Nordrhein-WestfalenBundesweiter Auto-Aktionstag: Demo auch in Düsseldorf

Die Autobranche steht für viele gut bezahlte Jobs. Doch die IG Metall warnt vor immer neuen Einschnitten. Bundesweit haben sich Beschäftigte jetzt für den Erhalt "guter Arbeitsplätze" starkgemacht.
Düsseldorf (dpa/lnw) - Am bundesweiten Auto-Aktionstag der IG Metall haben auch in Nordrhein-Westfalen zahlreiche Beschäftigte teilgenommen. In Düsseldorf forderten Hunderte Beschäftigte des Mercedes-Sprinterwerks bei einer Demonstration den Erhalt ihrer Arbeitsplätze. Die Gewerkschaft schätzte die Zahl der Teilnehmenden auf 1.300. In insgesamt rund 60 Betrieben vor allem aus der NRW-Zuliefererindustrie waren laut IG Metall Aktionen geplant gewesen.
Der Aktionstag stand unter der Überschrift "Zukunft statt Kahlschlag - Zusammenhalt ist unsere stärkste Marke". Aktionen gab es bundesweit an rund 280 Orten. Geplant waren etwa interne Betriebsversammlungen, aktive Mittagspausen, Sternmärsche und öffentliche Kundgebungen. Die Gewerkschaft schätzte, dass bundesweit rund 175.000 Menschen an den Aktionen teilnahmen.
IG Metall: NRW braucht starke industrielle Basis
"Gerade Nordrhein-Westfalen braucht eine starke industrielle Basis", hieß es in einer Mitteilung der IG Metall Düsseldorf-Neuss. Die Zulieferindustrie, die Metall- und Elektroindustrie sowie die mit ihnen verbundenen Branchen sicherten Wohlstand, gute Arbeit und Perspektiven für ganze Regionen. "Deshalb fordern wir Investitionen in zukunftsfähige Produkte, Forschung und Entwicklung, Qualifizierung der Beschäftigten und sichere Standorte." Notwendig seien Zukunftsstrategien statt kurzfristiger Sparprogramme. "Die Beschäftigten sind bereit, den Wandel mitzugestalten", betonte die Gewerkschaft.