Der Tag

Der TagHändler verrammeln Geschäfte vor Protesten am Samstag - ohne Not?

29.10.2026, 17:58 Uhr

Das Bundeskriminalamt (BKA) geht aktuell nicht davon aus, dass die für Samstag angekündigten Jugendproteste in Deutschland so gewalttätig verlaufen wie in Frankreich. Die Behörde sagte, "dass dem BKA keine Erkenntnisse vorliegen, die Rückschlüsse auf eine grundsätzlich unfriedliche Versammlungslage zulassen". Es gebe zwar "vereinzelte Kommentare und Postings", die als Aufrufe zu Gewalt interpretiert werden könnten. "Konkrete Aufrufe zu organisierter Gewaltanwendung können derzeit allerdings nicht durch das BKA festgestellt werden", so ein Sprecher. Das BKA betont, dass sich Mobilisierungsaufrufe in den sozialen Medien von den gewaltsamen Ausschreitungen im Ausland distanzieren. Im Netz ruft eine Initiative, die sich "GenZ regelt" beziehungsweise "GenZ steht auf" nennt, für den 31. Oktober zu Protesten in 23 Städten auf.

Zuvor hatte etwa der Verfassungsschutz gewarnt, linksextreme Gruppen könnten die Studentenproteste unterwandern und für ihre Zwecke nutzen. Einige Einzelhändler und Ketten haben aus dem Grund für den kommenden Samstag höhere Sicherheitsmaßnahme oder gar die Schließung einzelner Läden angekündigt. Die Parfümeriekette Douglas erklärte etwa, dass zwölf Filialen am Samstag geschlossen blieben. Auf der Düsseldorfer Königsallee (Kö) haben einige Luxushändler ihre Geschäfte mit Sperrholzplatten und Baugerüsten blockiert. Ein Modehändler plane in seinen Filialen in Düsseldorf, Berlin und Köln zudem verkürzte Öffnungszeiten, berichtet der "Merkur".

Quelle: ntv.de