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BayernPolitisches Kabarett im Wirtshaus - "Schlachthof" wird 30

16.09.2026, 15:17 Uhr
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Der kabarettistische Fernsehstammtisch feiert mit einer Jubiläumsshow seinen runden Geburtstag. Neben prominenten Gästen aus der Kabarett-Szene sitzt ein ganz besonderer Ehren-Gast.

München (dpa/lby) - Ein zünftiges Wirtshaus, zwanglose Gespräche am Stammtisch - und die Kabarett-Sendung "Ottis Schlachthof" war geboren. Auch drei Jahrzehnte später kommentiert eine scharfzüngige Runde im "Schlachthof" regelmäßig die aktuellen Themen aus Politik und Gesellschaft. Zum 30. Geburtstag sendet der Bayerische Rundfunk (BR) deshalb am Donnerstagabend eine Jubiläumsshow.

Prominente Gäste aus der bayerischen Kabarett-Szene

Die Sendung zählt längst zu den Kabarett-Klassikern im deutschen Fernsehen. Aus der Wiege gehoben hatte sie Ottfried "Otti" Fischer, der in der Jubiläumssendung erst warmherzig begrüßt wird und im Publikum Platz nimmt. Hatte er anfangs noch Laien zu Gast, entwickelte sich das Wirtshaus schnell zur Bühne für die Kabarett-Szene.

Seit 2013 wird die Kult-Sendung von Michael Altinger und Christian Springer geprägt. In der 90-minütigen Jubiläumssendung blicken die beiden Moderatoren - in Smoking gewandet und erstmals von einer Band begleitet - auf die Geschichte des beliebten Formats zurück, das noch immer im real existierenden "Wirtshaus im Schlachthof" in München aufgezeichnet wird.

Bekannte Gesichter und kontroverse Themen

Am Tresen sitzen viele bekannte Gesichter der bayerischen Kabarett-Szene, etwa Luise Kinseher, Günter Grünwald, Alfred Dorfer, Constanze Lindner, Maxi Schafroth und Berni Wagner. Zu sehen sind auch Teresa Reichl als "Zwischenruferin" und Martin Frank, der als "Archivar" so manche Anekdote aus den letzten Jahren bereithält.

Dabei geht es wie gewohnt zugespitzt und pointiert um Themen, die Politik und Gesellschaft bewegen - ob Klimawandel, das Wahlergebnis der AfD in Sachsen-Anhalt oder die Bundesregierung. Dass die Themen, die es zu besprechen gibt, im "Schlachthof" nicht so schnell ausgehen werden, darüber ist man sich am Tresen einig.

"Die Zeiten sind herausfordernd für die Gesellschaft, für alle Menschen im Land, und da immer wieder den Spiegel vorgehalten zu bekommen und eine Sendung zu haben, die ins Denken bringt, ist in diesen Tagen so wichtig wie nie", sagt Björn Wilhelm, Programmdirektor Kultur beim BR. Dem Bayerischen Rundfunk zufolge erreicht die Sendung im Fernsehen regelmäßig bis zu 500.000 Zuschauerinnen und Zuschauer.

Quelle: dpa

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