Mecklenburg-VorpommernProzess um zerstückelte Leiche - Lebensgefährte vor Gericht

Der heute 36-jährige Angeklagte soll seine Lebensgefährtin vor knapp einem Jahr in Hagenow umgebracht haben, weil sie ihm kein weiteres Geld leihen wollte. Viele Fragen sind offen.
Schwerin (dpa/mv) - Weil er seine Lebensgefährtin im Dezember 2025 umgebracht und ihre Leiche zerstückelt haben soll, steht ein heute 36 Jahre alter Mann aus Hagenow (Landkreis Ludwigslust-Parchim) vor dem Landgericht Schwerin. Zum Auftakt des Mordprozesses verlas der Staatsanwalt die Anklageschrift mit grausigen Details.
Demnach soll der Mann am 12. Dezember 2025 die Frau in ihrer Wohnung tödlich verletzt haben - wie, ist unklar, weil der Rumpf der Leiche nie gefunden wurde. Anschließend soll der Mann die Leiche zerteilt und Kopf, Arme, Beine und Becken zusammen mit vielen Kleidungsstücken in Müllsäcke gepackt haben. Die Säcke soll er unter Gartenabfällen an einer öffentlichen Ablagestelle für Grünschnitt in Goldenbow (Landkreis Ludwigslust-Parchim) versteckt haben. Dort wurden sie im Februar 2026 gefunden.
Mit der Girokarte des Opfers soll der Mann in den Tagen nach dem Tod der Frau insgesamt 1.500 Euro abgehoben haben. Für den Prozess sind zahlreiche Termine bis Mitte Januar angesetzt. Der Angeklagte ließ über seinen Anwalt erklären, dass er sich nicht zur Tat äußern will.