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Sachsen-AnhaltTrotz Trockenheit und Gewittern: Gutes Bienenjahr 2026

15.09.2026, 04:05 Uhr
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Insgesamt sind die Imkerinnen und Imker in Sachsen-Anhalt in diesem Jahr zufrieden. Wetterextreme sorgen jedoch für unterschiedlich gute Erträge.

Magdeburg (dpa/sa) - Wie viel Nektar Bienen in Sachsen-Anhalt in diesem Jahr gefunden haben, war laut Imkerverband stark von der Region abhängig, in der die Tiere gesammelt haben. "Die Niederschläge waren ungleichmäßig verteilt, was sich entsprechend auf das Nektarangebot ausgewirkt hat", sagte der Verbandsvorsitzende Paul Schenk. Insgesamt sei das Bienenjahr 2026 landesweit jedoch "durchschnittlich gut" ausgefallen, so sein Resümee.

Hierzulande hätten die Bienen vor allem den Nektar der Raps-, Robinien- und Lindenblüten im Angebot. "Daneben können je nach Region auch Obstbäume, Ahorn, Kastanien, Phacelia und Sonnenblumen wesentliche Mengen an Nektar liefern", ergänzte Schenk. Das Bienenjahr endet mit der letzten Honigernte und den Vorbereitungen für den Winter.

Robinie: Wenige Kilometer machten einen Unterschied

Die Imkerinnen und Imker seien mit starken Völkern in die Saison gestartet. Das milde Frühjahr habe dann in vielen Regionen eine gute Ernte von Rapshonig erbracht, so Schenk.

Ab Juni wechselten sich dann allerdings Schauer und Gewitter mit längeren trockenen Phasen ab. Starke Niederschläge hätten vor allem die Robinienblüten teils so schwer geschädigt, dass es zu Totalausfällen bei der Honigernte kam. "Manchmal lagen lediglich 20 Kilometer zwischen keiner und einer sehr guten Robinienhonigernte - je nachdem, wo ein Gewitter seinen Schwerpunkt hatte", erklärte Schenk.

Sorge wegen zunehmender Trockenheit

Auch Lindenhonig konnten einige Imkerinnen und Imker nicht so üppig ernten, wie es in anderen Jahren der Fall war, hieß es. Dort, wo die Bäume über ihre Wurzeln kein Wasser bekamen, weil es zu trocken war, seien Einbußen verzeichnet worden, so Schenk.

Und auch unabhängig von den Honigarten bereite die zunehmende Trockenheit den Imkerinnen und Imkern des Landes Sorgen, sagte Schenk. "Ohne Regen gibt es kein pflanzenverfügbares Wasser, ohne pflanzenverfügbares Wasser gibt es keinen Nektar und ohne Nektar gibt es keinen Honig."

Quelle: dpa

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