SachsenWerner-Wechsel in die MLS: Fehlende Wertschätzung ein Grund

Bei den San José Earthquakes scheint Timo Werner sein Glück gefunden zu haben. Nun spricht er über Gründe für seinen Wechsel nach Amerika.
San José (dpa/sn) - Der frühere Nationalstürmer Timo Werner hat sich erstmals über die Gründe für seinen Wechsel zu den San José Earthquakes in die nordamerikanische Major League Soccer geäußert. Im Interview von "Transfermarkt" sagte der 30-Jährige, das Gefühl fehlender Wertschätzung wäre mit ausschlaggebend gewesen.
"Dann passierten noch ein paar andere Dinge im Alltag und im Fußball, die mir das Gefühl gaben, nicht wertgeschätzt zu werden. Das gehört aber zu einer Karriere dazu: Es gibt Momente, in denen es gut läuft, und dann Zeiten, in denen es nicht so gut läuft", sagte Werner zur Zeit nach einer Syndesmoseband-Operation, die ihn die Teilnahme an der Winter-WM in Katar 2024 kostete.
Karriere als Achterbahnfahrt
Seine Karriere sei bis dahin eine Achterbahnfahrt gewesen. "Manchmal habe ich Tore geschossen, manchmal habe ich danebengeschossen, manchmal habe ich für die Nationalmannschaft gespielt und manchmal nicht. Aber ich habe auch mit Chelsea die Champions League gewonnen. Wenn ich auf das zurückblicke, was ich in meiner Karriere erleben durfte, bin ich ziemlich zufrieden damit, wie sich alles letztendlich entwickelt hat", sagte Werner, der seine beste Zeit bei RB Leipzig hatte.
Für die Sachsen spielte er von 2016 bis 2020 sowie von 2022 bis Januar 2024. In 216 Partien kam er auf 113 Treffer. Zudem war er für seinen Heimatverein VfB Stuttgart, den FC Chelsea und Tottenham Hotspurs aktiv.
"Ich wollte einfach mal etwas anderes machen. Wenn man mal genau darüber nachdenkt, war es eigentlich nur ein Hin und Her zwischen London und Leipzig. Ich hätte auch bei einem anderen Verein in England unterschreiben können; es gab auch Optionen in Deutschland in der Bundesliga. Beide Ligen machen Spaß, aber es war einfach Zeit für etwas Neues" sagte Werner, der zudem das attraktive Gesamtpaket, das ihm der US-Verein bot, erwähnte.