Der Börsen-Tag
29. Oktober 2026
imageHeute mit Juliane Kipper und Diana Dittmer
Zum Archiv
17:53 Uhr

Rally nach EZB-Entscheid - Dax wieder über 26.000 Punkten

Der deutsche Leitindex hat seinen jüngsten Erholungskurs beschleunigt fortgesetzt. Der Dax stieg über die Marke von 26.000 Punkten und erreichte das Niveau von Anfang September. Am Ende stand ein Plus von 1,3 Prozent auf 26.039 Zähler zu Buche. Der MDax der mittelgroßen Unternehmen gewann 1,2 Prozent auf 30.798 Zähler.

Rückenwind kam von den Notenbanken. Nach der Fed ließ auch die EZB ihre Leitzinsen unverändert. Die EZB beließ den Satz wie erwartet bei 2,5 Prozent - von den Märkten als "dovish" gewertet - .also als Signal für eine eher lockere Geldpolitik und vorerst keine weiteren Zinserhöhungen.

"Die Bullen sind zurück auf dem Parkett", kommentierte Andreas Lipkow von CMC Markets. Die laufende Berichtssaison liefere bislang überwiegend positive Signale. Einzelne Enttäuschungen würden gelassen aufgenommen und könnten die freundliche Grundstimmung kaum beeinträchtigen.

Jens-Oliver Niklasch von der LBBW ergänzte, die EZB-Entscheidung sei nachvollziehbar. Trotz der hohen Inflation könne man abwarten, zumal wichtige Konjunkturdaten und die US-Zwischenwahlen anstünden. Eine Erhöhung jetzt hätte wegen der Turbulenzen in Frankreich nur zusätzliche Unruhe gebracht.

Am Vormittag hatte die Europäische Zentralbank bekannt gegeben, dass Christine Lagarde am 7. Februar 2027 vorzeitig als Präsidentin abtritt. Dies ermöglicht es dem scheidenden französischen Präsidenten Emmanuel Macron, noch vor der Wahl in Frankreich im April 2027 die Neubesetzung eines der wichtigsten Spitzenposten in Europa zu klären. 

Hintergrund sind Sorgen, dass eurokritische Rechtspopulisten um Marine Le Pen die Wahlen in der zweitgrößten Euro-Volkswirtschaft gewinnen könnten, was die Neubesetzung der EZB-Spitze erschweren könnte.

Die nächste Bewährungsprobe steht schon am Abend an: Mit Amazon und Intel legen zwei Schwergewichte der US-Tech-Branche ihre Zahlen vor.

Die größten Gewinner im Dax waren Adidas mit plus 5,2 Prozent, Rheinmetall mit plus 4,3 Prozent und Deutsche Bank mit plus 4,0 Prozent. Die Schlusslichter bildeten Vonovia mit minus 3,6 Prozent, SAP mit minus 1,2 Prozent und GEA Group mit 0,3 Prozent.

Das war der Börsen-Tag am Donnerstag. Wir wünschen einen erholsamen Feierabend!

Rally nach EZB-Entscheid - Dax wieder über 26.000 Punkten
17:09 Uhr

ntv-Finanzexpertin Wohlfeil: Ausgerechnet der E-Auto-Erfolg wird zum Problem für VW

Volkswagen meldet fast sechs Milliarden Euro Quartalsverlust. Doch dahinter steckt mehr als die milliardenschwere Porsche-Abschreibung. Ausgerechnet der Erfolg mit Elektroautos belastet die Gewinne. ntv-Finanzexpertin Corinna Wohlfeil erklärt, wie ernst die Lage ist.

ntv-Finanzexpertin Wohlfeil: Ausgerechnet der E-Auto-Erfolg wird zum Problem für VW
16:59 Uhr

Warum wieder kein Deutscher EZB-Chef wird

Christine Lagarde will ihren Posten an der Spitze der Europäischen Zentralbank im Februar 2027 vorzeitig räumen. Damit beginnt das Rennen um ihre Nachfolge. Doch warum dürfte Deutschland erneut leer ausgehen? ntv-Finanzexperte Raimund Brichta sieht dafür einen entscheidenden Grund.

Warum wieder kein Deutscher EZB-Chef wird
16:31 Uhr

Software-Crash an der Wall Street: Servicenow und Fortinet kollabieren

Enttäuschende Geschäftszahlen von Fortinet und ServiceNow haben Software-Aktien an der Wall Street auf Talfahrt geschickt. Die Papiere von Fortinet brachen um 26 Prozent ein. Der Spezialist für Cybersecurity und Netzwerksicherheit verzeichnete im Quartal ein verlangsamtes Umsatzwachstum und senkte seine Prognose für die jährlichen Serviceumsätze. Aktien des IT-Dienstleisters ServiceNow verloren 23 Prozent. Ein Gewinnrückgang im dritten Quartal überschattete die Anhebung der Prognosen für die Abonnementumsätze und die Cashflow-Marge für das Gesamtjahr. Im Sog dessen fielen Aktien von Salesforce um vier Prozent, Titel von Palo Alto Networks gaben um 1,8 Prozent nach, Atlassian verloren sechs Prozent und Zscaler 1,1 Prozent. Der Branchenindex hat in diesem Jahr mit einem Plus von fünf Prozent nicht einmal halb so stark zugelegt wie der breiter gefasste S&P 500.

Software-Crash an der Wall Street: Servicenow und Fortinet kollabieren
16:08 Uhr

"Qualität statt Quantität": Renault-Aktie vor größtem Tagesplus seit 2022

Anleger haben nach einem überraschenden Umsatzanstieg von Renault bei den Aktien des Autoherstellers zugegriffen. Die in Paris notierten Papiere legten um rund acht Prozent zu und steuerten damit auf den größten Tagesgewinn seit 2022 zu. Das Geschäft von Renault sei in diesem Jahr im Vergleich zur Konkurrenz "viel besser als erwartet" gelaufen, schrieben die Analysten von Citi in einer Studie. Der Fokus auf Qualität statt Quantität, ein starker Absatz im Privatkundengeschäft und die Kostenkontrolle hätten dazu beigetragen. "Wir glauben, dass Renault auf dieser Basis weiterhin gute Ergebnisse erzielen wird", hieß es weiter.

"Qualität statt Quantität": Renault-Aktie vor größtem Tagesplus seit 2022
15:58 Uhr

Flucht aus Tech - KI-Sorgen drücken US-Renditen

Die Nervosität um den KI-Boom drückt die Renditen am US-Anleihemarkt. US-Staatsanleihen sind erneut als sicherer Hafen gefragt.

Zwischendurch sah es anders aus: Nach der Ankündigung von Microsoft, erstmals seit 2017 wieder eine milliardenschwere Anleihe zu begeben, zogen die Renditen kurz an. Der Anstieg hielt aber nicht - sie drehten schnell wieder ins Minus. Die 10-jährige US-Rendite liegt zuletzt bei 4,982 Prozent, nach 5,044 Prozent.

Hintergrund ist der aktuelle Gleichlauf mit Tech-Aktien: Läuft es bei KI gut, steigen Tech-Aktien und Renditen gemeinsam. Kippt die Stimmung - wie heute nach den enttäuschenden Zahlen von Alphabet - passiert das Gegenteil: Anleger verkaufen Tech und flüchten in sichere Staatsanleihen. Die hohe Nachfrage treibt die Anleihekurse nach oben, die Renditen fallen.

Flucht aus Tech - KI-Sorgen drücken US-Renditen
15:26 Uhr

Rekordinflation bei Rindfleisch frisst Burger-King-Gewinne

Teures Rindfleisch verhagelt Burger King die Bilanz. Die Inflation bei Rindfleisch belaste die Rentabilität der Franchisenehmer, sagte Finanzvorstand Sami Siddiqui auf der Telefonkonferenz zu den Quartalszahlen. 

Die Folge: Trotz eines Anstiegs der Umsätze auf vergleichbarer Fläche in den USA um 8,4 Prozent muss die Kette ihren Zeitplan für Filial-Renovierungen nach hinten schieben.

Finanzchef Sami Siddiqui spricht von klarem Gegenwind für die Profitabilität des Systems. Aber er sieht Licht am Ende des Tunnels. Die Preise würden sich allmählich entspannen, für nächstes Jahr wird noch mehr Entlastung erwartet. Der Mutterkonzern von Burger King ist Restaurant Brands (QSR).

Rekordinflation bei Rindfleisch frisst Burger-King-Gewinne
14:58 Uhr

Google-Mutter schockt mit KI-Kosten - Nasdaq bricht ein

Die KI-Euphorie bekommt den nächsten Dämpfer - und reißt die Wall Street mit nach unten.

Alphabet hat die Anleger mit seinem wichtigsten Geschäft enttäuscht: Die Werbeerlöse aus dem Kerngeschäft Google-Suche blieben hinter den Erwartungen zurück. Grund: Nutzer weichen immer häufiger auf den neuen "KI-Modus" aus, der kaum Anzeigen ausspielt und damit deutlich weniger profitabel ist als die klassische Suche. Zudem verbrannte die Google-Mutter schneller Barmittel als von der Wall Street erwartet.

Die Reaktion ist heftig: Die Alphabet-Aktie bricht um über 13,0 Prozent ein und vernichtet hunderte Milliarden an Marktwert.

Das schlägt auf die ganze Tech-Börse durch: Der Nasdaq Composite liegt bei 26.146 Punkten. Das entspricht einem Minus von 403 Zählern oder 1,52 Prozent. Der Nasdaq 100 verliert 1,57 Prozent auf 29.345 Punkte. Auch der S&P 500 gibt um 0,41 Prozent auf 7711 Punkte nach.*

Gestern hatte der Nasdaq noch bei 26.549 Punkten leicht im Plus geschlossen - die US-Notenbank Fed hatte den Leitzins unverändert gelassen. Die Alphabet-Zahlen drehen die Stimmung heute komplett.

Google-Mutter schockt mit KI-Kosten - Nasdaq bricht ein
14:43 Uhr

Dax gibt Gas nach EZB-Zinsentscheid

Der Dax zieht wieder deutlicher an und legt aktuell um 1,4 Prozent zu auf 26.066 Punkte.

Die Entscheidung der EZB sei nachvollziehbar, so Jens-Oliver Niklasch von der LBBW. In der aktuellen Situation könne sie ungeachtet der hohen Inflation auch einmal abwarten, da in den kommenden Tagen erst weitere wichtige Wirtschaftsdaten erwartet würden. Vielleicht spiele auch der Termin der Zwischenwahlen in den USA eine Rolle. Man könne sich vorstellen, dass deren Ergebnisse auch das Lagebild an den Finanzmärkten beeinflussen könnten.

Außerdem hätte eine Zinserhöhung zum jetzigen Zeitpunkt zusätzliche Unruhe an den Märkten streuen können, die aktuell durch die Turbulenzen in Frankreich unter Stress stünden, so Niklasch. Er weist darauf hin, dass im Dezember Projektionen zu Inflation und Wirtschaftswachstum im Euroraum anstünden. Das sei immer ein guter Moment für eine Zinsanpassung, in diesem Fall also für eine Erhöhung.

Dax gibt Gas nach EZB-Zinsentscheid
14:37 Uhr

Starkes US-BIP -"eine fantastische Entwicklung, aber keine fantastische Welt"

Trotz des Iran-Kriegs ist die US-Wirtschaft im Sommer überraschend kräftig gewachsen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) kletterte im dritten Quartal aufs Jahr hochgerechnet um 3,4 Prozent, wie das US-Handelsministerium in einer ersten Schätzung mitteilte.

Ökonomen hatten für Juli bis September mit 3,2 Prozent gerechnet, nach plus 2,2 Prozent im Frühjahr. "Die US-Wirtschaft bleibt trotz aller Widrigkeiten auf robustem Wachstumskurs", sagte Bastian Hepperle von der Bank Bethmann HAL. "Das ist eine fantastische Entwicklung, aber keine fantastische Welt." Denn Künstliche Intelligenz sei ein Wachstumsbooster, der perspektivisch an Schubkraft verliere. "Auch ist die Konsum-Story keine unendliche Geschichte."

Starkes US-BIP -"eine fantastische Entwicklung, aber keine fantastische Welt"
14:17 Uhr

EZB hält Leitzinsen konstant

Die Europäische Zentralbank (EZB) verzichtet trotz stark gestiegener Inflation vorerst auf eine weitere Zinserhöhung. Der für Banken und Sparer wichtige Einlagenzins bleibt bei 2,5 Prozent. Das hat der EZB-Rat bei seiner Sitzung in Frankfurt entschieden.

EZB hält Leitzinsen konstant
14:02 Uhr

Microsoft bereitet erste Anleiheemission seit 2017 vor

Der Technologiekonzern Microsoft will heute neue Anleihen im Wert von mindestens 25 Milliarden US-Dollar begeben, wie Investoren berichten. Damit schließt sich das Unternehmen schließlich seinen Wettbewerbern an, um den Ausbau ihrer KI mit Fremdkapital finanzieren.

Während andere sogenannte Hyperscaler wie Alphabet, Amazon und Meta seit etwa einem Jahr wiederholt mit riesigen Anleihegeschäften an den Markt drängen, hatte sich Microsoft - mit seiner makellosen Triple-A-Bonitätsbewertung - bisher zurückgehalten. Das Unternehmen hatte zuletzt im Jahr 2017 Anleihen begeben.

Der Anleiheverkauf erfolgt, nachdem das Unternehmen nach dem Börsenschluss am Vortag besser als erwartet ausgefallene Ergebnisse vorgelegt hatte, was die Aktie im nachbörslichen Handel steigen ließ. Dies ist der erste Anleiheverkauf eines Hyperscalers seit August, als Alphabet ein Geschäft über 25 Milliarden Dollar abschloss.

Microsoft bereitet erste Anleiheemission seit 2017 vor
13:40 Uhr

F-35-Raketen aus Japan - USA rüsten sich für China-Konflikt

Die USA und Japan bauen gemeinsam Raketen - eine Reaktion auf knappe Bestände nach den Konflikten in der Ukraine und im Nahen Osten. Beide Länder haben sich darauf geeinigt, in Japan eine Anlage für die Endmontage und Inspektion von Amraam-Luft-Luft-Raketen zu errichten, einer zentralen Bewaffnung für F-35-Kampfjets. Zudem soll der Austausch technischer Informationen die Produktion von SM-3-Abfangraketen hochfahren.

*Der japanische Verteidigungsminister Shinjiro Koizumi sprach von einem* "wegweisenden Abkommen, das nicht nur die Beschaffung von Ausrüstung sicherstellt, die von Japan und den Vereinigten Staaten benötigt wird, sondern auch die verteidigungsindustrielle Basis Japans stärkt". Man werde das Bündnis "auf noch größere Höhen heben".

Hintergrund ist der Aufrüstungsdruck: Washington will seine Präzisionsmunition rasch ausweiten, weil schwindende Lager die Fähigkeit beeinträchtigen könnten, Verbündete in Asien zu verteidigen. China hat derweil ein eigenes Arsenal fortschrittlicher Raketen aufgebaut. Ein ähnliches Modell läuft bereits in Australien, wo Lockheed Martin Munition für Raketenwerfer montiert. Für die US-Rüstungskonzerne bedeutet der Schritt kürzere Versorgungswege zu potenziellen Krisenherden rund um Taiwan und das Südchinesische Meer.

F-35-Raketen aus Japan - USA rüsten sich für China-Konflikt
12:59 Uhr

Krebsmittel Keytruda beflügelt: Merck hängt die Latte höher

Der US-Pharmakonzern Merck & Co. hat dank einer starken Nachfrage nach seinem Krebs-Blockbuster Keytruda die Erwartungen übertroffen und die Jahresprognose angehoben. Im dritten Quartal kletterte der Umsatz auf 18,1 Milliarden Dollar - Analysten hatten nur mit 17,3 Milliarden gerechnet. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 2,49 Dollar statt erwarteter 2,08 Dollar.

Treibende Kraft war erneut Keytruda mit einem Plus von sechs Prozent auf 8,6 Miliarden Dollar. Auch der HPV-Impfstoff Gardasil verkaufte sich mit knapp zwei Milliarden Dollar besser als erwartet. Für das Gesamtjahr peilt Merck nun 66,8 bis 67,3 Milliarden Dollar Umsatz und 2,77 bis 2,82 Dollar Gewinn je Aktie an. Der Konzern steht unter Druck zu diversifizieren, da der Patentschutz für Keytruda ab 2028 ausläuft.

Krebsmittel Keytruda beflügelt: Merck hängt die Latte höher
12:42 Uhr

Lagarde kündigt vorzeitigen Rückzug an - Wer rückt an der EZB-Spitze nach?

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Christine Lagarde ist seit dem 1. November 2019 an der Spitze der EZB - ihre reguläre achtjährige Amtszeit wäre bis Ende Oktober 2027 gelaufen.

EZB-Präsidentin Christine Lagarde gibt ihren Posten vorzeitig am 1. Februar 2027 ab - regulär läuft ihre Amtszeit bis Oktober 2027. Die 70-Jährige steht seit Langem als Wechselkandidatin zum Weltwirtschaftsforum im Raum. Ihr Rückzug gebe den EU-Staatschefs die Chance, die Nachfolge noch vor der französischen Präsidentenwahl zu klären.

Die ersten Reaktionen aus der Ökonomen-Zunft fallen unterschiedlich aus.

Für Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank, ist damit auch das Thema der heutigen EZB-Pressekonferenz gesetzt: "Es wird um die Hintergründe des Rücktritts und die Nachfolge gehen." Er sieht gute Chancen für den Spanier Pablo Hernández de Cos und den Niederländer Klaas Knot. Würde die Wahl tatsächlich auf de Cos fallen, so Gitzel, "bekäme die EZB einen Vorsitzenden, der in der Vergangenheit mit taubenhaften Tönen auffiel". Einen Kurswechsel erwartet er dennoch nicht - de Cos werde wie Lagarde "einen geldpolitischen Mittelweg einschlagen".

Deutlich kritischer äußert sich Andreas Bley, Chefökonom des BVR. Der Rücktritt beende zwar monatelange Spekulationen, komme aber "zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt". Bley mahnt: "Gerade jetzt braucht die EZB einen glaubwürdigen und verlässlichen geldpolitischen Kurs."

Gelassener bewertet es Holger Schmieding, Chefökonom der Berenberg Bank. Dass Lagarde vorzeitig gehe, "ist keine Überraschung und ändert unseres Erachtens nichts an den Aussichten für die Geldpolitik". Überrascht habe lediglich der Zeitpunkt der Ankündigung, so Schmieding.

Auch aus der Politik kommen erste Worte. Bundesfinanzminister Lars Klingbeil erklärte: "Christine Lagarde hat die Europäische Zentralbank in schwierigen Zeiten geführt." Die EZB habe unter ihrer Führung den Euro stabil gehalten. Er habe "großen Respekt vor ihrer Arbeit" und danke ihr persönlich und im Namen der Bundesregierung.

Lagarde steht seit dem 1. November 2019 an der Spitze der EZB. Über die Nachfolge entscheiden die EU-Staats- und Regierungschefs. Üblich ist: Die Euro-Finanzminister geben eine Empfehlung ab, EZB-Rat und EU-Parlament werden angehört, der Europäische Rat ernennt dann mit qualifizierter Mehrheit. Erwartet wird, dass das anstehende Personalpaket mit drei freien Posten im Direktorium 2027 im Paket geschnürt wird - spätestens auf dem EU-Gipfel Mitte Dezember.

Lagarde kündigt vorzeitigen Rückzug an - Wer rückt an der EZB-Spitze nach?
12:28 Uhr

Bristol Myers mit Licht und Schatten: Umsatz hoch, Gewinnziel runter

Bristol Myers Squibb liefert ein gemischtes Bild. Im dritten Quartal übertraf der US-Pharmakonzern mit 13,1 Milliarde Dollar Umsatz und 1,35 Dollar Gewinn je Aktie die Erwartungen. Neue Medikamente beflügelten das Wachstum um zwölf Prozent - angetrieben von Breyanzi und Reblozyl. Die neue Spritze Qvantig verdreifachte fast ihren Absatz.

Gleichzeitig schrumpfte aber der alte Krebs-Blockbuster Opdivo um sechs Prozent auf 2,37 Millarden Dollar. Für das Gesamtjahr hebt Bristol zwar die Umsatzprognose auf 49,75 bis 50,25 Milliarden Dollar an, senkt aber wegen einer Belastung aus einer Übernahme das Gewinnziel auf 6,35 bis 6,55 Dollar je Aktie.

Bristol Myers mit Licht und Schatten: Umsatz hoch, Gewinnziel runter
12:08 Uhr

Gefragte E-Modelle: Renault überrascht mit Umsatzplus

Weniger Autos verkauft, aber mehr umgesetzt: Dem französischen Autobauer Renault ist im dritten Quartal dank seiner gefragten Elektromodelle ein überraschender Umsatzanstieg gelungen. Der Erlös stieg währungsbereinigt um 1,4 Prozent auf 11,6 Milliarden Euro, wie das Unternehmen mitteilte. Analysten hatten mit einem leichten Rückgang gerechnet. Dennoch fiel das Umsatzwachstum geringer aus als im ersten Halbjahr. Dies dürfte kaum ausreichen, um Investoren zu beruhigen, die angesichts des intensiven Wettbewerbs durch eine Welle chinesischer Anbieter auf den Kernmärkten von Renault besorgt sind.

Das spiegelt sich im Absatz wider: Mit 497.799 verkauften Fahrzeugen verfehlte Renault den Vorjahreswert um sechs Prozent. Während das Unternehmen eine starke Nachfrage nach Elektrofahrzeugen – etwa dem elektrischen Renault 5 – meldete, wies der Vorstand zugleich auf den zunehmenden Wettbewerbsdruck hin.

Finanzchef Duncan Minto sprach von einem "spürbaren Druck durch chinesische Marken in Europa", der auch die Billigmarke Dacia treffe. Die Sorgen der Anleger über den zunehmenden Wettbewerb spiegeln sich im Aktienkurs wider, der in diesem Jahr bereits um mehr als ein Viertel eingebüßt hat. Für das Gesamtjahr bestätigte Minto sein Ziel für die operative Marge, die bei rund 5,5 Prozent des Umsatzes liegen soll.

Gefragte E-Modelle: Renault überrascht mit Umsatzplus
11:56 Uhr

Dickes Auftragsplus - Aixtron fliegen an die MDax-Spitze

Die Aktien des Chipanlagenbauers Aixtron haben sich mit einem Plus von mehr als acht Prozent an die MDax-Spitze gesetzt. Das Unternehmen bestätigte seine schon Mitte Oktober veröffentlichten Ergebnisse vom dritten Quartal und signalisierte, dass die starke Auftragslage anhalten werde. Der Auftragseingang von Aixtron kletterte im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 122 Prozent auf 275 Millionen Euro.

Dickes Auftragsplus - Aixtron fliegen an die MDax-Spitze
11:49 Uhr

So reagiert der Euro auf den vorzeitigen Lagarde-Abgang

Der Euro tendiert gegenüber dem US-Dollar minimal schwächer, nachdem die Europäische Zentralbank mitgeteilt hat, dass Christine Lagarde neun Monate früher als Präsidentin der Notenbank zurücktreten werde. Die europäische Gemeinschaftswährung verliert 0,1 Prozent auf 1,1143 US-Dollar und zeigt sich im Vergleich zu den Ständen vor der Ankündigung damit kaum verändert.

Die Nachricht folgt auf monatelange Spekulationen über einen vorzeitigen Abgang. Lagardes achtjährige Amtszeit sollte eigentlich im Oktober 2027 enden, doch nun wird sie das Amt bereits im Februar verlassen. "Dass sie vorzeitig ausscheidet, ist keine Überraschung und ändert nichts an den Aussichten für die EZB-Politik und an der Art und Weise, wie die EZB mit den französischen Risiken umgeht", schreibt Holger Schmieding von Berenberg in einer Research Note.

Die EZB gibt ihre geldpolitische Entscheidung um 14.15 Uhr deutscher Zeit bekannt.

So reagiert der Euro auf den vorzeitigen Lagarde-Abgang
11:37 Uhr

Dax schnuppert Höhenluft - 26.000 Punkte geknackt

Der Dax ist wieder über die psychologisch wichtige 26.000-Punkte-Marke gestiegen. Am späten Vormittag gewann er bis zu 1,2 Prozent auf 26.004 Zähler und lag damit so hoch wie seit Anfang September nicht mehr. Eine Reihe positiv aufgenommener Bilanzen trieb den Leitindex vor dem Zinsentscheid der Europäischen Zentralbank am frühen Nachmittag nach oben. Zuletzt notierte der Dax 0,8 Prozent höher bei 25.908 Zählern.

Dax schnuppert Höhenluft - 26.000 Punkte geknackt
11:28 Uhr

Ölpeis sinkt - Vance-Brief bringt Entspannung

Neue Friedenshoffnungen im Iran-Konflikt machen Öl am Donnerstag billiger. Die Preise für das Nordseeöl Brent und das US-Öl WTI geben in der Spitze um rund eineinhalb Prozent auf 113,58 und 101,02 Dollar je Fass nach. Laut einem Bericht des "Wall Street Journal" hat US-Vizepräsident JD Vance einen Brief an den Chef des iranischen Sicherheitsrates, Mohsen Rezaei, geschickt, um die Friedensverhandlungen wiederzubeleben.

Am Mittwoch hatten die Ölpreise angezogen, nachdem ein Angriff der Huthi auf die größte saudische Ölraffinerie Ras Tanura neue Sorgen vor Versorgungsrisiken geschürt hatte. In den vergangenen Wochen haben die mit dem Iran verbündeten Huthi-Kräfte im Jemen wiederholt Angriffe auf Saudi-Arabien gestartet und damit eine neue Front in dem seit Ende Februar andauernden Iran-Krieg eröffnet.

Ölpeis sinkt - Vance-Brief bringt Entspannung
11:12 Uhr

Verbrenner oder E-Auto: Was sichert mehr Jobs?

Festhalten am Verbrenner kostet Jobs, statt sie zu sichern. Zu diesem Schluss kommt eine Studie des International Council on Clean Transportation (ICCT). Demnach drohen in der EU bis 2035 bis zu 185.000 Stellen verloren zu gehen, wenn Brüssel am Verbrenner-Auto festhlt. Der Grund: Die Welt kauft E-Autos. Bleibt die Produktion hier, entstehen bis zu 321.000 neue Jobs.

Verbrenner oder E-Auto: Was sichert mehr Jobs?
10:45 Uhr

Knorr-Bremse kommen unter die Räder

Ein Quartalsergebnis unter Markterwartungen hat Knorr-Bremse belastet. Die Aktien des Zug- und Lkw-Bremsenherstellers fielen in der Spitze um mehr als sieben Prozent und bildeten damit das Schlusslicht im MDax. Das Ebit fiel im dritten Quartal zwar um 19 Prozent höher aus als vor Jahresfrist, Analysten hatten aber etwas mehr erwartet. Das galt auch für den Umsatz, der um neun Prozent auf 2,05 Milliarden Euro stieg. Die Zahlen seien enttäuschend, sagte ein Händler.

Knorr-Bremse kommen unter die Räder
10:32 Uhr

Darum fliegen Anleger auf Deutsche Telekom

Die Aktien der Deutschen Telekom liegen heute Morgen mit 2,5 Prozent im Plus. Damit gehören sie zu den größten Gewinnern im Dax. Anleger reagieren damit auf die Zahlen der US-Tochter T-Mobile US, die besser ausfielen als erwartet. Analysten verweisen zwar auf Verschiebungseffekte. Für Auftrieb sorgt aber auch, dass eine Fusion von Telekom und T-Mobile US vorerst nicht ansteht.

Darum fliegen Anleger auf Deutsche Telekom
09:46 Uhr

Henkel schraubt Umsatzziel hoch

Dank eines überraschend starken dritten Quartals blickt der Konsumgüter- und Klebstoffhersteller Henkel optimistischer auf das Gesamtjahr. Der Vorstand hob seine Umsatzprognose an und peilt 2026 nun ein organisches Umsatzplus von 3,0 bis 4,0 Prozent an, wie der Düsseldorfer Dax-Konzern mitteilte. Zuvor hatte er 1,5 bis 3,5 Prozent in Aussicht gestellt. Die bereinigte Umsatzrendite soll bei rund 15 Prozent liegen, womit die bisherige Spanne von 14,5 bis 16,0 Prozent präzisiert wurde.

Sowohl das Geschäft mit Klebstoffen (Adhesive Technologies) als auch die Konsumgütersparte (Consumer Brands) verzeichneten hohe Zuwachsraten. Nach ersten Berechnungen sei der Umsatz so insgesamt organisch um 6,5 Prozent auf 5,7 Milliarden Euro gestiegen. Getragen worden sei das Wachstum durch alle Regionen. Preiserhöhungen von 5,4 Prozent und ein leichtes Mengenplus von 1,1 Prozent trugen ebenfalls dazu bei. Am 10. November soll der vollständige Quartalsbericht veröffentlicht werden.

Henkel schraubt Umsatzziel hoch
09:26 Uhr

Dax setzt seinen Erholungskurs fort

Der deutsche Aktienmarkt hat seinen jüngsten Erholungskurs gebremst fortgesetzt. Der Dax stieg in den ersten Handelsminuten um 0,3 Prozent auf 25.772 Punkte, nachdem er tags zuvor das höchste Niveau seit fünf Wochen erklommen hatte.

Der MDax der mittelgroßen Unternehmen präsentierte sich am Donnerstagmorgen unverändert bei 30.425 Zählern. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 sank um 0,2 Prozent.

Licht und Schatten zeigten nach US-Börsenschluss am Mittwoch die Quartalsbilanzen der Tech-Giganten Microsoft und Alphabet. Microsoft überzeugte, während die Google-Muttergesellschaft enttäuschte. In Asien waren Anleger mit dem Abschneiden von Samsung nicht zufrieden. Auch hierzulande geht die Berichtssaison der Unternehmen mit voller Fahrt weiter.

Die Entscheidung der US-Notenbank Fed am Vorabend, die Leitzinsen unverändert zu lassen, war wie erwartet ausgefallen. Auch die Europäische Zentralbank (EZB) dürfte an diesem Donnerstag Ökonomen zufolge ihre Zinsen nicht verändern.

Dax setzt seinen Erholungskurs fort
09:11 Uhr

Milliardengewinn: Shell profitiert von Turbulenzen an Energiemärkten

Der britische Öl- und Gaskonzern Shell hat im dritten Quartal von den Turbulenzen an den Energiemärkten infolge des Iran-Kriegs profitiert und einen Milliardengewinn erzielt. Der bereinigte Gewinn lag bei 10,81 Milliarden Dollar und damit über den Erwartungen von Analysten, teilte Shell mit. Es ist der höchste Gewinn seit 2022. Zudem kündigte der Konzern an, sein Aktienrückkaufprogramm von drei auf fünf Milliarden Dollar aufzustocken. Im Vorjahreszeitraum hatte der Gewinn bei 5,43 Milliarden Dollar gelegen.

Der seit neun Monaten andauernde Krieg verhalf Shell zu Rekordmargen bei der Umwandlung von Rohöl in Kraftstoffe wie Diesel. Die Raffineriemargen lagen bei 42 Dollar pro Barrel, verglichen mit 11,6 Dollar im Vorjahr und 24 Dollar im Vorquartal. Auch die einzelnen Geschäftsbereiche übertrafen die Erwartungen. Die Sparte für integriertes Gas erzielte einen Gewinn von 3,04 Milliarden Dollar, während die Sparte für die Förderung (Upstream) 3,19 Milliarden Dollar zum Ergebnis beitrug. "Der unermüdliche Fokus von Shell auf die operative Leistung hat in einem Quartal mit anhaltenden schweren Störungen des globalen Energiesystems zu sehr starken Ergebnissen geführt", sagte Konzernchef Wael Sawan.

Milliardengewinn: Shell profitiert von Turbulenzen an Energiemärkten
08:42 Uhr

Triebwerksbauer MTU für 2026 optimistischer

Der Triebwerkshersteller MTU Aero Engines blickt nach deutlichem Wachstum in den ersten neun Monaten optimistischer auf den Umsatz im Gesamtjahr. Wegen hoher Nachfrage vor allem bei der Instandhaltung in der Zivilluftfahrt und eines günstigen Dollar-Wechselkurses grenzte der Dax-Konzern seine Umsatzprognose für 2026 nach oben ein. "Wir gehen davon aus, dass wir 2026 einen Umsatz von 9,5 bis 9,7 Milliarden Euro erreichen", erklärte Finanzvorständin Katja Garcia Vila. Bisher hatte MTU einen bereinigten Umsatz zwischen 9,2 und 9,7 Milliarden Euro erwartet.

In den ersten neun Monaten steigerte MTU den bereinigten Umsatz um 13 Prozent auf 7,1 Milliarden Euro. Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT) kletterte um fünf Prozent auf gut eine Milliarde Euro. Der bereinigte Gewinn nach Steuern stieg um vier Prozent auf 751 Millionen Euro. Getragen wurde das Wachstum vor allem von der zivilen Instandhaltung und dem Ersatzteilgeschäft. Für beide Bereiche hob MTU den Ausblick an. Die Erwartungen für das zivile Seriengeschäft wurden hingegen gesenkt. Unverändert blieb der Ausblick für das Militärgeschäft. Der Auftragsbestand lag Ende September mit 29,8 Milliarden Euro auf dem Vorjahresniveau.

Triebwerksbauer MTU für 2026 optimistischer
08:21 Uhr

Wacker Chemie kehrt zurück in schwarze Zahlen

Der Spezialchemiekonzern Wacker Chemie hat im dritten Quartal dank seines Sparprogramms deutlich mehr verdient und seinen Betriebsgewinn nahezu verdoppelt. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) stieg auf 217 Millionen Euro nach 112 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum, wie das Unternehmen mitteilte. Unter dem Strich kehrte das Unternehmen in die schwarzen Zahlen zurück und schrieb einen Gewinn von 87 Millionen Euro nach einem Verlust von 82 Millionen Euro vor Jahresfrist.

Der Quartalsumsatz stieg um neun Prozent auf 1,47 Milliarden Euro. Alle Geschäftsbereiche seien gewachsen, erklärte Wacker. Dies sei vor allem auf höhere Preise und teilweise auf gestiegene Absatzmengen zurückzuführen.

Vorstandschef Christian Hartel führte die Entwicklung unter anderem auf das vor einem Jahr eingeleitete Sparprogramm zurück und bestätigte den Ausblick für Umsatz und Ergebnis. "Wir sind hier voll auf Kurs und werden die Ziele, die wir uns für das Jahr 2026 gesteckt haben, auch erreichen", erklärte Hartel. Aufgrund dieser Kosten- und Effizienzmaßnahmen will Wacker ab 2028 jährlich über 300 Millionen Euro einsparen und so die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens stärken. Zudem hatte Wacker im September angekündigt, bei seinen Investitionen wählerischer zu werden und die Umsatzrendite damit nach oben schrauben.

Wacker Chemie kehrt zurück in schwarze Zahlen
08:02 Uhr

ING kündigt Milliarden-Aktienrückkauf an und will Stellen streichen

Die niederländische Großbank ING hat einen neuen Aktienrückkauf im Volumen von 1,65 Milliarden Euro angekündigt. Zudem solle im Januar 2027 eine zusätzliche Barausschüttung von 250 Millionen Euro an die Aktionäre fließen, teilte das Institut mit. Im abgelaufenen dritten Quartal verfehlte die Bank jedoch die Gewinnerwartungen der Analysten. Der Nettogewinn stieg zwar um 3,5 Prozent auf 1,85 Milliarden Euro, Experten hatten im Schnitt jedoch mit 1,97 Milliarden gerechnet. Im Zuge einer Neuorganisation des Firmenkundengeschäfts kündigte ING zudem den weltweiten Abbau von rund 400 Stellen an.

Belastet wurde das Ergebnis durch eine höher als erwartete Risikovorsorge für ausfallgefährdete Kredite, die bei 403 Millionen Euro lag. Analysten hatten hier 343 Millionen Euro prognostiziert. Auch leicht gestiegene Kosten drückten auf den Gewinn. Der Zinsüberschuss sowie die Gebühreneinnahmen entsprachen hingegen den Erwartungen. Die harte Kernkapitalquote (CET1), eine wichtige Kennziffer für die Kapitalstärke einer Bank, lag mit 13,3 Prozent über den Prognosen der Analysten.

ING kündigt Milliarden-Aktienrückkauf an und will Stellen streichen
07:44 Uhr

Volkswagen macht im dritten Quartal 5,82 Milliarden Euro Verlust

Volkswagen ist im dritten Quartal tief in die roten Zahlen gerutscht. Das Konzernergebnis nach Steuern lag in den Monaten Juli bis September bei minus 5,82 Milliarden Euro, wie der Autokonzern mitteilte.

Volkswagen macht im dritten Quartal 5,82 Milliarden Euro Verlust
07:39 Uhr

Florierendes Geschäft mit E-Rezepten treibt Gewinn von Redcare an

Die niederländische Online-Apotheke Redcare Pharmacy profitiert weiterhin stark von der Einführung des E-Rezepts in Deutschland und hat im dritten Quartal einen Gewinnsprung verzeichnet. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) stieg um 68 Prozent auf rund 29 Millionen Euro, wie die Muttergesellschaft der "Shop Apotheke" mitteilte. Unter dem Strich stand mit einer Million Euro das zweite Mal in Folge ein Nettogewinn. Die erst im September angehobene Jahresprognose bestätigte das Unternehmen.

Der Konzernumsatz kletterte im abgelaufenen Jahresviertel um 18 Prozent auf 847 Millionen Euro. Maßgeblicher Treiber war das Geschäft mit rezeptpflichtigen Medikamenten in Deutschland, das um 56 Prozent auf 197 Millionen Euro zulegte. Die bereinigte Ebitda-Marge verbesserte sich auf 3,4 (Vorjahr: 2,4) Prozent. Konzernchef Peter Schmid von Linstow verwies zudem auf einen starken Kundenzuwachs auf nun 15,2 Millionen aktive Nutzer.

Wegen des florierenden Geschäfts mit eingelösten Rezepten hatte Redcare Ende September die Umsatzprognose für das laufende Jahr nach oben geschraubt. Der Konzern erwartet für 2026 ein Umsatzwachstum von 16 bis 18 Prozent. Die bereinigte Ebitda-Marge soll im Gesamtjahr zwischen 2,5 und 3,0 Prozent liegen.

Florierendes Geschäft mit E-Rezepten treibt Gewinn von Redcare an
07:21 Uhr

Börsen dürften mit Aufschlägen starten

Europas Börsen dürften mit Aufschlägen in den Handel starten. Die US-Notenbank hat wie erwartet das aktuelle Leitzinsniveau bestätigt. Zum weiteren geldpolitischen Vorgehen hielt sich Fed-Präsident Kevin Warsh wie erwartet bedeckt, Analysten gehen davon aus, dass die Fed im Dezember die Leitzinsen erhöhen wird. Leicht positiv für die Börsen ist, dass Warsh das Wachstumstempo der US-Wirtschaft auf "stark" von "solide" hochgestuft hat. Möglicherweise ist das ein positives Signal für die am Nachmittag anstehenden BIP-Zahlen für das dritte Quartal.

Die Blicke richten sich nun auf die geldpolitische Entscheidung der EZB am Nachmittag. Auch hier wird eine Bestätigung der Leitzinsen erwartet. Im Blick steht daher der geldpolitische Ausblick. EZB-Präsidentin Christine Lagarde dürfte sich auch Fragen zu den Verwerfungen an den französischen Anleihemärkten ausgesetzt sehen. Die Zinsdifferenz zwischen deutschen und französischen Benchmarkanleihen war jüngst auf Niveaus wie zu Zeiten der Schuldenkrise gestiegen. "Lagarde wird Vertrauen in das Instrumentarium der Zentralbank zur Bewältigung von Risiken zeigen müssen", so die Unicredit.

Börsen dürften mit Aufschlägen starten
07:06 Uhr

Geely Auto steigert Gewinn dank exportgetriebenem Umsatzwachstum

Geely Automobile, Chinas zweitgrößter Hersteller von Elektrofahrzeugen, hat für das dritte Quartal einen Gewinnanstieg ausgewiesen, da starke Exporte das Umsatzwachstum ankurbelten.

Die soliden Ergebnisse fallen in eine Zeit, in der der in Hangzhou ansässige Automobilhersteller eine robuste Nachfrage auf den Überseemärkten verzeichnet. Dort hat das Unternehmen seine Präsenz ausgebaut, um die Einnahmequellen zu diversifizieren und die sich verlangsamenden Inlandsverkäufe auszugleichen.

Geely hat zudem seine Bemühungen verstärkt, seine Position im Sektor der Fahrzeuge mit neuen Antriebstechnologien (NEV) zu festigen. Dieser Bereich umfasst Plug-in-Hybride und reine Elektrofahrzeuge. Mit seinen Marken Galaxy, Zeekr und Lynk & Co zielt das Unternehmen auf verschiedene Kundensegmente ab.

In den drei Monaten bis September stieg der Nettogewinn um 28 Prozent auf 4,84 Milliarden Yuan, was 726 Millionen US-Dollar entspricht, wie Geely am Donnerstag mitteilte. Der Umsatz legte um 10 Prozent auf 98,96 Milliarden Yuan zu.

Der chinesische Autobauer verkaufte in diesem Zeitraum 812.523 Fahrzeuge, was einem Anstieg von 6,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Getragen wurde diese Entwicklung von einem robusten Wachstum bei den Auslieferungen im Ausland. Die Exporte haben sich auf 323.442 Einheiten mehr als verdoppelt.

Geely Auto steigert Gewinn dank exportgetriebenem Umsatzwachstum
06:59 Uhr

Samsung Electronics trotz Rekordgewinn unter Druck

Keine einheitliche Tendenz zeigen die Aktienmärkte in Ostasien und Australien. Enttäuschende Geschäftszahlen der Google-Mutter Alphabet und deutliche Verluste bei Samsung Electronics belasten den Technologiesektor. Dagegen hat die US-Notenbank wie erwartet das Zinsniveau unverändert gelassen. In seinem Statement äußerte sich der Offenmarktausschuss FOMC jedoch nicht zu den Zinserwartungen an der Wall Street. "Die Sammlung weiterer Informationen wird dem Ausschuss dabei helfen, den geeigneten geldpolitischen Kurs festzulegen, um eine rechtzeitige Rückkehr der Inflation zu seinem Zielwert von 2 Prozent sicherzustellen", hieß es. Zudem erklärte die Fed, dass die Wirtschaft mit einem "starken" Tempo wachse, verglichen mit "solide" im September.

An der technologielastigen Börse in Seoul fällt der Kospi um 0,6 Prozent. Hier belasten die Verluste bei Samsung Electronics (-5,0%), obwohl das Unternehmen Rekordgewinne für das dritte Quartal vermeldet hat. Teilnehmer verweisen aber auf die Verfehlung der Gewinnerwartungen im Halbleiterbereich und die Unsicherheit über zusätzliche Ausschüttungen an die Aktionäre. Erst im Januar will der Konzern darüber entscheiden. Das Mobilfunkgeschäft verzeichnete zudem einen operativen Verlust, da höhere Speicherkosten die Rentabilität drückten. Samsung warnte auch davor, dass die KI-getriebene Speichernachfrage das Branchenangebot im Jahr 2027 übersteigen würde, und prognostizierte für dieses Jahr Investitionsausgaben für Halbleiter in Höhe von 76,8 Billionen Won, was einem Anstieg von 62 Prozent gegenüber 2025 entspricht.

Dagegen hatte SK Hynix am Mittwoch einen über den Erwartungen liegenden Gewinn ausgewiesen und einen Plan zur Ausschüttung von 100 Billionen Won (etwa 67 Milliarden Dollar) an die Aktionäre in Form von Dividenden und Aktienrückkäufen angekündigt. Nach der Vortagesrally um knapp 11 Prozent geht es für SK Hynix um weitere 3,2 Prozent nach oben.

Die mit Spannung erwarteten Quartalszahlen von Microsoft und der Google-Mutter Alphabet fielen dagegen gegensätzlich aus. Das Cloud-Geschäft von Microsoft verzeichnete im ersten Geschäftsquartal weiterhin ein beschleunigtes Wachstum. Dies trug zu einem höheren Gewinn bei und dämpfte die Sorgen über potenzielle Renditen aus dem Ausbau der Infrastruktur für Künstliche Intelligenz (KI). Die Aktie legte im nachbörslichen US-Handel um 4 Prozent zu. Dagegen knickten Alphabet um knapp 10 Prozent ein, nachdem die Ergebnisse für das dritte Quartal unter den Erwartungen ausgefallen waren. Und während Microsoft einen freien Cashflow (FCF) von 18,6 Milliarden Dollar vermeldete, hat sich der negative FCF bei Alphabet nahezu verdoppelt und überstieg mit rund neun Milliarden Dollar die Analystenprognosen.

An der Börse in Tokio geht es für den Nikkei-225 dagegen um 1,2 Prozent aufwärts, der breiter gefasste Topix verbessert sich um 0,2 Prozent. Hier legen vor allem Werte aus dem KI-Sektor zu. Die Aktien von Kioxia Holdings steigen um 5,9 Prozent und für die Titel der SoftBank Group geht es um 1,6 Prozent nach oben. Im Fokus steht auch die Zinsentscheidung der Bank of Japan (BoJ) am Freitag. Es wird dabei allgemein erwartet, dass die BoJ ihren Leitzins nach einer Anhebung im vergangenen Monat beibehalten wird. Teilnehmer werden aber auf Aussagen zum weiteren Zinspfad achten, heißt es.

Samsung Electronics trotz Rekordgewinn unter Druck
06:30 Uhr

EZB, US-BIP und VW: Dax vor Super-Donnerstag 

Gestützt auf wieder optimistische Aussichten für Künstliche Intelligenz (KI) hat der Dax am Vortag seinen jüngsten Erholungskurs fortgesetzt. Der deutsche Leitindex erreichte zwischenzeitlich den höchsten Stand seit fünf Wochen. Am Ende gewann er 0,4 Prozent auf 25.704 Punkte. Es war auch der klassische Vor-Fed-Modus. Die Anleger waren in Lauerstellung vor dem Fed-Entscheid am Abend.

Der heutige Donnerstag wird zum Super-Donnerstag für den Dax. Mit der EZB-Entscheidung, US-Wachstumszahlen und einer Flut von Quartalszahlen aus den USA und Deutschland stehen gleich mehrere marktbewegende Themen an.

Trotz der hohen Inflation im Euroraum wird die EZB voraussichtlich eine Zinspause einlegen. An den Finanzmärkten wird damit gerechnet, dass der für die Geldpolitik relevante Einlagensatz bei 2,50 Prozent bleiben wird. EZB-Chefin Christine Lagarde hatte signalisiert, dass die Zinsen nicht im Gleichschritt mit der Inflation steigen werden, und damit einen Hinweis auf eine mögliche Pause gegeben. Neben den Zinsen dürfte auf der Pressekonferenz ein weiteres Thema zur Sprache kommen: ihre Zukunftspläne. Seit Längerem wird darüber spekuliert, dass die Französin vorzeitig abtritt und zum World Economic Forum wechseln könnte. Bislang hat sie lediglich klargestellt, dass sie nicht vor 2027 von der Kommandobrücke gehen wird. Regulär ist sie noch bis Oktober 2027 im Amt.

Das US-BIP dürfte Börsianer zudem Aufschluss über den KI-Boom geben. Die US-Wirtschaft dürfte im Sommer deutlich an Schwung gewonnen haben. Experten erwarten, dass das Bruttoinlandsprodukt im dritten Quartal auf das Jahr hochgerechnet um 3,2 Prozent gewachsen ist. Damit würde die BIP-Wachstumsrate vom Frühjahr um einen vollen Prozentpunkt übertroffen werden. Für einen Schub in den Sommermonaten Juli bis September dürften auch die hohen Investitionen in die Infrastruktur für Künstliche Intelligenz gesorgt haben.

Ferner legt Europas größter Autobauer Volkswagen -mitten in der Auseinandersetzung mit den Gewerkschaften über einen Sanierungsplan - Zahlen für das dritte Quartal vor. Die Sportwagentochter Porsche hat bereits am Dienstag über sinkende Verkäufe und Umsätze in den ersten neun Monaten 2026 berichtet. Den Gründen dafür - ein Einbruch des China-Geschäfts, gestiegene US-Importzölle und eine maue Nachfrage nach Elektroautos - dürfte auch der Wolfsburger Mutterkonzern nicht entkommen. VW will Kosten senken, tausende Stellen abbauen und Werke schließen. Die IG Metall droht mit Streik.

Es hagelt weitere Zahlen: Der österreichische Energiekonzern OMV dürfte bei der Vorlage seiner Quartalszahlen wie die gesamte Branche einen kräftigen Gewinnsprung ausweisen. Als Haupttreiber gelten die infolge des Iran-Krieges stark gestiegenen Raffineriemargen und die hohen Ölpreise. Analysten erwarten im Schnitt eine Steigerung des operativen Ergebnisses vor Sondereffekten um rund 72 Prozent auf 2,17 Milliarden Euro. Der Nettogewinn soll sich um 84 Prozent auf 1,09 Milliarden Euro erhöhen. Für die neue Vorstandschefin Emma Delaney, die ihr Amt Anfang September vom Ölriesen BP kommend antrat, ist es die erste Bilanzvorlage.

In den USA legen nach Alphabet und Microsoft am Vorabend auch Amazon und Intel Zahlen vor. Bei Amazon richten Börsianer ihr Augenmerk erneut auf die Entwicklung der Cloud-Tochter AWS. Sie fragen sich, ob und wie stark die knappen Server-Kapazitäten das Wachstum des Geschäfts bremsen. Die Rechenzentren des Unternehmens sind nach eigenen Aussagen für 2027 fast komplett und für 2028 zu großen Teilen ausgebucht. Für das dritte Quartal hat Amazon einen Konzernumsatz zwischen 197 und 202 Milliarden Dollar in Aussicht gestellt.

Die komplette Terminvorschau für diese Woche finden Sie hier.

EZB, US-BIP und VW: Dax vor Super-Donnerstag