Hamburg & Schleswig-HolsteinVerdi ruft zu weiterem Warnstreik im Nahverkehr auf

Kurz vor der dritten Verhandlungsrunde ruft Verdi die Beschäftigten im Nahverkehr in Schleswig-Holstein erneut zum Warnstreik auf. Was die Gewerkschaft fordert.
Kiel (dpa/lno) - Vor Beginn der dritten Verhandlungsrunde am kommenden Dienstag hat die Gewerkschaft Verdi die rund 1.800 Beschäftigten des öffentlichen Nahverkehrs in Schleswig-Holstein zu einem Warnstreik aufgerufen. Die Arbeitsniederlegung beginne am Montag mit dem jeweiligen Betriebsbeginn und endet mit Betriebsende, teilte die Gewerkschaft mit. Erst vergangene Woche hatte es einen zweitägigen Warnstreik aufgrund der gescheiterten zweiten Verhandlungsrunde gegeben.
"Nachdem die zweite Verhandlungsrunde mit einem unakzeptablen Angebot der Arbeitgeberseite geendet ist und auch die öffentlichen Statements der Verhandlungsführung nicht erkennen lassen, dass es ohne entsprechenden Druck Bewegung geben wird, senden wir mit dem eintägigen Warnstreik unmittelbar vor den Verhandlungen ein deutliches Signal", sagte der Verdi-Verhandlungsführer Sascha Bähring.
Betroffen seien die öffentlichen Busunternehmen in Kiel, Lübeck, Flensburg und Neumünster. Für den Tarifbereich fordert die Gewerkschaft nach eigenen Angaben eine Erhöhung der Entgelte um 6,5 Prozent für alle Beschäftigten, bei einer Laufzeit von 12 Monaten. Für Gewerkschaftsmitglieder will Verdi eine Vorteilsregelung in Höhe von 650 Euro jährlich. Die Tarifverhandlungen werden am 22. September in Kiel mit der dritten Verhandlungsrunde fortgesetzt.