Wirtschaft

"Entsprach unseren Erwartungen"Puma schreibt rote Zahlen und will weniger investieren

30.10.2026, 09:32 Uhr
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Der chinesische Sportartikelriese Anta Sports hält seit Anfang Oktober 29,1 Prozent der Anteile von Puma. (Foto: picture alliance / NurPhoto)

Puma verzeichnet weniger Kaufinteresse in Europa und Nordamerika, sodass der Umsatz des Sportartikelherstellers deutlich sinkt. Vorstandschef Arthur Höld zeigt sich eher unbeeindruckt und spricht von einem "Übergangsjahr".

Beim fränkischen Sportartikelkonzern Puma schlagen sich der laufende Umbau und die schwache Konjunktur in roten Zahlen nieder. Der Umsatz sank im dritten Quartal währungsbereinigt um sechs Prozent auf 1,78 Milliarden Euro, wie Puma in Herzogenaurach mitteilte. Vor Zinsen und Steuern (Ebit) fiel ein Verlust von 11,4 Millionen Euro an - vor Jahresfrist hatte Puma noch einen operativen Gewinn von 16,2 Millionen Euro erwirtschaftet. Unter dem Strich stand nun ein Nettoverlust von 54,9 (62,4) Millionen Euro. Dabei verzeichnete Puma vor allem in Europa und Nordamerika eine schwächere Nachfrage. 

Puma grenzte die Ergebnisprognose für das Gesamtjahr ein: Das Ebit soll zwischen 80 und 130 Millionen Euro liegen. Bisher lag die Spanne zwischen 50 und 150 Millionen Euro Verlust. Dabei drosselt Puma die Investitionen mit Verweis auf das Marktumfeld auf weniger als 150 (bisher 200) Millionen Euro. Für den währungsbereinigten Umsatz bleibt es bei der Erwartung eines Rückgangs um einen niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentsatz.

"Die Geschäftsentwicklung im dritten Quartal entsprach unseren Erwartungen", sagte Vorstandschef Arthur Höld. "Wir haben Puma weiter durch unser Übergangsjahr gesteuert und gleichzeitig die Grundlage für künftiges Wachstum gelegt."

Anfang Oktober hatte der chinesische Sportartikelriese Anta Sports seinen im Juni angekündigten Einstieg bei Puma perfekt gemacht. Er hält nun 29,1 Prozent der Anteile und stellt den Aufsichtsratschef. "Wir sehen das als einen starken Vertrauensbeweis für unsere Strategie, unser Managementteam und unsere Zukunft", sagte Höld. Bei den Großhändlern in China sorgte das aber offenbar für Unmut, weil Anta dort radikal auf den Direktvertrieb über eigene Läden und Online-Shops setzt. "Nach der Ankündigung der geplanten Beteiligung von Anta Sports an Puma fiel die Nachfrage von Handelspartnern in China zurückhaltender aus", hieß es in der Mitteilung.

Quelle: ntv.de, csi/rts

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