Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 21:34 Selenskyj: Bereit zu Treffen mit Putin in der Türkei +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wäre zu einem direkten Treffen mit Kremlchef Wladimir Putin in der Türkei bereit. Das erklärt Selenskyj in einem Interview des Senders CNN Türk. Er hatte tags zuvor mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan über eine mögliche Vermittlung der Türkei im Ukraine-Konflikt gesprochen. Nach seinen Worten sei auch über die Möglichkeit eines Treffens auf der Ebene der Staats- und Regierungschefs im Dreierformat gesprochen worden. Wenn die Türkei dies ermöglichen könne, würde die Ukraine es akzeptieren und sich darüber freuen. Später im Interview sagt er auf die Frage, ob er bereit sei, Putin in der Türkei zu treffen: "Ja, wir sind zu einem solchen Treffen bereit."
+++ 20:58 Ukraine schlägt Verlängerung der Oleschky-Waffenruhe vor - Russland lehnt ab +++
Russland lehnt nach ukrainischen Angaben eine Verlängerung der Feuerpause in der russisch besetzten südukrainischen Stadt Oleschky ab. Ein ranghoher ukrainischer Regierungsvertreter sagt der Nachrichtenagentur AFP wenige Stunden vor Auslaufen der Waffenruhe, das Außenministerium in Kiew habe Moskau eine Verlängerung vorgeschlagen. "Die Russen wollen nicht", fügt er hinzu. Die nach Angaben des Weißen Hauses von US-First-Lady Melania Trump vermittelte Waffenruhe für Oleschky in der Region Cherson war am Dienstag in Kraft getreten. Die bis Sonntagabend vorgesehene Feuerpause sollte angesichts gravierender Engpässe bei Lebensmitteln, Wasser und Medikamenten eine Versorgung der Bevölkerung, Hilfslieferungen und die Evakuierung von Zivilisten ermöglichen.
+++ 20:17 Bericht: Leichen von 47 Zivilisten aus Oleschky nach Monaten in Keller weggebracht +++
Während der lokalen Feuerpause in der Region Cherosn wurden nach Angaben des ukrainischen Journalisten Oleh Baturin die Leichen von 47 getöteten Zivilisten aus Oleschky in die besetzte Sgtadt Henitschesk gebracht. Sie sollen sechs Monate lang im Keller des dortigen Krankenhauses gelagert worden sein. Unabhängig überprüfen lassen sich die Angaben nicht. Die Waffenruhe in der Region gilt noch bis zum späten Sonntagabend.
+++ 19:33 Russlandfreundliche Amtsinhaberin gewinnt Präsidentschaftswahl in Bulgarien
Die russlandfreundliche Amtsinhaberin Ilijana Jotowa gewinnt Prognosen zufolge die Präsidentschaftswahl in Bulgarien. Die 62-Jährige setzte sich in der Stichwahl laut Nachwahlbefragungen klar gegen ihren pro-westlichen Herausforderer Andrej Gjurow durch. Jotowa kommt demnach auf zwischen 50,7 und 52,5 Prozent, Gjurow auf zwischen 43,4 und 44 Prozent. Die Abstimmung gilt vor allem als Entscheidung über den außenpolitischen Kurs Bulgariens - insbesondere mit Blick auf den Ukraine-Krieg und das Verhältnis zu Moskau. Jotowa spricht sich für einen Dialog mit Russland aus, um den Ukraine-Krieg zu beenden. Die Wahl fand zudem vor dem Hintergrund mehrerer Drohnenangriffe auf Handelsschiffe im Schwarzen Meer statt.
+++ 18:59 Rumänien meldet erneut Drohnen im Luftraum - Kampfjets steigen auf +++
Zwei Drohnen sind am Samstagabend in den rumänischen Luftraum eingedrungen, wie das Verteidigungsministerium in Bukarest mitteilt. Rumänien ließ vier F-16-Kampfjets und einen Hubschrauber vom Typ IAR-330 SOCAT aufsteigen. Sechs Kreise im Osten des Landes erhielten eine Warnmeldung. Über die Herkunft der Drohnen ist nichts bekannt.
+++ 18:15 Tote und Verletzte bei russischen Drohnenangriffen +++
Bei einem russischen Drohnenangriff auf die Gemeinde Kosijatyn in der zentralukrainischen Region Winnyzja sind mindestens drei Menschen ums Leben gekommen. Drei Kinder und ein Erwachsener seien bei der Explosion zwischen einem Wohnhaus und einer Schule verletzt worden, teilt die regionale Militärverwalterin Natalja Sabolotnaja auf Facebook mit. Russische Drohnenangriffe werden auch aus der westukrainischen Region Tscherniwzi gemeldet. Bei den Einschlägen sei ein Mensch verletzt worden, berichtet Militärverwalter Ruslan Osipenko auf Facebook. Ein Verwaltungsgebäude wurde schwer beschädigt. In der westukrainischen Region Ternopil fiel vielerorts der Strom aus, nachdem russische Drohnen Energie-Objekte angegriffen und beschädigt hatten.
+++ 17:18 Video: Ukraine schießt russische Industrieanlage in Brand +++
Östlich der russischen Hauptstadt Moskau treffen ukrainische Drohnen ein Industrieunternehmen - und das, obwohl Russland zahlreiche Drohnen abgewehrt haben will. Laut ukrainischen Medien soll es eine der größten russischen Ölraffinerien getroffen haben.
+++ 16:41 Belarussische Hacker greifen russisches Statistikamt an - Infos zu Kriegsverlusten erlangt? +++
Die Website der russischen Statistikbehörde Rosstat wurde in der Nacht gehackt. Auf den Seiten der Behörde erschien eine Botschaft auf Belarussisch: "Niemand entgeht der Verantwortung", dazu die Logos der Hackergruppen Cyber Partisans und Silent Crow. Am Morgen lief die Seite wieder. Silent Crow gibt an, die interne IT-Infrastruktur der Behörde zerstört und rund 23 Terabyte an Daten kopiert zu haben, darunter Informationen zu russischen Kriegsverlusten. Rosstat bestätigt den Angriff, spricht aber von keinem Datenabfluss. Beide Hackergruppen hatte Russlands Oberstes Gericht im Juli als "extremistisch" eingestuft. Die Cyber Partisans gründeten sich 2020 in Belarus, nach der gewaltsamen Niederschlagung der Proteste gegen Machthaber Alexander Lukaschenko. Seitdem griffen sie zahlreiche belarussische und russische Behörden an. Mit einer Attacke auf die belarussische Eisenbahn im Januar 2022 wollte sie russische Truppentransporte vor der Invasion der Ukraine behindern. Auch sorgte sie mit einem Angriff auf die russische Airline Aeroflot im Juli 2025 für Aufsehen.
+++ 15:51 Kallas kritisiert Putins mögliche Teilnahme am G20-Gipfel +++
Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas warnt davor, Wladimir Putin zum G20-Gipfel im Dezember in Florida einzuladen. Das berichtet Bloomberg. Die US-Einladung werfe "viele große Fragen" auf, sagt Kallas. Sie berge die Gefahr, die "täglich begangenen Kriegsverbrechen zu normalisieren". Putins Teilnahme würde Russlands Rückkehr in internationale Foren zur Normalität machen, während der Krieg weitergeht. Der Kreml hat noch nicht erklärt, ob Putin die Einladung von US-Präsident Donald Trump annimmt. Außenminister Sergej Lawrow nahm zuvor am G20-Treffen in Atlanta teil. Kallas wirft ihm vor, dort "überhaupt nicht konstruktiv" gewesen zu sein. Russland habe sich in den Verhandlungen "keinen Zentimeter" bewegt, weil es darauf warte, dass der Westen Zugeständnisse macht.
+++ 15:16 Russland und Ghana wollen gemeinsam Atomkraftwerk bauen +++
Russland will mit Ghana ein Atomkraftwerk mit 2000 Megawatt Leistung entwickeln, wie Ghanas Außenminister Samuel Okudzeto Ablakwa nach Gesprächen beim Russland-Afrika-Gipfel mitteilt. Beide Länder vereinbaren zudem eine engere Verteidigungszusammenarbeit. Putin sichert laut Ablakwa zu, dass Ghanaer nicht am Krieg gegen die Ukraine teilnehmen dürfen – weder durch irreguläre Anwerbung noch freiwillig. Eine Bestätigung aus Moskau liegt dazu bislang nicht vor.
+++ 14:34 Kremlberater: Putin würde Anruf von Selenskyj annehmen +++
Einem außenpolitischen Berater des Kremls zufolge, würde Machthaber Wladimir Putin einen Anruf des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj annehmen. "Ich denke, er würde natürlich darauf eingehen", sagt Juri Uschakow im russischen Fernsehen. Putin habe Gespräche noch nie abgelehnt. Zuvor hatte der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha bekräftigt, dass Selenskyj zu direkten Verhandlungen auf höchster Ebene mit Putin bereit sei, um die heikelsten Probleme des Konflikts zu besprechen - vor allem die Territorialfrage. "Wir wollen dieses Treffen und sind darauf vorbereitet", erklärt Sybiha.
+++ 13:57 Selenskyj: Ukraine zerstört zwei teure russische Waffensysteme +++
Die Ukraine hat ein russisches "Pantsir-S2"-Luftabwehrsystem und ein Kommandopostenfahrzeug des "S-400 Triumf"-Systems getroffen, wie der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in einem Beitrag auf X mitteilt. Demnach haben die beiden Geräte einen geschätzten Gesamtwert von rund 70 Millionen US-Dollar. Auch eine russische Militäreinrichtung im Gebiet Rostow soll getroffen worden sein. "Wir verteidigen uns zu Recht gegen die russische Aggression und tun alles, um Russlands Fähigkeit, diese fortzusetzen, zu schwächen", schreibt Selenskyj.
+++ 13:09 Russland verliert so viele Soldaten wie noch nie +++
Die ukrainischen Drohneneinheiten haben eigenen Angaben zufolge im Oktober durchschnittlich alle 41 Sekunden ein russisches Ziel angegriffen. Alle 159 Sekunden habe man einen russischen Soldaten verletzt oder getötet. Das sei ein "historischer Monatsrekord". Einer US-Studie aus dem Juli zufolge sind im Ukraine-Krieg bisher mindestens 1,4 Millionen Menschen verletzt worden oder verschollen. Bis zu 600.000 Soldaten seien auf beiden Seiten getötet worden. Davon seien zwischen 400.000 und 450.000 russische Soldaten. Allein im Oktober wurden ukrainischen Angaben zufolge 54.400 russische Soldaten verletzt oder getötet, was auch einen neuen Monatsrekord darstellen soll.
+++ 12:16 Ukraine: Hunderttausende Haushalte nach russischen Angriffen ohne Strom +++
In der Ukraine sind nach neuen russischen Angriffen auf die Energieinfrastruktur nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj Hunderttausende Haushalte ohne Strom. Die Angriffe in der Nacht zum Sonntag hätten vier Regionen des Landes getroffen, teilt Selenskyj auf dem Kurzmitteilungsdienst Telegram mit. "Die Intensität der Angriffe ist sehr hoch, und Russland versucht, den Mangel an Abfangraketen für ballistische Raketen maximal auszunutzen", erklärt Selenskyj.
+++ 11:35 Huss: "Oleschky zeigt, dass Mechanismus ausgearbeitet wurde" +++
Die örtlich begrenzte Waffenruhe in der russisch besetzten Stadt Oleschky im Süden der Ukraine zeige laut Expertin Oksana Huss, dass beide Kriegsparteien offenbar einen gemeinsamen Mechanismus entwickelt haben. Die Vereinbarung umfasst neben der freien Ausreise von Zivilisten unter anderem auch Lieferung von Lebensmitteln, Wasser und Medikamenten.
+++ 10:58 Steinmeier: Bei Ukraine-Vorschlag stand Xi "die Irritation in seinem Gesicht" +++
China zeigt nach Darstellung von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier kein Interesse an einem Dreiergipfel mit Russland und den USA zur Ukraine. Er habe den chinesischen Präsidenten Xi Jinping bei ihrem Treffen in Peking darauf angesprochen, sagt Steinmeier im "Bericht aus Berlin" der ARD. Nach dessen Antwort werde es wohl beim bevorstehenden Apec-Gipfel in Shenzhen tatsächlich ein Treffen der Präsidenten der drei Staaten geben. Hierbei solle es aber nicht um die Ukraine gehen. "Es ist nach seiner Auffassung keinerlei Vorbereitung für einen Ukraine-Gipfel unter Beteiligung der USA, Russlands und Chinas am Horizont", berichtet Steinmeier aus seinem Gespräch mit Xi. "Er hat ausdrücklich darauf hingewiesen, dass dies ein europäischer Konflikt sei, bei dem die Europäer mit am Tisch sitzen müssten." Als er Xi auf einen möglichen Ukraine-Gipfel angesprochen habe, konnte man "die Irritation in seinem Gesicht feststellen", sagt Steinmeier, der sich am Freitag mit Xi in Peking getroffen hatte. Inzwischen ist er in Berlin zurück.
+++ 10:15 Novum: Moskau und Kiew loben sich gegenseitig nach Oleschky-Deal +++
Die Evakuierung aus der von Russland kontrollierten Frontstadt Oleschky sei ein beispielloser Kraftakt gewesen, sagt der Menschenrechtsbeauftragte der Ukraine, Dmytro Lubinez. Er begleitete die humanitäre Hilfsaktion mit seiner russischen Kollegin Jana Lantratowa. Lubinez meint sogar, dass solche Schritte den Weg zu einem Frieden bereiten könnten. Die beiden Vertreter Moskaus und Kiews dankten nicht nur Melania Trump mehrfach für ihr Oleschky-Engagement. Sie lobten sich auch gegenseitig, dass beide Seiten die Vereinbarungen einhielten - ein Novum in den sonst aggressiven Wortgefechten der Staatsführungen. "Die Mission ist beendet. Aber leider bleiben die Lebensbedingungen in Oleschky äußerst schwierig", sagt Lantratowa. "Wir unternehmen alle Anstrengungen, um die Einwohner zu unterstützen." Mit Lubinez habe sie deshalb weitere regelmäßige Hilfsaktionen vereinbart. "Das ist ein wichtiger Schritt", betont sie. Vor dem Krieg hatte Oleschky noch 24.000 Einwohner. Jetzt sind es wohl noch deutlich über 1000.
+++ 09:33 Russland leitet nach Angriff Terrorismus-Ermittlungen ein +++
Die russischen Behörden leiten nach dem Angriff auf eine Industrieanlage Ermittlungen wegen Terrorismus ein (Siehe Einträge von 08.02 und 8.53 Uhr). Das russische Ermittlungskomitee habe ein entsprechendes Strafverfahren wegen des Angriffs auf die Fabrik und zivile Infrastruktur eröffnet, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Tass. Die Regionalbehörden kündigten zudem Maßnahmen an, um die Versorgung an den Tankstellen zu gewährleisten. Es würden alle Vorkehrungen für eine ausreichende Kraftstoffversorgung getroffen, teilte die Regionalregierung laut Tass mit.
+++ 08:53 Russland zerstört "mehr als 100" ukrainische Drohnen +++
Die Ukraine hat die russische Industrie in der Nacht massiv angegriffen. Insgesamt seien in der Nacht "mehr als 100 Drohnen zerstört" worden, teilte der Gouverneur der russischen Region Nischni Nowgorod, Gleb Nikitin, mit. Opfer habe es keine gegeben, fügte er hinzu. Bei einem Drohnenangriff östlich der russischen Hauptstadt Moskau ist nach russischen Angaben ein Industrieunternehmen getroffen worden. Dabei könnte es sich um eine russische Ölraffinerie handeln (siehe Eintrag von 08.02 Uhr).
+++ 08:02 Massive russische Ölraffinerie soll in Flammen stehen +++
Laut ukrainischen Telegramkanälen, über die "Kyiv Independent" berichtet, soll eine große russische Ölraffinerie im Gebiet Nischni Nowgorod in der Nacht Ziel eines Drohnenangriffs geworden sein und in Flammen stehen. Es ist Russlands viertgrößte Ölraffinerie und zweitgrößter Benzinproduzent. Jährlich werden dort etwa 15 bis 17 Millionen Tonnen Rohöl verarbeitet. Laut Bericht produziert die Raffinerie, die rund 800 Kilometer von der ukrainisch-russischen Grenze entfernt liegt, Kraftstoff, der zur Versorgung der russischen Streitkräfte verwendet wird.
+++ 07:13 Rathaus überlebt Besatzung in 2014 - und wird nun von Russland zerstört+++
Ein russischer Luftangriff hat laut "Kyiv Independent" das Gebäude des Stadtrats von Kramatorsk im Gebiet Donezk zerstört, wie die örtlichen Behörden mitteilten. Das Gebäude hatte die Besetzung der Stadt durch von Russland unterstützte Milizen im Jahr 2014 und die anschließende Befreiung durch ukrainische Streitkräfte überstanden. "Vor einer Stunde hat Russland mit einem Luftangriff das zentrale Gebäude der ukrainischen Staatlichkeit in Kramatorsk zerstört", schreibt Oleksandr Honcharenko, Leiter der Militärverwaltung der Stadt, auf Facebook. "Sie können ein Gebäude zerstören, unser Land verwüsten und unsere Erinnerungen stehlen. Aber sie können unser Recht auf eine Zukunft nicht zerstören", schrebt er weiter.
+++ 06:21 Stichwahl ums Präsidentenamt in Bulgarien wird auch für Russland wichtig +++
In Bulgarien entscheidet sich am heutigen Sonntag in einer Stichwahl, wer künftig an der Spitze des Staates steht. Die derzeitige Präsidentin Ilijana Jotowa, die Verhandlungen im Ukraine-Krieg fordert und von Kritikern als russlandfreundlich bezeichnet wird, steht dabei ihrem Herausforderer Andrej Gjurow gegenüber. Im ersten Durchgang vor einer Woche lag Jotowa mit 35 Prozent der Stimmen nur knapp vor Gjurow, der auf 32 Prozent kam. Die Abstimmung gilt vor allem als Entscheidung der Wähler darüber, welchen außenpolitischen Kurs Bulgarien künftig fahren soll. Jotowa, eine ehemalige Journalistin und sozialistische Europaabgeordnete, hatte das Präsidentenamt erst im Januar von Rumen Radew übernommen. Dieser war zurückgetreten und hatte anschließend die Parlamentswahl gewonnen und das Amt des Ministerpräsidenten übernommen.
+++ 05:35 Geheimdienst SBU zeigt Video der Heimkehrer aus Oleschky +++
Der Inlandgeheimdienst der Ukraine (SBU) hat Videomaterial veröffentlicht, das die Rückkehr von Einwohnern aus der besetzten Stadt Oleschki in der Region Cherson zeigt. "Aufnahmen von Ukrainern, die aus der vorübergehend besetzten Stadt Oleshky zurückkehren", heißt es in dem Beitrag auf Facebook.
+++ 04:04 Selenskyj: Russland tötet gezielt Geistliche +++
Bei russischen Angriffen sind seit dem Überfalls Russlands auf die Ukraine etwa 120 Geistliche getötet worden. Zugleich seien über 800 religiöse Einrichtungen beschädigt worden, sagt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in einem Interview mit "This Week on Capitol Hill". "Einige von ihnen waren tausend Jahre alt und wurden massenhaft mit Drohnen und Raketen, sowohl Marschflugkörpern als auch ballistischen, angegriffen", sagt Selenskyj. Der Interviewer bat ihn um eine Stellungnahme zu den Vorwürfen amerikanischer Kommentatoren, darunter Tucker Carlson, die Kiew der Verfolgung religiöser Minderheiten beschuldigt hatten. Selenskyj antwortet darauf mit einer Beschreibung der Auswirkungen des russischen Krieges auf die religiösen Institutionen der Ukraine. "Die Russen haben etwa 120 Geistliche getötet", sagt er. "Absichtlich, nicht versehentlich, bei gezielten Angriffen auf diese Menschen, auf unsere Kirchen und andere religiöse Einrichtungen."
+++ 02:24 Nordkorea: Forscher haben wichtiges Waffensystem getestet +++
Nordkorea hat nach eigenen Angaben ein wichtiges Waffensystem getestet. Die wehrwissenschaftlichen Forschungsinstitute hätten einen neuen Streubomben-Sprengkopf für taktische ballistische Raketen erprobt, meldet die staatliche Nachrichtenagentur KCNA. Ziel des Tests sei es gewesen, die Anpassung an den Kampf und die Leistung des Sprengkopfes zu bewerten. Ein Standard-Sprengkopf vom Typ 2 könne bei höchster Dichte eine Zielfläche von zwölf bis 13 Hektar zerstören, heißt es weiter. Analysten zufolge könnten die Tests Teil der Bemühungen zur Modernisierung des Militärs sein. Nordkorea hat Erfahrungen in der modernen Kriegsführung gesammelt, indem es Truppen für seinen Verbündeten Moskau in den Krieg in der Ukraine schickte.
+++ 00:57 Wadephul prangert Moskau wegen Getreidelieferungen an +++
Im Rahmen des Außenministertreffens der G20 dämpft US-Außenminister Marco Rubio Hoffnungen auf einen schnellen Durchbruch bei den unterbrochenen Getreidelieferungen über das Schwarze Meer: Die USA prüften Vorschläge für eine Lösung. Diese würde den Krieg zwar nicht beenden, könne aber Folgen für die Ernährungssicherheit dämpfen. Außenminister Johann Wadephul sagt nach den Beratungen in Miami, es gebe ein deutlich gestiegenes Interesse an einer Lösung für die Getreidelieferungen. Alle seien es leid, dass Moskaus geopolitische Machtspiele nicht nur Wachstum und Wohlstand weltweit gefährdeten, sondern auch eine Hungerkrise im Globalen Süden provozierten und dabei teils die Ärmsten der Armen treffen würden. Die Wochen bis zum G20-Gipfel seien entscheidend. Aktuell versenken oder beschädigen Russland und die Ukraine Schiffe der Gegenseite. Das Schwarze Meer ist eine der wichtigsten Handelsrouten für Agrargüter weltweit. Beide Länder zählen zu den größten Weizenexporteuren.
+++ 23:31 Selenskyj denkt über Patriot-Tauschhandel nach +++
Nach der Zusage der USA zum Verkauf von 500 Patriot-Flugabwehrraketen an die Ukraine denkt deren Präsident Wolodymyr Selenskyj bereits über Möglichkeiten für einen beschleunigten Erhalt der Waffen nach. Im Gespräch mit ukrainischen Journalisten am Randes seines Besuchs in der Türkei spricht er einen möglichen Tauschhandel mit Partnern seines Landes an. "Ich werde versuchen, dies mit einigen Partnern zu vereinbaren, sodass wir aus diesem Paket von 500 Raketen bei jemandem 10, 20 oder 30 (Raketen) entnehmen können, um entsprechende Garantien und Verträge zu unterzeichnen, wonach wir diese Raketen später aus dem amerikanischen Paket mit einem gewissen Prozentsatz oder vielleicht auch ohne Aufschlag zurückgeben werden", sagt Selenskyj. Auf diese Art könnte die Ukraine einen Teil der Raketen noch lange vor dem Eintreffen der amerikanischen Lieferung erhalten und einsetzen.
+++ 22:12 Drohnen rufen Kampfjets auf den Plan +++
Rumänien und Moldau berichten von neuen Drohnenvorfällen. Dabei sollen zwei Drohnen aus der benachbarten Ukraine am späten Nachmittag in den moldauischen Luftraum eingedrungen sein. Die Vorfälle hätten sich vor dem Hintergrund massiver russischer Angriffe auf die Ukraine ereignet, schreibt das moldauische Verteidigungsministerium. Die Drohnen hätten den Luftraum wieder verlassen oder seien vom Radar verschwunden, heißt es. Auch im Nachbarland Rumänien gab es am Nachmittag und Abend Drohnenalarm. Zwei Drohnen seien in den Luftraum im Nordosten des Landes eingedrungen, erklärt das Verteidigungsministerium. Den Angaben nach kam mindestens eine Drohne aus Moldau. Rumäniens Militär ließ demnach vorsichtshalber vier F16-Kampfjets und einen Kampfhubschrauber aufsteigen. Eine der Drohnen habe den rumänischen Luftraum wieder verlassen, die andere sei zuletzt in östlichen Gebieten nahe Moldau registriert worden. Abstürze wurden nicht gemeldet.
+++ 21:25 Rubio: Interesse an Waffenruhe im Schwarzen Meer wächst +++
Nach den Worten von US-Außenminister Marco Rubio wächst das internationale Interesse an einer begrenzten Waffenruhe im Schwarzen Meer. Ziel sei es, ungehinderte Energie- und Getreidelieferungen durch Russland und die Ukraine zu gewährleisten, sagt Rubio auf einer Pressekonferenz. Die USA prüften Vorschläge der Türkei und Indiens, um die Getreidelieferungen wieder in Gang zu bringen. Die Ukraine und Russland gehören zu den größten Getreidelieferanten weltweit. Angriffe auf Schiffe gefährden jedoch den Handel. "Dies bedroht die weltweite Ernährungs- und zum Teil auch die Energiesicherheit", sagt Rubio. Eine Waffenruhe im Schwarzen Meer löse zwar nicht den Krieg, "aber zumindest einen bestimmten Aspekt davon".
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