Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 23:22 Russland feuert ballistische Raketen auf Kiew +++

29.10.2026, 20:23 Uhr

Selenskyjs Warnung vor neuen Raketenangriffen war nicht unbegründet: Russland feuert am späten Abend ballistische Raketen auf Kiew ab. Nach Angaben der Militärverwaltung der Stadt ist mindestens ein Mensch getötet worden. Bürgermeister Vitali Klitschko meldet einen Einschlag im östlichen Stadtbezirk Darnyzja in einem Lagergebäude, dort brach ein Brand aus. Kurz zuvor waren etwas mehr als ein halbes Dutzend Explosionen im Stadtgebiet zu hören. 

+++ 22:17 Selenskyj warnt vor neuen russischen Raketenangriffen +++

Die Ukraine verfügt nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj über Geheimdienstinformationen, wonach Russland neue Angriffe mit ballistischen Raketen plant. In seiner nächtlichen Videoansprache erneuert er die Bitte an die westlichen Verbündeten um mehr Waffen zur Luftverteidigung, insbesondere für das US-System Patriot. "Wir brauchen die Mittel, um all dieses russische Übel auszuschalten", sagt Selenskyj.

+++ 21:41 EU-Außenbeauftragte Kallas fordert mehr Unterstützung für Ukraine +++

Die Außenbeauftragte der Europäischen Union, Kaja Kallas, will bei bevorstehenden internationalen Treffen auf eine stärkere Unterstützung für die Ukraine dringen. Zudem solle die Rechenschaftspflicht Russlands vorangetrieben werden. "Russland muss zur Rechenschaft gezogen werden", schreibt sie auf der Plattform X. Dies solle über ein Sondertribunal und eine Kommission für Schadenersatzforderungen geschehen. Kallas will ihre Forderungen beim EU-Kanada-Gipfel und dem G20-Außenministertreffen in Atlanta vorbringen. 

+++ 21:03 Pistorius: Qualifizierung der Kamikazedrohnen steht bevor +++

Bei der geplanten Anschaffung von Kamikazedrohnen für die Bundeswehr sieht Verteidigungsminister Boris Pistorius auf der Zielgeraden: Die technische Qualifizierung stehe kurz vor dem Abschluss, sagt der SPD-Politiker in München am Rande eines Besuchs bei dem Münchner Rüstungsunternehmen Helsing, einem Hersteller von militärischer KI und Drohnen. Pistorius will ein Drohnenregiment aufbauen, das der an der Nato-Ostflanke in Litauen stationierten Panzerbrigade 45 zugeordnet werden soll. Die Brigade solle ab kommendem Jahr mit der "loitering munition" ausgestattet werden, bekräftigt Pistorius. Erprobt wird nach Worten des SPD-Politikers derzeit der Gefechtskopf.

+++ 20:25 Selenskyj: Zwei russische Su-34-Kampfjets zerstört +++

Die ukrainische Marine hat bei einem Angriff auf den Militärflugplatz Marinowka in der russischen Oblast Wolgograd zwei russische Su-34-Jagdbomber mit in der Ukraine produzierten Neptun-Raketen zerstört. Die Flugzeuge wurden laut Angaben der Marine auf dem Stützpunkt des 11. Gemischten Luftfahrtregiments Russlands nahe der Ortschaft Oktjabrski getroffen. Die ukrainische Marine betont, dass die Su-34 eine der wichtigsten Plattformen sei, die von der russischen Luftwaffe zum Abschuss von gelenkten Luftbomben gegen ukrainische Städte, Stellungen der Verteidigungskräfte und Frontabschnitte eingesetzt würden. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigt die Zerstörung der beiden Su-34-Jets und fügt hinzu, dass ukrainische Streitkräfte auch einen russischen Iskander-Raketenwerfer getroffen hätten.

+++ 19:38 Putin droht mit Eskalation im Ostseeraum +++

Der russische Präsident Wladimir Putin warnt vor einer Eskalation in der Ostsee. "Wenn die Dinge zu weit gehen, wird es keine Gewinner geben", sagt er. Russland sei zum Krieg bereit, wolle ihn aber nicht. Er wolle in der Ostsee keine Situation wie in der Straße von Hormus. Putin unterstütze alle Schritte zur Wiederherstellung der Beziehungen zu europäischen Ländern, erklärt er mit Blick auf sein Telefonat mit dem finnischen Präsidenten Alexander Stubb und dem norwegischen Ministerpräsidenten Jonas Gahr Støre. Putins Drohungen richten sich gegen eine europäisch koordinierte Sanktionierung der russischen Schattenflotte.

+++ 18:57 Ukraine greift russischen Drohnenstützpunkt an +++

Ukrainische Streitkräfte haben eine russische Militäreinrichtung angegriffen, von der aus Langstrecken-Kampfdrohnen auf die Ukraine gestartet wurden, teilt der Generalstab der ukrainischen Armee auf Facebook mit. Der nächtliche Angriff habe sich gegen den russischen Drohnenstützpunkt in der Nähe von Naflja in der Oblast Brjansk, etwa 70 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt, gerichtet, berichtet der "Kyiv Independent". Nach Angaben des Generalstabs wurden bei den Angriffen ein Lager für russische Langstreckendrohnen vom Typ Geran sowie Treibstoff- und Schmierstofflager und der "Drohnenhafen" selbst beschädigt. Ukrainische Medien und Open-Source-Intelligence-Gruppen (OSINT) haben den Bau mehrerer großer "Flugplätze" durch Russland verfolgt, die für unbemannte Systeme konzipiert und entlang der westlichen Grenzgebiete Russlands errichtet wurden. 

+++ 18:19 Wadephul will "Familienfoto" mit Lawrow nicht fernbleiben +++

Außenminister Johann Wadephul will einem möglichen "Familienfoto" zusammen mit dem russischen Kollegen Sergej Lawrow beim Treffen der G20-Außenminister in den USA nicht fernbleiben. Bei Kongressen wie der Zusammenkunft der großen Industrie- und Schwellenländer am Freitag und Samstag in Atlanta "ist es automatisch so, dass es gemeinsame Fotos gibt. Es ist eben eine zentrale Aufgabe von Außenministern, miteinander zu sprechen", sagt der CDU-Politiker bei einem Auftritt in Panama-Stadt. Das Entscheidende sei nicht das Foto, sondern das, was man miteinander bespreche. "Es gibt keine Normalität zwischen Deutschland und Russland, weil Russland weiterhin die Ukraine angreift, weil Russland weiterhin die Sicherheit Europas gefährdet", sagt Wadephul. Dies werde er auch in Atlanta zum Ausdruck bringen. 

+++ 17:44 Drohnenangriff auf Wohnhaus in Krementschuk: Drei Tote +++

In der zentralukrainischen Industriestadt Krementschuk im Gebiet Poltawa sind nach Angaben von Militärverwaltungschef Witalij Djakiwnytsch drei Menschen ums Leben gekommen. Um medizinische Hilfe hätten 19 Menschen gebeten. Elf seien ins Krankenhaus gebracht worden. Eine Drohne sei in einem mehrstöckigen Wohnhaus eingeschlagen, schreibt Djakiwnytsch bei Telegram. 

+++ 17:04 Bulgarien: Von Drohnen getroffenes Handelsschiff gesunken +++

Ein von drei Seedrohnen angegriffenes Handelsschiff ist in der Wirtschaftszone des EU- und Nato-Landes Bulgarien im Schwarzen Meer gesunken. Die bulgarische Schifffahrtsverwaltung bestätigt eine erste Mitteilung der regionalen Verwaltung von Warna am Schwarzen Meer. Es ist bereits das dritte gesunkene Handelsschiff bei insgesamt fünf Angriffen seit Anfang Oktober in der bulgarischen Wirtschaftszone. Vorfälle mit Schiffen gab es auch in der rumänischen Wirtschaftszone. Die 18-Mann-Crew des Containerschiffes "Contship Jet" wurde in Warna in Sicherheit gebracht. Das Schiff war unter liberianischer Flagge aus dem israelischen Hafen Haifa nach Constanta in Rumänien unterwegs. Die Seedrohnen, die das Containerschiff versenkten, seien aus östlicher Richtung gekommen, sagt der Chef von Bulgariens Verteidigung, Emil Eftimow, dem Fernsehsender bTV in Sofia.

+++ 16:29 Kreml droht: Angriffe an russischem Feiertag könnten Friedensprozess stören +++

Russlands Bereitschaft zu Dreier-Friedensgesprächen mit der Ukraine und den USA hängt nach Angaben des Kremls auch von möglichen ukrainischen Angriffen am russischen Tag der Nationalen Einheit am 4. November ab. Sollte es während öffentlicher Großveranstaltungen zu außergewöhnlich schwerem Beschuss kommen, werde sich dies wahrscheinlich auch in gewisser Weise auf die Stimmung auswirken, sagt der außenpolitische Kreml-Berater Juri Uschakow dem staatlichen Fernsehsender Westi. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hofft eigenen Angaben zufolge auf ein trilaterales Treffen von Unterhändlern in Abu Dhabi zwischen dem 6. und 10. November. 

+++ 15:53 Video: Menschen warten auf Zug, bevor russische Drohne einschlägt +++

Bei einem russischen Drohnenangriff auf den Bahnhof von Dnipro sind in der Ukraine zahlreiche Menschen getötet worden. Die Drohne schlägt auf einem Bahnsteig ein, an dem zwei Züge stehen. Den Rettungskräften bietet sich ein grauenhaftes Bild.

+++ 15:25 Russland greift Bus in Saporischschja an +++

In der südukrainischen Stadt Saporischschja haben russische Streitkräfte einen städtischen Bus mit einer sogenannten "First Person View"-Drohne (FPV) angegriffen. Ersten Angaben des Leiters der regionalen Militärverwaltung zufolge wurden zwei Personen verletzt. An einer FPV-Drohne ist eine Kamera befestigt, sodass der Angreifer genau sehen kann, was er trifft.   

+++ 14:47 Warschau verurteilt Aussagen zu einem EU-Austritt Polens +++

Die polnische Regierung hat Äußerungen des Chefs der rechtsnationalen Partei Recht und Gerechtigkeit (PiS) zu einem möglichen EU-Austritt Polens entschieden zurückgewiesen. Er sei bereit, einen "erbitterten Kampf" gegen den EU-Austritt seines Landes zu führen, erklärte der polnische Regierungschef Donald Tusk im Onlinedienst X. PiS-Oppositions-Chef Jaroslaw Kaczynski hatte zuvor die Möglichkeit eines "Polexits" ins Spiel gebracht, falls sich die EU nicht in dem Sinne reformiere, wie er es sich vorstellt. Die PiS-Partei positioniert sich traditionell eurokritisch, fährt zugleich aber einen strikten Abgrenzungskurs zum Kreml und dessen Angriffskrieg gegen die Ukraine.  

+++ 14:15 G20-Treffen: Lawrow will auf Aufhebung von Russland-Sanktionen drängen +++

Der russische Außenminister Sergej Lawrow wird bei dem Treffen der G20-Außenminister in den USA nach Angaben aus Moskau auf eine Aufhebung der Sanktionen gegen Russland drängen. In seinen Reden werde sich Lawrow gegen die "destruktive" Politik "einiger Mächte" wenden, die "wirtschaftliche Waffen" wie "Sanktionen, Handelskriege und die Unterbrechung von Lieferketten" gegen ihre Gegner einsetzten, teilt das russische Außenministerium mit. Das russische Außenministerium erklärt außerdem, die Vorbereitung von Lawrows Besuch in den USA sei nicht "reibungslos" verlaufen. "Leider sah sich die russische Seite einmal mehr mit US-Bürokratie sowie mit Schwierigkeiten bei Akkreditierungen und der Erteilung von Visa konfrontiert", erläutert das Ministerium. Der Gipfel findet am Freitag und Samstag im US-Bundesstaat Georgia statt.

+++ 13:45 Russland tötet zwei 15-Jährige durch Angriff im Stadtzentrum von Tschernihiw +++

In der nordukrainischen Stadt Tschernihiw sind zwei Jugendliche im Alter von 15 Jahren von einem russischen Marschflugkörper getroffen worden. Mindestens 15 Menschen sind laut dem ukrainischen Menschenrechtsbeauftragten Dmytro Lubinets zudem verletzt, unter ihnen befinden sich drei Kinder. Der Angriff ereignete sich direkt im Stadtzentrum von Tschernihiw. Aufnahmen in den sozialen Medien zeigen schreiende Menschen und brennende Fahrzeuge und Gebäude.

+++ 13:18 Zwei Deutsche nach Starlink-Anschlag in Auslieferungshaft +++

Drei Wochen nach einem Brandanschlag auf den Satellitendienst Starlink in der Nähe von Sofia verhängt das Oberlandesgericht (OLG) Düsseldorf Auslieferungshaft gegen zwei 19-jährige Deutsche. Die Männer aus Duisburg und Moers waren vergangenen Freitag in Duisburg festgenommen worden. Gegen sie lägen europäische Haftbefehle aus Bulgarien vor, teilen das OLG und die Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf mit. Die 19-jährigen Verdächtigen sollen laut dem Haftbefehl aus Bulgarien mit einem Auto mit deutschem Kennzeichen als Touristen aus Serbien eingereist sein und am 9. Oktober acht Starlink-Antennen südlich von Sofia angezündet haben, wie die bulgarische Nachrichtenagentur BTA berichtet. Die Verteidiger der Männer wollen allerdings den Haftbefehl anfechten. Das Satellitennetz Starlink ist ein strategisch wichtiger Bestandteil der ukrainischen Verteidigung gegen Russlands Angriffskrieg

+++ 12:41 Obama wirft Trump vor, vor Putin eingeknickt zu sein und die Ukrainer zu verraten +++

Während einer Wahlkampfveranstaltung der Demokraten kritisiert der frühere US-Präsident Barack Obama die Ukraine-Politik des amtierenden US-Präsidenten Donald Trump und wirft der Regierung vor, vor dem russischen Machthaber Wladimir Putin eingeknickt zu sein. „Und während wir wichtige Verbündete wie Kanada verprellen, beugt das Weiße Haus das Knie vor Putin und verrät die Ukrainer, die für ihre Freiheit und Demokratie kämpfen“, sagt Obama weiter. 

+++ 12:05 Munz berichtet von "größtem ukrainischen Drohnenangriff" +++

Obwohl dessen Satelliten der Ukraine im Krieg helfen, feiert Wladimir Putin den Starlink-Chef Elon Musk als Genie. Reine Taktik, meint ntv-Moskau-Korrespondent Rainer Munz. Er berichtet zudem von dem "größten ukrainischen Drohnenangriff auf Russland seit Beginn des Krieges".

+++ 11:41 Ukraine und Russland bereiten Evakuierungen aus Oleschky vor +++

Die seit Dienstag geltende Waffenruhe in der von russischen Truppen besetzten Frontstadt Oleschky im südukrainischen Gebiet Cherson hält weiter. In der Stadt laufen für die Schaffung eines sichereren Hilfskorridors die Arbeiten zur Beseitigung und Entschärfung von Minen erfolgreich, wie der ukrainische Menschenrechtsbeauftragte Dmytro Lubinez und seine russische Kollegin Jana Lantratowa zeitgleich mitteilen. "Parallel dazu stellen wir bereits die humanitäre Hilfslieferung zusammen, die wir morgen nach Oleschky bringen wollen", sagt Lubinez, der auch selbst dort sein wird. Demnach stimmen sich die Vertreter beider Kriegsparteien eng ab. Die Menschen aus Oleschky sollen an diesem Samstag über einen humanitären Hilfskorridor die Stadt verlassen können. Die in die Ukraine ausreisenden Bewohner sollen in die russische Schwarzmeer-Stadt Anapa gebracht und von dort nach Gomel in Belarus ausgeflogen werden, von wo aus sie weiter in die Ukraine reisen können. 

+++ 11:09 Russland greift Zug in Dnipro an - 13 Tote +++

Eine russische Drohne hat einen zivilen Zug an einem Bahnhof in der ukrainischen Region Dnipro angegriffen und dabei 13 Menschen getötet. Das melden der Bürgermeister von Dnipro, Borys Filatov, und der Chef der regionalen Militärverwaltung der Millionenstadt, Oleksandr Hanscha, in den sozialen Medien. Demnach standen ein Zug nach Saporischschja und mehrere Menschen an einem der Bahnsteig des Bahnhofs. Neben den Toten gebe es zahlreiche Verletzte.

+++ 10:42 Russland meldet einen der bislang größten ukrainischen Gegenangriffe seit Kriegsbeginn +++

Die Ukraine hat im Zuge ihres Abwehrkampfes nach russischen Angaben einen der bislang größten Gegenangriffe ausgeführt. Das Verteidigungsministerium in Moskau spricht von 1.214 ukrainischen Drohnen über russischem Gebiet. Die Ukraine meldet derweil, innerhalb von 24 Stunden 1560 russische Soldaten verletzt oder getötet zu haben. Außerdem habe sie eigenen Angaben zufolge unter anderem 1 Panzer, 5 Schützenpanzer, 1 Flugzeug, 25 Artilleriesysteme und 1614 Drohnen außer Gefecht gesetzt.

+++ 10:09 Russische Chemieanlage von Drohnen getroffen +++ 

Ukrainische Drohnen sollen eine Chemieanlagen in den russischen Oblast Baschkortostan angegriffen haben. Das berichten mehrere OSINT-Kanäle auf X und das unabhängige russische Nachrichtenportal Astra auf Telegram übereinstimmend. Demnach stieg nach einem Drohnenangriff in Sterlitamak, rund 1200 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt, Rauch über der Baschkirischen Soda-Gesellschaft (BSK) auf. Russische Behörden sprechen von acht Drohnen, die über Sterlitamak abgewehrt wurden. An einem nicht näher genannten Unternehmen gebe es leichte Schäden. Die BSK ist einer der größten Chemiekomplexe Russlands. Das Unternehmen sei im nicht öffentlich zugänglichen Register der Rüstungsunternehmen des russischen Ministeriums für Industrie und Handel aufgeführt und beliefere die Rüstungsindustrie, schreibt Astra.

+++ 09:47 Gespräche zwischen Ukraine, USA und Russland hängen für Kreml von Front-Lage ab +++ 

Mögliche trilaterale Gespräche zwischen der Ukraine, den USA und Russland werden laut Moskau in jedem Fall erst nach dem 4. November stattfinden und sind von der "Lage auf dem Schlachtfeld und der allgemeinen Lage" abhängig, sagt Putins Beraer Juri Uschakow laut russischen Staatsmedien. Eine europäische Beteiligung schloss er demnach aus und betonte, dass die Gespräche strikt trilateral bleiben würden.

+++ 09:19 Russland und USA sprechen über Atomkraft für KI-Rechenzentren +++

Russlands staatlicher Atomkonzern Rosatom spricht einem Medienbericht zufolge mit den USA über eine mögliche Zusammenarbeit bei kleinen Atomkraftwerken. Diese könnten Strom für Rechenzentren für Künstliche Intelligenz (KI) liefern, meldet die staatliche russische Nachrichtenagentur RIA. Rosatom-Chef Alexej Lichatschow sagt demnach, beide Seiten prüften derzeit mehrere Bereiche für eine mögliche Kooperation auf dem Gebiet der zivilen Kernenergie. Zwischen Russland und den USA hat es in jüngster Zeit ungeachtet des Ukraine-Kriegs verstärkt Annäherungen auch auf wirtschaftlicher Ebene gegeben.

+++ 08:52 Estland plant den Bau von 150 Bunkern an russischer Grenze +++

Um seine Verteidigungsbereitschaft zu stärken, will Estland 150 Bunker an der Landesgrenze zu Russland bauen, sagt der estnische Verteidigungsminister laut der estsnischen Nachrichtenagentur ERR. Die Bunker sollen demnach an der an Russland grenzenden Region Ida-Virumaa errichtet werden, 100 davon auf staatseigenem Grund und etwa 50 auf kommunalem oder privatem Grund. Er macht keine detaillierten Angaben zur geplanten Nutzung der Bunker. 

+++ 08:24 Ukraine greift Moskau laut Russland mit 613 Drohen an +++

Die Ukraine hat in der Nacht zum Donnerstag nach Angaben von Moskaus Bürgermeister 613 Drohnen in Richtung der russischen Hauptstadt gestartet. Die meisten von ihnen hätten abgeschossen werden können, erklärte Bürgermeister Sergej Sobjanin im Onlinedienst Telegram. In Moskau findet derzeit ein zweitägiger Russland-Afrika-Gipfel statt, an dem nach Angaben des Kreml die Staatenlenker von 22 afrikanischen Ländern teilnehmen.

+++ 07:45 Russland nutzt Waffenruhe offenbar, um Truppen zu verlegen +++

Russland nutzt die Waffenruhe um Oleschky in der Region Cherson aus, um seine Einheiten zu verlegen, warnt derukrainische Oberleutnant und Blogger mit dem Rufnamen "Alex" auf seinem Telegram-Kanal. Demnach verlege Russland seine Drohnenmannschaft und die gesamte dazugehörige Infrastruktur näher an den Fluss Dnipro. Dadurch könne die russische Armee mit taktischen Waffensystemen tiefer in dem von der Ukraine kontrollierte Gebiet am rechten Dnipro-Ufer angreifen. "Die Situation wird sich nach Ablauf des Waffenstillstands eindeutig verschärfen. Die Lage unserer Truppen könnte sich verschlechtern, und die Bewegung von feindlichen Landungsgruppen über den Dnipro ist nicht auszuschließen", so "Alex".

+++ 07:24 Studie: Deutsche Politik war vor Landtagswahlen Ziel russischer Einflusskampagnen +++

Russland hat vor den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern Hunderten Videos und Beiträgen in den sozialen Medien verbreitet, um Parteien und Kandidaten zu verunglimpfen. Zu dem Ergebnis kommt eine Studie des Centers für Monitoring, Analyse und Strategie (CeMAS). Nur AfD und BSW seien nicht diskreditiert worden, erklärt Julia Smirnova, eine der Studienautorinnen, der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ). Oft seien auch Narrative gestreut worden, die die Spaltung zwischen Ost und West verstärken sollten. Hintergrund ist die russische Einflusskampagne "Storm-1516", die dem russischen Militärgeheimdienst GRU zugerechnet wird. Die Studie stellt aber auch fest: Die Landtagswahlen seien durch diese und weitere Kampagnen nicht beeinflusst worden. Wählerentscheidungen und Wahlergebnisse liesen sich nicht als Folgen russischer Einflusskampagnen abtun. 

+++ 06:59 Erdogan will bei Wiederbelebung der Ukraine-Russland-Diplomatie helfen +++

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan ist bereit, sich an der Wiederaufnahme des "diplomatischen Prozesses zwischen der Ukraine und Russland" zur Beendigung des Krieges zu beteiligen. Das habe er dem US-Präsidenten Donald Trump telefonisch mitgeteilt, erklärt Erdogans Pressedienst auf X.

+++ 06:38 Pentagon-Aufsichtsbehörde will Starlink-Beschränkungen nicht untersuchen +++

Die unabhängige Aufsichtsbehörde des Pentagons lehnt es ab, die jüngsten Störungen des Satelliteninternetdienstes Starlink und Starshield in der Ukraine zu untersuchen, berichtet die US-Nachrichtenagentur AP. Eine parteiübergreifende Gruppe von US-Senatoren hatte eine solche Untersuchung gefordert. Sie zeigen sich nun besorgt, dass das Militär und sogar sein unabhängiger Generalinspektor zögern, den Einfluss von SpaceX-Chef Elon Musk auf die Verteidigungskommunikation anzugehen.

+++ 06:04 Heereschef von Deutschland: Müssen "noch schneller werden" +++

Der deutsche Generalleutnant Christian Freuding will nach umfangreichen Erkundungen an der Nato-Ostflanke mehr Tempo beim Aufbau der Bündnisverteidigung. Dabei nennt er zum Abschluss eines mehrtägigen Besuches in den drei baltischen Republiken auch logistische Vorstationierung von Waffen und Material sowie Bemühungen um die Durchhaltefähigkeit einer Bündnisverteidigung. "Wir haben alle die gemeinsame Überzeugung gewonnen, dass wir für den fight tonight noch schneller werden müssen, dass wir jeden Tag unsere Fähigkeiten verbessern müssen und dass wir nur so unserer großen Verantwortung gerecht werden können", sagt Freuding. "Fight Tonight" bezeichnet Einsatzkonzepte für die Reaktion auf einen überraschenden Angriff, den ein Gegner auch ohne umfangreich erkennbare Vorbereitungen starten kann. Militärplaner und Sicherheitsforscher beschäftigt die Frage, ob der russische Präsident Wladimir Putin einen solchen begrenzten Schlag gegen Nato-Gebiet beginnen könnte, gerade weil seine Truppen in der Ukraine kaum vorankommen.

+++ 05:35 Finnlands Außenministerin spricht mit Rubio über Ukraine +++

Finnlands Außenministerin Elina Valtonen trifft heute ihren US-Amtskollegen Marco Rubio in Washington, unter anderem um über den russischen Krieg in der Ukraine zu sprechen. Am Dienstag hatten der finnische Präsident Alexander Stubb und der norwegische Ministerpräsident Jonas Gahr Støre mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin telefoniert. Es war eines der wenigen direkten Gespräche europäischer Spitzenpolitiker mit ihm seit Beginn des Ukraine-Kriegs vor mehr als viereinhalb Jahren.

+++ 03:32 Uschakow: Sprechen mit USA über Aufhebung von Sanktionen gegen Investmentfonds +++

Russland führt nach Angaben aus dem russischen Präsidialamt Gespräche mit der Regierung von US-Präsident Donald Trump über eine Aufhebung der Sanktionen gegen seinen staatlichen Investmentfonds. Das sagt der außenpolitische Berater des Kreml, Juri Uschakow, laut russischen Nachrichtenagenturen. Der Chef des Russia Direct Investment Fund (RDIF), Kirill Dmitrijew, sei dabei sehr aktiv, so Uschakow. "Diese Gespräche laufen. Sie dauern schon eine Weile an. Ich weiß nicht, wie das Ergebnis aussehen wird." Die "New York Times" hatte berichtet, die Trump-Regierung erwäge eine Aufhebung der Sanktionen.

+++ 01:53 Moskau meldet massiven Drohnenangriff +++

Die Ukraine führt in der Nacht offenbar einen großen Drohnenangriff auf Moskau aus. Bürgermeister Sergej Sobajin spricht zunächst von 59 Drohnen, die innerhalb von 90 Minuten im Gebiet Moskau abgeschossen worden seien. Inzwischen ist von 121 Drohnen die Rede. Russland meldet nur abgefangene Drohnen, über mögliche Treffer gibt es keine Informationen. Die russische Luftfahrtbehörde hat den Betrieb auf den vier Flughäfen der Region zeitweise eingeschränkt.

+++ 23:24 Zwei mutmaßliche Saboteure Moskaus in Bayern verhaftet +++

Die Generalstaatsanwaltschaft München ermittelt gegen zwei Belarussen, die im Raum Nürnberg einen Sabotageanschlag geplant haben sollen. Nach Informationen des "Spiegel" hatten die Tatverdächtigen offenbar vor, in der Nähe einer Bahnstrecke und einer Stromtrasse Feuer zu legen. Die beiden Männer im Alter von 39 und 50 Jahren befinden sich bereits seit Anfang Oktober in Untersuchungshaft. Auch die rumänischen Sicherheitsbehörden ermitteln gegen die Belarussen: Sie sollen demnach in der Nacht zum 14. September an einem Brandanschlag auf einen Industriepark in der rumänischen Stadt Brașov beteiligt gewesen sein. Dort hat auch ein Rüstungsunternehmen Produktionsstätten. Nach Erkenntnissen des rumänischen Geheimdiensts SRI sollen die Beschuldigten einem von Russland gesteuerten Spionage- und Sabotagenetzwerk angehören.

+++ 22:05 US-Senator warnt Reedereien vor Diesel-Lieferung +++

Der demokratische US-Senator Richard Blumenthal richtet eine Warnung an die Reederei, die eine Ladung russischen Diesels in die Vereinigten Staaten transportiert: Kehrt um, sonst riskiert ihr einen Verstoß gegen das US-Sanktionsrecht. Die Forderung des Senators kommt wenige Tage, nachdem Reuters berichtet hatte, dass der unter maltesischer Flagge fahrende Tanker "Agioi Fanendes" mit 40.000 Tonnen russischem Diesel auf dem Weg nach New York sei - die erste Lieferung im Rahmen eines kürzlich von US-Präsident Donald Trump angekündigten Abkommens. Blumenthal verfasste einen Brief an Athanasios Martinos, den Geschäftsführer des Reedereiunternehmens Eastern Mediterranean Maritime Limited, und forderte ihn nachdrücklich auf, die Berichte zu bestätigen und das Schiff zurückzurufen. "Ich sende eine unmissverständliche Botschaft an Reedereien, deren Tanker illegalen russischen Diesel in unsere Häfen transportieren", erklärt Blumenthal in einer Social-Media-Nachricht, die dem Brief beigefügt war. "Kehrt um, solange noch Zeit ist."

+++ 21:35 Sjoerdsma: Russland will kulturelles Erbe der Ukraine auslöschen +++

Der niederländische Handelsminister Sjoerd Sjoerdsma fordert Europa nachdrücklich auf, sich für die Ukraine einzusetzen. "Lassen Sie mich ganz klar sagen: Dieser Krieg kann noch heute enden, wenn Russland beschließt, seine Aggression gegen die Ukraine einzustellen. Für die Niederlande ist dieses Szenario wirklich ganz eindeutig. Wenn man sieht, wie Russland Städte behandelt - nicht nur Kiew - und darauf abzielt, Ihr kulturelles Erbe auszulöschen, wird deutlich, was Moskaus Endziel ist, und das dürfen wir nicht zulassen", sagt er dem "Kiyv Independent". "Wir pflegen gerne Geschäftsbeziehungen mit der Ukraine und sehen derzeit keinen Grund, Geschäfte mit Russland zu machen. Nein, es kann also kein "Business as usual" mit Russland geben. Unser Ministerpräsident hat sich beim Europäischen Rat ganz klar dazu geäußert."

+++ 20:45 Minenräumung in Oleschky hat begonnen +++

Die Zugangsstraßen in die russisch besetzte südukrainische Frontstadt Oleschky werden für eine humanitäre Hilfsaktion von Minen geräumt. "Es ist gerade äußerst wichtig, die Sicherheit der Wege zu gewährleisten, damit die Menschen die Stadt verlassen können", schreibt die russische Menschenrechtsbeauftragte Jana Lantratowa bei Telegram. Sie bestätigt dabei noch einmal, dass die seit Dienstag geltende Waffenruhe zwischen russischen und ukrainischen Truppen an dem Frontabschnitt am Fluss Dnipro eingehalten wird. Zuvor hatte bereits ihr ukrainischer Kollege, Dmytro Lubinez, ebenfalls auf Telegram die Minenräumung und das Einhalten der Feuerpause bestätigt.

+++ 19:44 Bericht: Putin wünschte sich Melania Trump als Vermittlerin für Oleschky-Waffenruhe +++

Der russische Präsident Wladimir Putin habe sich "gewünscht", dass First Lady Melania Trump bei der Aushandlung eines Waffenstillstands in der von Russland besetzten Stadt Oleschky im Gebiet Cherson vermittelt, erklärt Marc Beckman, ihr leitender Berater dem "Kyiv Independent". "Präsident Putin wollte unbedingt, dass sie sich daran beteiligt, und verfasste zudem einen offiziellen Brief, in dem er erklärte, dass sie als exklusive Vermittlerin seitens Russlands anerkannt würde", sagt Beckman. Laut Beckman habe das russische Militär vorgeschlagen, den Waffenstillstand um zwei Tage vorzuverlegen und seinen geografischen Geltungsbereich über Oleschky hinaus auf andere Teile des Gebiets Cherson auszuweiten, um humanitäre Hilfslieferungen und Evakuierungsvorbereitungen zu erleichtern. Die Ukraine stimmte dem Vorschlag zu.

+++ 18:57 Putin mit Lob für Musk: "Er ist ein Genie" +++

Russlands Präsident Wladimir Putin zeigt sich begeistert von SpaceX-Gründer Elon Musk. "Ich möchte betonen, dass Elon Musk ein Genie ist, ein echtes Genie", sagt Putin bei einem Ausstellungsbesuch im Rahmen des Russland-Afrika-Gipfels in Moskau und lobte das riesige Satellitennetzwerk des Milliardärs. Moskau stehe in Weltraumfragen in engem Kontakt mit den USA. Der russische Staatschef fügt hinzu, dass Moskau "trotz aller politischen Probleme" in Weltraumfragen den Kontakt zu den "US-Partnern, darunter auch Herrn Musk", aufrechterhalte. "Auch unsere Roskosmos und andere Unternehmen arbeiten zusammen", so Putin.

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