Mecklenburg-VorpommernLehrer aus der Rente holen? Bildung eröffnet TV-Debatte

In der Bildungspolitik können die Bundesländer viel gestalten - entsprechend viele Vorschläge haben die Spitzenkandidaten in der TV-Runde des NDR.
Schwerin (dpa/mv) - Hohe Schulabbrecher-Raten, Lehrermangel und zu viel Stundenausfall in Mecklenburg-Vorpommern: Mit dem Streitthema Bildung startete die TV-Runde im NDR mit den Spitzenkandidaten von Linken, CDU, Grünen und BSW.
Der CDU-Landesvorsitzende Daniel Peters schlug vor, pensionierte Lehrkräfte zurück in die Schulen zu holen. Außerdem sollten die Lehrer weniger unterrichten müssen - so soll der Beruf attraktiver werden, sagte er. Gymnasien, Regionale Schulen und Förderschulen sollten erhalten bleiben.
BSW für einheitliche Lehrpläne bundesweit
Die Grünen-Kandidatin Claudia Müller plädierte für ein Stipendienprogramm, um mehr Studierende für Fächer mit besonders hohem Personalbedarf zu begeistern. Der BSW-Spitzenkandidat Peter Schabbel forderte, den Schulen mehr Freiheiten zu lassen. Außerdem sollten die Lehrpläne und Schulbücher aus seiner Sicht bundesweit einheitlich werden.
Die aktuelle Bildungsministerin Simone Oldenburg, zugleich Spitzenkandidatin ihrer Partei für die Landtagswahl, sagte, das Land MV beschäftige bereits 300 Lehrer im Rentenalter. Die älteste sei 80 Jahre und arbeite Vollzeit, sagte sie. Oldenburg sagte weiter, die Abbrecherquoten von Lehramtsstudierenden müssten sinken. Deshalb habe ihre Regierung das Studium reformiert.
Gewählt wird in Mecklenburg-Vorpommern am 20. September. Einen Tag nach der TV-Runde der Spitzenkandidaten der vier Parteien Die Linke, CDU, Grüne und BSW treten in einem Duell beim NDR Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) und ihr Herausforderer Leif-Erik Holm von der AfD vor die Kameras.