Der Börsen-TagKursschock bei Intel
Intel hat auf einen Schlag mehr als ein Fünftel seines Werts verloren, weil die Geschäftsprognose des Konzerns die Börse schwer enttäuschte. Intel macht zu schaffen, dass wegen des explosiven Anstiegs der Speicherpreise weniger PCs verkauft werden. Hinzu kommen Lieferketten-Probleme bei Chips für Rechenzentren, bei denen es eine hohe Nachfrage gibt.
Intel sagte für das laufende Vierteljahr einen Umsatz zwischen 15 und 16 Milliarden Dollar voraus. Analysten hatten eher mit 17 Milliarden Dollar gerechnet. Beim bereinigten Gewinn pro Aktie verfehlte Intel mit einer Prognose von 25 US-Cent die Markterwartung von 43 Cent deutlich. Die Aktie stürzte im nachbörslichen US-Handel um rund 22 Prozent ab.
Intel-Finanzchef David Zinsner sagte, das Unternehmen stelle seit Wochen eine Abschwächung des Geschäfts fest, weil wegen hoher Speicherpreise weniger Computer gekauft würden. Auch mindestens übers erste Halbjahr 2027 werde es keine Besserung geben, betonte er. Intel-Chef Lip-Bu Tan verwies darauf, dass der ganze Markt betroffen sei. Auch im gesamten kommenden Jahr würden die Speicherpreise ein schwerwiegendes Problem bleiben. Intel rechnet für 2027 mit einem Schrumpfen des PC-Marktes um zehn Prozent nach einem Rückgang um zwölf Prozent in diesem Jahr.