ThüringenLandesrechenzentrum wird mit 63 Millionen Euro aufpoliert

Über das Landesrechenzentrum laufen wichtige IT-Dienste des Freistaats. Doch das Gebäude ist in die Jahre gekommen. Das sind die Sanierungspläne.
Erfurt (dpa/th) - Das in die Jahre gekommene Thüringer Landesrechenzentrum bekommt eine Frischekur. Mit insgesamt 63 Millionen Euro sollen bis Ende 2030 ein Erweiterungsbau entstehen und das bisherige Gebäude in Erfurt saniert werden, wie das Infrastrukturministerium mitteilte. Das Rechenzentrum ist der zentrale IT-Dienstleister der Landesverwaltung und betreut unter anderem die E-Government-Anwendungen des Landes.
Freistaat entscheidet sich gegen Anmietung
Das seit 2003 genutzte Gebäude sei inzwischen modernisierungsbedürftig, hieß es weiter. Mit der Sanierung und Erweiterung werde die Betriebs- und Versorgungssicherheit der IT-Infrastruktur des Landes langfristig gewährleistet. "Der Freistaat hat sich bewusst gegen eine Anmietung und für einen Eigenbau entschieden, denn wichtige kritische Infrastruktur muss in der Hoheit der öffentlichen Hand bleiben", sagte Infrastrukturminister Steffen Schütz (Thüringen.Gerecht).
Das erweiterte Rechenzentrum diene vor allem den Menschen und einer modernen, digitalisierten Gesellschaft in Thüringen. "Es geht um digitale Bürgerdienste, die Wartezeiten und Bürokratie reduzieren aber auch um Sicherheit und digitale Souveränität, um die Daten des Freistaats und seiner Bürgerinnen und Bürger sicher verarbeiten zu können."
Zunächst soll der Erweiterungsbau entstehen. Ab März 2029 soll dorthin die Datentechnik umziehen, anschließend soll das alte Gebäude saniert und modernisiert werden.