Baden-WürttembergE-Auto-Bestand im Südwesten wächst weiter

Benziner und Diesel zusammen erstmals abgehängt: In Baden-Württemberg wurden bis September mehr reine E-Autos neu zugelassen.
Fellbach (dpa/lsw) - Die starke Nachfrage nach Elektroautos in Baden-Württemberg setzt sich fort. Von Januar bis einschließlich September 2026 wurden 90.905 reine Elektroautos (BEV) zugelassen, das war ein Plus von 53,2 Prozent zum Vorjahreszeitraum, wie das Statistische Landesamt in Fellbach mitteilte. Damit seien in diesem Zeitraum erstmals mehr reine E-Autos im Südwesten zugelassen als Benziner (52.228) und Diesel (37.853) zusammen. Hinzu kamen 123.542 neue Hybridfahrzeuge, sodass alternativ angetriebene Autos einen Anteil von 70 Prozent an allen Neuzulassungen ausmachten. Grund für die Entwicklung dürfte die E-Auto-Prämie des Bundes sein.
Anfang des Jahres waren im Land insgesamt 8.694.234 Fahrzeuge zugelassen. Das war ein Zuwachs von 0,4 Prozent oder rund 31.300 Einheiten. Den mit Abstand größten Teil des Bestandes machten mit 80,4 Prozent Personenkraftwagen aus, gefolgt von Krafträdern mit 9 Prozent sowie Lastkraftwagen mit einem Anteil von 5,4 Prozent, wie die Statistiker weiter mitteilten.
Während der Kraftfahrzeugbestand nur geringfügig wuchs, veränderte sich seine Zusammensetzung deutlich: So waren 2026 insgesamt ein Fünftel mehr elektrisch betriebene Fahrzeuge zugelassen als noch im Vorjahr. Der Bestand elektrisch betriebener Lastwagen legte um 27,8 Prozent auf 9.480 Fahrzeuge zu. Bei Omnibussen lag der Anstieg sogar bei 63,5 Prozent auf 466 Fahrzeuge, Zugmaschinen legten um 52,3 Prozent und Krafträder um 7,6 Prozent zu. Den größten Teil machten auch hier die Personenkraftwagen aus - reine E-Autos stiegen um 20,1 Prozent auf 322.060 Fahrzeuge an, wie das Statistische Landesamt weiter berichtete.