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Sachsen-AnhaltWarnstreik bei Rolls-Royce in Magdeburg

02.11.2026, 07:54 Uhr
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Beschäftigte bei Rolls-Royce in Magdeburg legen die Arbeit nieder und erhöhen den Druck in der Tarifrunde. Warum das Angebot der Arbeitgeber aus Sicht der IG Metall nicht ausreicht.

Magdeburg (dpa/sa) - Die IG Metall hat die Beschäftigten der Rolls-Royce Solutions Magdeburg GmbH für Montag zum Warnstreik aufgerufen. Die Arbeitsniederlegung soll am Mittag beginnen und voraussichtlich drei Stunden dauern. Vor dem Betrieb ist eine Kundgebung geplant. Die Geschäftsführung des Unternehmens war am Morgen zunächst nicht zu erreichen.

Druck auf die Arbeitgeber soll wachsen

Der Warnstreik soll dem Druck auf die Arbeitgeber in der laufenden Tarifrunde der Metall- und Elektroindustrie erhöhen. Die IG Metall fordert 5 Prozent mehr Geld, eine bessere Berücksichtigung der unteren Entgeltgruppen, tarifliche Regelungen zur Sicherung von Arbeitsplätzen und Standorten sowie eine Gewinnbeteiligung in wirtschaftlich besonders erfolgreichen Unternehmen.

Gewerkschaft hält Angebot für nicht ausreichend

"Das bisherige Angebot der Arbeitgeber wird diesen Erwartungen nicht gerecht", teilte die IG Metall vorab mit. Geplant seien eine Einmalzahlung im Juli 2027 und eine dauerhafte Erhöhung der Entgelttabellen um lediglich 1,3 Prozent ab Juli 2028 bei einer Laufzeit von insgesamt 26 Monaten. Dieses Angebot laufe real - also unter Berücksichtigung der steigenden Preise - auf eine Minusrunde für die Beschäftigten hinaus.

"Die Beschäftigten bei Rolls-Royce in Magdeburg leisten jeden Tag ihren Beitrag zum wirtschaftlichen Erfolg und zur Zukunft des Unternehmens. Sie erwarten zu Recht eine spürbare und dauerhafte Entgelterhöhung. Das bisherige Angebot der Arbeitgeber ist zu wenig, kommt viel zu spät und soll viel zu lange gelten", betonte André Voß, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Magdeburg-Schönebeck.

IG Metall schätzt wirtschaftliche Lage der Branche differenziert ein

Nach Darstellung der Gewerkschaft ist die wirtschaftliche Lage innerhalb der Metall- und Elektroindustrie unterschiedlich. Während in einigen Unternehmen und Branchen Auftragslage schwierig sei, seien andere Betriebe gut ausgelastet oder erzielten hohe Gewinne.

"Die IG Metall fordert deshalb tarifliche Lösungen, die den unterschiedlichen Situationen gerecht werden und gleichzeitig sicherstellen, dass die Beschäftigten nicht einseitig für wirtschaftliche Unsicherheiten bezahlen. Die Beschäftigten erwarten vom Unternehmen und vom Arbeitgeberverband ein klares Signal für eine zukunftsfähige und faire Tariflösung", hieß es.

Quelle: dpa

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