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Sachsen24.000 Industrie-Jobs weg - Arbeitgeber fordern Bündnis

29.10.2026, 10:16 Uhr
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Sachsens Industrie hat binnen drei Jahren rund 24.000 gut bezahlte Arbeitsplätze verloren. Arbeitgeberpräsident Jörg Brückner fordert ein Bündnis – doch wer muss sich dafür bewegen?

Dresden (dpa/sn) - Angesichts der wirtschaftlichen Unsicherheiten hat der sächsische Arbeitgeberpräsident ein Bündnis für Arbeit, Ausbildung und Wettbewerbsfähigkeit angemahnt. Um industrielle Arbeitsplätze zu erhalten, müssen sich Unternehmen, Politik aber auch Gewerkschaften und Betriebsräte bewegen, sagte Jörg Brückner. Er fordert die Bereitschaft zu Veränderungen, statt einer Bestandswahrung.

Jeder müsse seine Hausaufgaben machen: "Die Politik mit überfälligen Reformen, niedrigeren Standortkosten und mehr Netto vom Brutto für unsere Arbeitnehmer. Die Unternehmen mit Innovationen, wettbewerbsfähigen Produkten sowie der Sicherung von Beschäftigung. Und die Gewerkschaften mit der Bereitschaft, tarifliche Besitzstände zugunsten der Sicherung von Beschäftigung zu hinterfragen".

Brückners Angaben zufolge hat die sächsische Industrie in den vergangenen drei Jahren rund 24.000 gut bezahlte Arbeitsplätze verloren und mehr als 2.000 Unternehmen Insolvenz anmelden müssen. "Geopolitische Unsicherheiten, technologische Umbrüche, ungebremst galoppierende Kosten und ein immer schärferer internationaler Wettbewerb setzen die Unternehmen massiv unter Druck. Schuldzuweisungen sichern jedoch keinen einzigen Arbeitsplatz".

Quelle: dpa

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