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Hamburg & Schleswig-HolsteinRüstungsindustrie im Norden: Günther betont ihre Bedeutung

23.10.2026, 15:18 Uhr
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Für die knapp 50 Beschäftigten in Flensburg könnte sich der Wechsel des Tarifvertrags deutlich im Geldbeutel bemerkbar machen. Wie viel mehr steht ihnen bevor – und was steckt dahinter?

Flensburg (dpa/lno) - Ministerpräsident Daniel Günther hat bei einem Besuch der Flensburger Rheinmetall-Niederlassung die Bedeutung der Rüstungsindustrie für den Norden betont. "Für uns in Schleswig-Holstein gehörte die wehrtechnische Industrie nie zu den Nischenindustrien, über die man sich möglichst wenig unterhalten hat", sagte der CDU-Politiker. Heute spüre das Land durch den direkten Zugang zur Ostsee die gegenwärtigen Bedrohungen am allerersten. Es seien Unternehmen wie Rheinmetall notwendig, um den Frieden zu erhalten.

Rheinmetall Landsysteme setzt in dem Werk am Flensburger Hafen militärische Fahrzeuge wie Militärtrucks und Bergepanzer vom Typ Büffel instand. Außerdem sind die knapp 50 Mitarbeitenden mit der Modernisierung und Montage von Fahrzeugen und Baugruppen beschäftigt. Die Arbeiten finden auf rund 4.400 Quadratmetern Produktionsfläche in acht Werkshallen statt.

Rund zwei Dutzend Fahrzeuge würden pro Jahr instand gesetzt, sagte der Betriebsratsvorsitzende Ralf Siebler. Seine Kollegen und ihn will das Unternehmen bald nach dem Metall- und Elektrotarif bezahlen. Der Wechsel vom Handwerkstarif bedeute im Jahr 25 bis 30 Prozent mehr für die Beschäftigten, sagte der 1. Bevollmächtigte der IG Metall, Michael Schmidt.

Standort

Rheinmetall-Arbeitsdirektor Thomas Zabarowski bezeichnete den Flensburger Standort als klein und fein. Er sei wichtig, weil dort Dinge gemacht würden, die an den großen Standorten so nicht möglich seien. Schleswig-Holstein sei das einzige Bundesland mit zwei Standorten des Unternehmens. Insgesamt beschäftigt der Rüstungskonzern in Schleswig-Holstein rund 1.450 Menschen, davon etwa 1.125 in Kiel.

Das Team in Flensburg bearbeitet nach Unternehmensangaben die Bearbeitung von Aufträgen im Bereich von Neubeschaffungsprojekten der Bundeswehr. Der Standort gehört seit 2020 Rheinmetall.

Quelle: dpa

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