VIP VIP, Hurra!Babyglück, Eier und das blanke Grauen
Die Promikolumne von Verena Maria Dittrich
Amira Aly wird zum dritten Mal Mutter, Mutti Merkel hat auch im Urlaub die Haare schön und Jessica Chastain versetzt kleine Kinder in Angst und Schrecken. Die Promi-Woche hat diesmal aber auch einen Mann zu bieten, der für seine Überzeugungen sogar vor Gericht ziehen würde.
Es vergeht ja kaum eine Woche, in der man nicht in den Medien über die Rentenbescheide von Promis liest und die mickrigen Summen, die sie im Alter erwarten. Da ist Bushido mit einem knappen Tausender ja schon richtig gut dabei, und wenn man beispielsweise Heinos Namen in einer Headline liest, denkt man: Oje, zeigt uns der 87-Jährige etwa seinen Rentenbescheid?
Tatsächlich aber zeigte der Mann, der seit Jahrzehnten mit dunkler Sonnenbrille und blondem Haar regelmäßig die deutsche Schlagerbranche aufmischt, etwas ganz anderes: Eier. Er setzte sich gegen eine Bedrohung zur Wehr, die er offenbar für ähnlich gefährlich hält wie den Untergang des deutschen Volksliedes: den Doppelpunkt.
Dabei hatte alles ganz harmlos angefangen. Im Sommer stand Heino am Wörthersee für eine neue Fernsehproduktion vor der Kamera, in der er sich selbst spielte, was ihm gewiss nicht allzu schwergefallen sein dürfte. Der Film sollte "Die Rettungsschwimmer vom Wörthersee" heißen, bis Regisseurin und Produzentin Stefanie Mayer auf die Idee kam, daraus "Die Rettungsschwimmer:innen" zu machen.
Kann sie gerne, aber ohne Heino! Der schaltete kurzerhand einen Anwalt ein und untersagte der Produzentin die Verwertung sämtlicher Aufnahmen. Nachdem Mayer schließlich einlenkte und den ursprünglichen Titel wiederherstellte, konnte der Volksmusikstar einen Sieg über die sprachliche Verwahrlosung des Abendlandes vermelden.
Man kann von Glück reden, dass Heino seinerzeit nicht für "Die Rückkehr der Jedi-Ritter" verpflichtet wurde. Hätte George Lucas den Film nämlich "Die Rückkehr der Jedi-Ritter:innen" genannt, wären Darth Vader und der Imperator vermutlich das kleinste Problem gewesen. Womöglich hätte Heino die gesamte Galaxis verklagt, ehe er auch nur einen Fuß auf den Todesstern gesetzt hätte. Also, liebe Gender-Freunde, legt euch bloß nicht mit Heino an!
Amira Aly und das dritte kleine Wunder
Während der Gender-Terminator seinen Kampf gegen den Doppelpunkt gewonnen hat, gibt es bei Amira Aly ebenfalls Grund zur Freude. Gemeinsam mit ihrem Partner Christian Düren hat sie eine Tochter bekommen. Für die Moderatorin ist es bereits das dritte Kind, für Düren das erste, und nachdem Mutter und Tochter wieder zu Hause angekommen sind, dürfte es bei den beiden in nächster Zeit vor allem eines geben: ziemlich wenig Schlaf.
Die beiden Söhne aus Alys früherer Ehe mit Oliver Pocher haben ihre kleine Schwester bereits kennengelernt und sollen ganz begeistert sein. Auf Instagram verkündete die 34-Jährige die Geburt mit einem Foto der winzigen Babyhand und den Worten "Wunder Nummer drei". Den Namen ihrer Tochter behält sie vorerst für sich. Und das ist vermutlich auch besser so. Irgendetwas muss schließlich auch im Hause Aly-Düren noch Privatsache bleiben.
Angie hat die Haare schön, Jessica lehrt das Fürchten
Auch Angela Merkel hat es diese Woche wieder in die Schlagzeilen geschafft. Und das ganz ohne politische Ambitionen. Die ehemalige Bundeskanzlerin wurde jetzt in Neapel gesichtet, wo sie nebenbei etwas präsentierte, das direkt für Aufsehen sorgte: ihre wilde Berlin-Mitte-Frisur.
Unser RTL schreibt verzückt von einer "karamellbraunen Mähne", die "weich und wunderbar wuschelig um ihr Gesicht fällt". Dazu trug die 72-Jährige eine violette Tunika, eine dunkle Hose und eine auffällige Perlenkette. Der berühmte Merkel-Blazer: vielleicht inzwischen bei Humana abgegeben. In Neapel besichtigt sie wohl auch antike Kunstwerke, genießt offenbar ihren Ruhestand und lässt sich von den Betreibern einer Weinbar für ihre frühere Flüchtlingspolitik feiern.
Während Merkel mit ihrem neuen Äußeren, wenn das so weitergeht, vielleicht sogar bald das Cover der deutschen "Vogue" ziert, kriegt man bei Jessica Chastain aktuell das blanke Grausen. Die Oscar-Preisträgerin spielt in dem Horrorfilm "Other Mommy" eine etwas andere Mutter. Der Film ist in dieser Woche in den deutschen Kinos angelaufen. Allein der Trailer versetzt einen derart in Schockstarre, dass man sich ernsthaft fragt, ob man für die nächsten anderthalb Stunden nicht doch lieber dabei zuschauen will, wie der Friseur Merkel ein paar flotte Strähnchen für ihren pfiffigen neuen Haarschnitt setzt.
Aber Jessica Chastain ist eben eine verdammt gute Schauspielerin. Das beweist sie einmal mehr mit dieser Rolle, für die sie nicht einmal auf aufwendige Masken zurückgreifen musste. Stattdessen genügte die eigene Mimik, um sich in eine derart unheimliche Gestalt zu verwandeln, dass ein fünfjähriger Junge, dem sie am Set ihren neuen Gesichtsausdruck vorführte, augenblicklich zu schreien begann. Regisseur Rob Savage wusste: Genau das ist es.
Auch Freunde der Schauspielerin zeigten sich nach dem Trailer regelrecht verstört. Einer erklärte ihr sogar, er werde sie nie wieder mit denselben Augen sehen. Ein größeres Kompliment kann man einer Schauspielerin wohl kaum machen. Zumindest nicht in einem Horrorfilm. Wobei man für das blanke Grauen nicht unbedingt ins Kino gehen muss. Manchmal reicht auch ein Freitagabend im ZDF, zumindest, wenn Jan Böhmermann auf Sendung ist.
Böhmermann und die späte Erkenntnis
Im Dezember wird das "ZDF Magazin Royale" zum letzten Mal ausgestrahlt, und ausgerechnet ZDF-Intendant Norbert Himmler, dem die Entwicklung der Sendung offenbar nicht völlig entgangen ist, hat nun festgestellt, dass diese am Ende möglicherweise etwas zu fanatisch geworden sei. Besonders den Umgang mit einem sächsischen Imker, den der Oberlehrer der Nation 2023 wegen angeblichen "Beewashings" ins Visier genommen hatte, hält der Senderchef rückblickend für unverhältnismäßig.
Satire dürfe Missstände aufdecken, erklärte Himmler, aber eben nicht unfair sein. Darauf hätte man beim ZDF allerdings auch ein bisschen früher kommen können. Schließlich läuft die Sendung nicht erst seit gestern. Dass der betreffende Imker einen anschließenden Rechtsstreit gegen Böhmermann gewann, dürfte die späte Einsicht zumindest nicht erschwert haben.
Böhmermann selbst hatte erzählt, Himmler seien bei der Nachricht über das Ende seiner Sendung die Tränen gekommen. Ob es sich dabei um Tränen der Trauer oder der Erleichterung gehandelt habe, darüber rätselte der Intendant nun sogar öffentlich.
Bis nächste Woche.
