Rechtsextremisten drohen bis zu zehn Jahre Haft. Laut BBC wird das Strafmaß am 16. Dezember verkündet. Robinson hatte die Vorwürfe bestritten und erklärt, er sei "in Panik geraten", als die "Daily Mail" einen Bericht veröffentlichte, in dem ihm vorgeworfen wurde, er schüre "von seiner Sonnenliege aus Rassenunruhen". Nach dem Mord an drei Mädchen im nordenglischen Southport war es im Sommer 2024 wochenlang zu rassistisch motivierten Ausschreitungen gekommen.
Arabische Parteien in Israel vor bestem Wahlergebnis ihrer Geschichte
Bei der Parlamentswahl in Israel legen die Listen der arabischen Israelis nach Auszählung von 85 Prozent aller Stimmzettel offiziellen Angaben zufolge weiter zu. Gemeinsam kommen die Vereinigte Liste und Ra'am auf 19 der 120 Sitze im Parlament, wie die israelische Wahlkommission am Nachmittag mitteilte. Der Block von Regierungschef Benjamin Netanjahu kommt demnach auf 53, das Oppositionsbündnis unter Gadi Eisenkot auf 48 Sitze. Diese Teilergebnisse können sich noch ändern. Mehrere Nachwahlbefragungen hatten ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen den beiden Lagern prognostiziert, bei dem keines von ihnen eine parlamentarische Mehrheit erhält.
Für eine Mehrheit in der Knesset, dem israelischen Parlament, sind 61 der insgesamt 120 Sitze nötig. Nach der Wahl zeichnet sich nun eine schwierige Regierungsbildung ab. Eine entscheidende Rolle dürfte dabei den arabischen Listen zukommen, die den Teilergebnissen zufolge so viele Parlamentssitze erreichen dürften, wie noch nie. In einigen arabisch-israelischen Gemeinden lag die Wahlbeteiligung nahezu bei 100 Prozent. Das dürfte vor allem an ihrer zunehmend prekären Lage in Israel sowie an der Siedlungspolitik im Westjordanland und der weitgehenden Zerstörung des Gazastreifens liegen. Rund ein Fünftel der israelischen Bevölkerung ist arabisch. Die Palästinenser in Ostjerusalem und im besetzten Westjordanland sind anders als die jüdischen Siedler im Westjordanland nicht wahlberechtigt.
Polizei bestätigt: Schwer verletzte Achtjährige von Wolf angegriffen
Der Wildtier-Angriff in einem brandenburgischen Wildpark (wir hatten im "Tag" berichtet) auf ein achtjähriges Mädchen ging tatsächlich von einem Wolf aus. Dies sagte ein Sprecher der Polizeidirektion West am Nachmittag. Das Kind kam schwer verletzt mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus.
Zuvor hatte die Polizei mitgeteilt, dass die Achtjährige sich am Morgen mit zwei anderen Kindern und einer Mitarbeiterin in einem Tiergehege aufgehalten habe, als sie von mindestens einem Wildtier angegriffen wurde. Erst vor Kurzem gab es dann die offizielle Bestätigung verschiedener Medienberichte, wonach es sich bei dem Tier um einen Wolf handelte. "Die anderen Personen blieben äußerlich unversehrt", hieß es. Die Polizei ermittelt, wie es zu dem Angriff in dem Tierpark bei Baruth/Mark südlich von Berlin kommen konnte.
Brasilianischer Wahlverlierer Bolsonaro landet nach Flucht in Miami
Der unterlegene brasilianische Präsidentschaftskandidat Flávio Bolsonaro ist in den USA gelandet. Er stieg am Vormittag (Ortszeit) am Privatflughafen von Opa-Locka nördlich von Miami aus einem Flugzeug, wie verschiedene Medien berichteten. Der Oberste Gerichtshof Brasiliens hatte Bolsonaro die Ausreise eigentlich untersagt, die Justiz ermittelt gegen den 45-Jährigen wegen des Verdachts auf Korruption und Geldwäsche.
Auch Bolsonaros Frau und seine beiden Töchter stiegen in Miami aus dem Flugzeug, wie ein Video der Nachrichtenagentur AP zeigt. Der Rechtspopulist und seine Familie hatten sich über Argentinien und Ecuador in die USA abgesetzt. Die US-Regierung hatte dem mit Präsident Donald Trump verbündeten Bolsonaro zuvor die Aufnahmebereitschaft signalisiert. Das Außenministerium in Washington erklärte, es werde Visa für Bolsonaro und seine Familie ausstellen.
Als Polizist ausgegeben: Serienvergewaltiger kommt zwölf Jahre in Haft
Wegen einer Serie von Vergewaltigungen zuvor betäubter Frauen ist ein inzwischen 69-Jähriger zu zwölf Jahren Haft verurteilt worden. Zudem ordnete das Landgericht Berlin die anschließende Sicherungsverwahrung an. Die Unterbringung des Angeklagten nach verbüßter Strafhaft sei erforderlich, weil er weiterhin gefährlich für die Allgemeinheit sei, so die Richter. Einigen Opfern muss der Mann Zehntausende Euro Schmerzensgeld zahlen.
Dem 69-Jährigen werden Übergriffe auf 14 Frauen zur Last gelegt. 22 Taten in der Zeit von 2016 bis 2022 waren angeklagt. Der gelernte Elektriker soll die Frauen im Alter von damals 50 bis 60 Jahren aus Berlin und Brandenburg über Online-Dating-Plattformen kennengelernt haben. Teils gab er sich als Polizeikommissar aus, teils als Bundeswehrpilot. Mit sedierenden Substanzen in Kombination mit Alkohol soll er die Frauen dann bewusstlos gemacht, vergewaltigt und dabei gefilmt haben.
Heftige Explosion in Regensburg: Vermisste noch im Haus vermutet
Nach einer verheerenden Explosion (wir hatten im "Tag" berichtet) mit vier teils schwer verletzten Bewohnern und einer leicht verletzten Einsatzkraft befürchtet die Polizei in Regensburg weitere Opfer. "Besonders kritisch ist die Lage für zwei Personen, die derzeit noch im Gebäude vermutet werden und als vermisst gelten", teilt das Polizeipräsidium Oberpfalz mit. Fatal: Die Rettungskräfte konnten zunächst nicht zu den vier völlig zerstörten Wohnungen vordringen.
"Die Feuerwehr führt nach wie vor umfangreiche Löscharbeiten durch, wobei ein Betreten des betroffenen Gebäudes nicht möglich ist", erläutert die Polizei. "Dazu ist nun auch das Technische Hilfswerk im Einsatz, welches das Gebäude beginnt abzustützen." Das Haus sowie zwei Nachbarhäuser galten nach der Explosion in den Morgenstunden als einsturzgefährdet. Die Ursache blieb zunächst unklar. Zunächst war von drei Vermissten die Rede gewesen, bei denen es aber unklar sei, ob sie überhaupt im Gebäude gewesen seien.
Schichtwechsel
Liebe Leserinnen und Leser,
meine Kollegin Anne Renzenbrink verabschiedet sich in den Feierabend. Mein Name ist David Schäfer und ich versorge Sie bis zum späten Abend mit interessanten Neuigkeiten aus aller Welt. Bei Fragen und Anmerkungen erreichen Sie mich unter david.schaefer[at]ntv.de.
Ich wünsche Ihnen einen angenehmen Nachmittag!
Eisbader stirbt nach Unfall in neun Grad kaltem Wasser
In Niedersachsen ist ein Eisbader nach einem Unfall in neun Grad kaltem Wasser gestorben. Der Mann erlag am Dienstag in einem Krankenhaus seinen Verletzungen, wie die Polizei Delmenhorst mitteilt. Der 20-Jährige war am Dienstagmorgen mit einem weiteren Mann bei Tungeln im Landkreis Oldenburg zum Eisbaden in den Fluss Hunte gestiegen.
Sein 40-jähriger Freund alarmierte die Polizei, nachdem der 20-Jährige nicht wieder auftauchte. Beide hatten bei einer Wassertemperatur von neun Grad baden wollen. Einsatzkräfte rückten daraufhin zu einer Suche aus, die unter anderem durch Taucher und einen Polizeihubschrauber unterstützt wurde. Rettungstaucher fanden den leblosen 20-Jährigen in unmittelbarer Nähe eines Stegs in einer Tiefe von rund 1,90 Metern. Er wurde unter Lebensgefahr in ein Krankenhaus gebracht, wo er wenig später starb.
Kind in Wildpark von Tier attackiert und schwer verletzt
Ein Kind ist bei der Attacke eines oder mehrerer Tiere im brandenburgischen Wildpark Johannismühle schwer verletzt worden. Das teilt die Polizei mit. Die Behörde macht bislang aber keine Angaben dazu, um welches Tier es sich handeln soll. Eine Polizeisprecherin sagt, ein Kind sei nach derzeitigem Kenntnisstand am Morgen angegriffen und schwer verletzt worden. Auch ein Rettungshubschrauber sei vor Ort gewesen. Wie sich der Angriff im Wildpark bei Baruth/Mark zugetragen habe, sei noch unklar.
Nach einem Bericht der "Bild"-Zeitung soll es sich um einen Wolf handeln. Das bestätigt die Polizei bislang nicht. Auch zum Alter des verletzten Kindes und der Art der Verletzungen macht die Polizei bislang keine Angaben. Der Einsatz dauert an. Die Polizei wollte Zeugen befragen. Auch Seelsorger sollen vor Ort sein. Der Wildpark wird privat geführt und liegt rund 45 Kilometer südlich von Berlin. Auf der Internetseite war zu lesen, dass das Gelände geschlossen bleibt. Auf telefonische Anfrage heißt es bislang nur, der Wildpark wolle sich zu dem Zwischenfall nicht äußern.
Kreuzfahrtschiff stellt Fahrt ein: Mehr als 200 Passagiere gestrandet
Manche hatten all ihre Habe verkauft, um ihr Leben auf einem Kreuzfahrtschiff zu verbringen - jetzt sind mehr als 200 Kreuzfahrtpassagiere in Kambodscha gestrandet. Die Betreiber der "Odyssey" hätten den Gästen nur sieben Stunden Zeit gegeben, um ihre Sachen zu packen und das Schiff im Hafen von Sihanoukville zu verlassen, schildert der stellvertretende Provinzgouverneur Long Dimanche.
Damit seien nun viele Rentner "Tausende Meilen von ihren Heimatländern entfernt obdachlos zurückgelassen worden", beklagt Dimanche. Insgesamt waren nach seinen Worten 203 Passagiere und 156 Besatzungsmitglieder an Bord des Kreuzfahrtschiffs, das nach einem mehrtägigen Stopp in Kambodscha eigentlich nach Vietnam hätte weiterfahren sollen. Der Kreuzfahrtveranstalter Villa Vie Residences hatte am Dienstag überraschend mitgeteilt, es habe seine "Aktivitäten in Kambodscha eingestellt", nachdem die Dieselpreise infolge des Iran-Kriegs extrem gestiegen seien.
Die "Odyssey" war im Oktober 2024 von Nordirland aus zu einer Kreuzfahrt rund um die Welt aufgebrochen, die den Versprechungen zufolge unbegrenzt andauern sollte. Gäste konnten Kabinen für Ferientouren oder auf Lebenszeit mieten oder kaufen. Manche verlegten daraufhin ihren Lebensmittelpunkt dauerhaft auf das Schiff.
Hier wird im größten Aufklappbuch der Welt geblättert
In der Zentralbibliothek von Los Angeles steht das offiziell größte Aufklappbuch der Welt. Es ist fast zehn Meter breit und über eine halbe Tonne schwer. Geschaffen hat es der Künstler Daniel Gonzalez gemeinsam mit seinem Team aus ganz üblichen Materialien wie Papier, Kleber und Stoff. Zum Umblättern reicht ein Mensch längst nicht aus.
Merz schlägt neue Allianz für geregelten Welthandel vor
Bundeskanzler Friedrich Merz hat die Gründung einer neuen politischen Allianz für einen geregelten Welthandel vorgeschlagen. Sie solle einen auf internationalen Vereinbarungen basierenden Warenaustausch verteidigen, stärken und weiterentwickeln, sagt er bei einem Wirtschaftsforum in Tokio. Das Bündnis könnte "politische Impulse setzen und auch gemeinsam reagieren, wenn die regelbasierte Ordnung in Gefahr gerät."
Merz betont, dass die Allianz die Welthandelsorganisation WTO nicht ersetzen soll. Sie könnte die dringend benötigten Reformen der WTO aber voranbringen. "In der Streitbeilegung könnten wir uns verständigen, trotz der gegenwärtigen Blockade der WTO-Berufungsinstanz Entscheidungen als verbindlich anzuerkennen." Zudem könnte sich das Bündnis etwa gemeinsam gegen unerlaubte Zölle stellen. "Wenn die Regeln des Welthandelssystems von anderen in Frage gestellt oder gar gebrochen werden oder wenn wirtschaftlicher Zwang ausgeübt wird, dann könnten wir uns in der Allianz koordinieren und gemeinsam auftreten."
Größtes Elektroschiff der Welt nimmt den Betrieb auf
Nicht nur die Automobilbranche, auch die Schifffahrt wendet sich in Richtung Elektromobilität. Vor wenigen Tagen hat das größte Elektroschiff der Welt seinen Betrieb aufgenommen, die "China Zorilla". Auch ein neues Elektro-Kreuzfahrtschiff steht in den Startlöchern.
Schweres Zugunglück in Spanien - mindestens zehn Tote
Beim Zusammenstoß zweier Hochgeschwindigkeitszüge sind in Spanien laut Behörden mindestens zehn Menschen gestorben und viele weitere verletzt worden. Zwei Waggons von einem der Züge stürzten nach Informationen des Fernsehsenders RTVE einen Bahndamm hinunter. Der Bahnverkehr zwischen Madrid und Andalusien wurde in beide Richtungen unterbrochen, wie der spanische Bahnnetzbetreiber Adif mitteilt. Die Ursache des Zusammenstoßes ist bislang unklar.
Verfassungsschutz warnt vor Einfluss von Linksextremisten auf Jugendproteste
Der Verfassungsschutz warnt vor einer möglichen Instrumentalisierung der für Samstag geplanten bundesweiten Jugendproteste durch linksextremistische Gruppen. "In den sozialen Medien werden derzeit Beiträge unter Slogans wie 'Gen Z regelt' verbreitet, die zu bundesweiten Schülerprotesten aufrufen", erklärt die Behörde auf Anfrage des "Handelsblatts". Neben überwiegend nicht-extremistischen Akteuren griffen auch "Teile der linksextremistischen Szene" die Aufrufe auf. Vereinzelt beteiligten sich zudem "Gruppierungen aus dem auslandsbezogenen Extremismus" an der Mobilisierung.
Es gehöre zur bekannten Vorgehensweise linksextremistischer Akteure, "vorhandene und legitime demokratische Diskurse zu beeinflussen, diese um ihre ideologischen Positionen zu ergänzen und gesellschaftlichen Protest zu radikalisieren", erklärt der Verfassungsschutz weiter. Die Sicherheitsbehörden beobachten die Entwicklung deshalb mit besonderer Aufmerksamkeit.
Explosion in Regensburg: Verletzte und drei Vermisste
Nach einer Explosion steht ein Mehrfamilienhaus in Regensburg in Brand. Mindestens vier Menschen wurden teilweise schwer verletzt und in Krankenhäuser gebracht, wie ein Sprecher der Polizei sagt. Wahrscheinlich seien es etwas mehr. Laut Feuerwehr werden zudem drei Personen vermisst - es ist aber unklar, ob sich diese zum Zeitpunkt der Explosion überhaupt im Gebäude befanden.
Die Ursache ist derzeit unklar, zwischenzeitlich gab es seitens der Polizei die Vermutung, dass es sich um eine Gasexplosion handeln könnte. Grundsätzlich gibt es laut Feuerwehr Gas im Gebäude. Einem Sprecher zufolge wurden zwei Wände aus dem Gebäude gedrückt. Anfangs habe es einen Feuerball gegeben und es habe sehr stark gebrannt. Auf Bildern ist zu sehen, dass eine Lücke in der Fassade klafft. Das Gebäude und zwei angrenzende Häuser gelten laut Feuerwehr derzeit als einsturzgefährdet und können nicht betreten werden. Das THW sei derzeit dabei, es zu sichern. Anwohner hatten der Polizei in der Nacht gegen 4 Uhr einen lauten Knall gemeldet.
Serbien: Anschlag auf Polizisten vor israelischer Botschaft - höchste Terrorwarnstufe
Der Vorfall weckt Erinnerungen: Ein mutmaßlich minderjähriger Serbe hat einen Polizisten vor der israelischen Botschaft in Belgrad mit zwei Messern angegriffen und dabei verletzt. Der Beamte, der das Botschaftsgebäude bewachte, habe den Angreifer mit seiner Dienstwaffe aus Notwehr erschossen, sagt Innenminister Ivica Dacic im staatlichen Fernsehen RTS.
Der Angreifer habe "Allahu akbar!" (arabisch für "Gott ist groß") gerufen. Den Angriff, der sich kurz nach Mitternacht ereignete, bezeichnet Dacic als Terrorakt. Er habe die höchste Terrorwarnstufe für das Land ausgerufen, fügt er hinzu. Der Angreifer habe aus der westserbischen Stadt Sabac gestammt und sei den Behörden als Anhänger der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) bekannt gewesen. Der Vorfall werde weiter untersucht. Im Juni 2024 hatte ein zum Islam konvertierter Serbe mit einer Armbrust auf einen serbischen Wachbeamten vor der israelischen Botschaft in Belgrad geschossen. Der Polizist, der von dem Pfeil am Hals getroffen wurde, erwiderte den Angriff mit seiner Schusswaffe und verletzte damit den Attentäter tödlich. Der Wachbeamte wurde bei dem Angriff verletzt und musste im Krankenhaus operiert werden.
Flugzeug stürzt in Kindergarten - nur Pilot wird verletzt
Ein Flugzeug kracht in Brasilien mitten in eine Kita - doch wie durch ein Wunder wird niemand im Gebäude verletzt. Rund 180 Kinder und 40 Erzieher halten sich dort auf, als die Maschine einschlägt. Die Unfallursache ist noch unklar.
Nouripour "sehr irritiert" über Namen Claus in Steinmeier-Debatte
Der Grünen-Spitzenpolitiker Omid Nouripour hat sich "sehr irritiert" darüber gezeigt, dass die hessische CDU-Fraktionschefin Ines Claus für die Nachfolge von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier gehandelt wird. "Wir brauchen in diesen Zeiten eine Person, die das Land zusammenhält, die auch von allen getragen wird", sagt Nouripour dem ARD-Hauptstadtstudio und der Deutschen Presse-Agentur am Rande von Steinmeiers Staatsbesuch in China.
"Deshalb erwarte ich auch, dass eine Kandidatin präsentiert wird, die wir alle in der demokratischen Mitte auch wählen können", sagt der aus Hessen kommende Nouripour. "Ilse Aigner könnte eine solche Kandidatin sein." Nouripour, der auch Vizepräsident des Bundestags ist, begleitet Steinmeier bei seiner China-Reise. Im hessischen Landtag herrsche nur noch Stillstand. "Als Fraktionsvorsitzende verwaltet sie das", sagt Nouripour mit Blick auf Claus. "Das ist aber nicht das, was das Land braucht. Wir müssen jetzt vorangehen und das Land zusammenhalten. Dafür braucht es Wärmeströme, dafür braucht es Seniorität und eine Autorität. Ilse Aigner hätte das alles."
DNA überführt berüchtigten US-Serienmörder nach 52 Jahren
Der berüchtigte US-Serienmörder Ted Bundy ist 52 Jahre nach dem ungeklärten Tod einer Teenagerin im Bundesstaat Utah als Täter identifiziert worden. Ein DNA-Abgleich brachte den Durchbruch in dem jahrzehntelang ungelösten Fall, wie die Ermittlungsbehörden auf einer Pressekonferenz in Park City verkünden. Zuvor seien zwei Mordfälle in Utah miteinander in Verbindung gebracht worden, bei denen es auffällige Ähnlichkeiten beim Tatmuster gegeben habe. Letztlich habe man alle Beweise zusammenführen und Bundy auch im zweiten Fall posthum als Täter überführen können, sagt Sheriff Kacey Bates von der Polizei in Summit County.
Am 27. Oktober 1974 hatten Jäger in einem Waldstück in Salt Lake County die Leiche der 17-jährigen Melissa Ann Smith entdeckt. Einen Monat später wurde die gleichaltrige Teenagerin Laura Aime am Straßenrand eines Highways in Utah County gefunden - sie war nach einer Halloween-Party verschwunden und ebenfalls ermordet worden. Jahrzehntelang vermochten Ermittler die beiden Fälle nicht zu lösen. Doch schließlich kam ihnen der technische Fortschritt zu Hilfe: Im April 2026 wurde Ted Bundy dank eines Treffers in einer DNA-Datenbank zweifelsfrei als Laure Aimes Mörder überführt - 37 Jahre nach seinem Tod. Bundy hatte in den 1970er Jahren Dutzende Frauen vergewaltigt und getötet.
Das wird heute wichtig
Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,
in Israel dürfte die Regierungsbildung schwierig werden: Nach Auszählung von rund 50 Prozent der Stimmen bei der Parlamentswahl hat der rechtsreligiöse Block von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu Medien zufolge seinen Vorsprung ausgebaut. Eine klare Mehrheit erreicht er aber weiterhin nicht. Laut israelischen Medienberichten kommt Netanjahus Lager nach gegenwärtigem Stand auf 56 der 120 Sitze in der Knesset und liegt damit 7 Sitze vor dem gegnerischen Lager von Ex-Militärchef Gadi Eisenkot.
Diese Themen haben wir außerdem auf dem Zettel:
Bundeskanzler Friedrich Merz setzt seine Asienreise in Japan fort und wird in Tokio Ministerpräsidentin Sanae Takaichi treffen.
Finanzminister und Vizekanzler Lars Klingbeil leitet ab 10 Uhr die Sitzung des Bundeskabinetts. Ein Thema: Die Bundesregierung möchte den Schutz wichtiger Anlagen durch strengere Regeln für die Sicherheitsüberprüfung des Personals ausweiten.
Der weltgrößte Chemiekonzern BASF berichtet gegen 10.30 Uhr, wie viel Umsatz und Gewinn er im dritten Quartal erzielt hat.
Die Konsumforschungsinstitute NIM und GfK geben ab 8 Uhr ihre Ergebnisse der jüngsten Studie zum Konsumklima in Deutschland bekannt.
Knapp eine Woche vor den US-Parlamentswahlen entscheidet die Notenbank Federal Reserve über den weiteren Kurs der Geldpolitik. Am jüngst erhöhten Leitzins dürfte sie wohl weiter festhalten. Ökonomen erwarten mit großer Mehrheit, dass die Zinsspanne bei 3,75 bis 4,00 Prozent bleiben wird. Die Entscheidung wird um 19 Uhr verkündet.
Der Prozess gegen Christina Block wegen mutmaßlicher Kindesentführung wird ab 9.30 Uhr in Hamburg fortgesetzt.
Das Landgericht Berlin will im Prozess um eine Serie von Vergewaltigungen betäubter Frauen eine Entscheidung verkünden.
Mein Name ist Anne Renzenbrink und ich versorge Sie bis zum frühen Nachmittag mit wichtigen, kuriosen und interessanten Nachrichten aus Deutschland und aller Welt. Wie immer freue ich mich bei Fragen, Hinweisen und Kritik über Ihre Mail an anne.renzenbrink(at)ntv.de. Auf geht's!
Stromausfall legt Schwebebahn lahm - Feuerwehr rettet Fahrgäste
Die Feuerwehr hat in Wuppertal mehrere Personen aus einer liegengebliebenen Schwebebahn befreit. Grund für den ungeplanten Stopp am späten Dienstagabend kurz hinter der Haltestelle Völklinger Straße war ein plötzlicher Stromausfall, wie die Feuerwehr mitteilt. Aus diesem Grund konnte die Bahn auch von keinem anderen Fahrzeug abgeschleppt werden und wurde deshalb evakuiert. Da die Schwebebahn im Bereich einer Brücke zum Stehen kam, konnte die Feuerwehr von dort aus mit einer Drehleiter an den Wagen gelangen. Darüber konnten die Fahrgäste schließlich aus der Schwebebahn geholt werden.
Umweltminister Schneider: Audi wettet "auf ein totes Pferd"
Bundesumweltminister Carsten Schneider kritisiert die Planung des Autoherstellers Audi für ein neues Werk in den USA mit scharfen Worten. "Während sich weite Teile der Welt aufmachen hin zur technisch überlegenen Elektromobilität, wettet Audi auf fossile Energien und damit auf ein totes Pferd", sagt Schneider dem "Kölner Stadt-Anzeiger". "Mal ganz abgesehen von den mehr als unappetitlichen Umständen dieser Verkündung, muss man auch Zweifel an der Zukunftsfähigkeit dieser Entscheidung haben."
Audi-Chef Gernot Döllner war am Wochenende zusammen mit Donald Trump auf einer Wahlkampfbühne aufgetreten und hatte dort den Bau eines eigenen US-Werks im Bundesstaat Georgia mit rund 4500 Arbeitsplätzen angekündigt. In den USA will Audi SUVs bauen, unter anderem den neuen besonders großen und damit auf den US-Markt zugeschnittenen Q9. Seither steht er in der Kritik von verschiedenen Seiten, sogar sein Rücktritt wurde bereits gefordert. Audi hat eigentlich interne Richtlinien, die Auftritte im Wahlkampf kurz vor Wahlen verbieten. In den USA stehen am 3. November die Zwischenwahlen an.






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