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Nordrhein-WestfalenNadeln in Halloween-Süßigkeiten: Polizei sucht mehrere Täter

02.11.2026, 09:43 Uhr
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In Essen entdecken Familien spitze Gegenstände in den Halloween-Süßigkeiten ihrer Kinder. Die Polizei geht von mehreren Tätern aus – und warnt deshalb Eltern in der ganzen Stadt.

Essen (dpa/lnw) - Nachdem zwei Familien in Essen spitze Gegenstände in Halloween-Süßigkeiten gefunden haben, warnt die Polizei die Eltern in der ganzen Stadt vor manipulierten Schokoriegeln und anderen Naschereien. "Wir können fast sicher ausschließen, dass hinter beiden Fällen ein und derselbe Täter steckt. Die Kinder waren in völlig unterschiedlichen Stadtteilen unterwegs", sagte ein Polizeisprecher.

Deshalb rufe man vorsorglich alle Familien im gesamten Stadtgebiet auf, ihre gesammelten Süßigkeiten genau anzuschauen. Konkrete Hinweise auf die Täter gebe es bislang nicht.

Auch in den sozialen Netzwerken appellierte die Essener Polizei: "Bitte überprüfen Sie vor dem Verzehr die Süßigkeiten auf mögliche Einstichstellen und nehmen Sie bei verdächtigen Feststellungen umgehend Kontakt zur Polizei auf."

Nadeln im Schokoriegel

An Halloween waren überall im Land Kinder in gruseligen Verkleidungen von Haus zu Haus gezogen, um Süßigkeiten zu sammeln. Doch in diesem Jahr gibt es aus mehreren Bundesländern Berichte, dass gefährliche Gegenstände wie Nadeln darin versteckt waren.

In Essen hatte ein Vater verdächtige Einstichlöcher in der Verpackung eines Schokoriegels bemerkt, den sein 13-jähriger Sohn bekommen hatte. Versteckt in dem Riegel fand er schließlich eine spitze Nadel. In einem anderen Essener Stadtteil entdeckten Eltern Metallstifte in einem Schokoriegel und in einer Tüte mit Weingummi.

Polizei geht von mehreren Tätern aus

Beide Familien seien in Stadtteilen unterwegs gewesen, die mehrere Kilometer auseinanderlägen. Auch die versteckten Gegenstände seien unterschiedliche gewesen. Die Ermittler gingen davon aus, dass man es mit mehreren Tätern zu tun habe, sagte der Polizeisprecher. Deshalb habe sich die Polizei entschieden, Familien in der ganzen Stadt zu besonderer Vorsicht aufzurufen.

Weshalb es in diesem Jahr bundesweit so viele vergleichbare Fälle gebe, sei Gegenstand der Ermittlungen. Verletzt wurde in Essen nach ersten Erkenntnissen kein Kind. Gegen die Täter werde wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung ermittelt.

Quelle: dpa

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