Das war Donnerstag, der 29. Oktober 2026
Liebe Leserinnen und Leser,
das bestimmende Thema des Tages war mal keine Wahl, sondern die mögliche Regierende Bürgermeisterin von Berlin: Elif Eralp. Die hatte dem "Spiegel" ein Interview gegeben und bei der Freigabe der Antworten dann Informationen mitschicken lassen, die jetzt für Furore sorgen. Darin gestand sie nämlich Zweifel am Interview ein - vor allem, weil sie den Namen eines Mannes nannte, vor dem sie sich fürchte: Ibrahim Ibrahim. Der soll zu einem Netzwerk gehören, das unter anderem die Hamas unterstützt. Er tauchte am Abend der Wahl zum Abgeordnetenhaus auch auf der Wahlparty des Linken-Bezirksverbands Neukölln auf. Einige hinterfragen in dem Zusammenhang ihre Eignung als Bürgermeisterin, andere loben ihre Offenheit. Wieder andere hinterfragen die Entscheidung des "Spiegel", die fälschlicherweise geschickten Gedanken zu veröffentlichen.
Eine zweite Personalie kam heute nicht ganz so überraschend. So erklärte EZB-Chefin Christine Lagarde, dass sie die Europäische Zentralbank - obwohl sie der noch bis Oktober 2027 vorsteht - bereits zu Beginn des kommenden Jahres verlassen werde. Seit längerer Zeit wird spekuliert, dass sie Leiterin des Wirtschaftsforums in Davos werden könnte.
Dann gab es am Abend zunächst Freude - bei Tennisfans, vor allem aber bei Alexander Zverev. Der wird in der Tennis-Weltrangliste erstmals als Nummer eins geführt. Als das letzte Mal ein deutscher Spieler von der ATP-Spitze grüßte, war Zverev noch nicht einmal geboren. Das ist nämlich bereits 35 Jahre her. Damals der König der Tenniswelt? Boris Becker!
Und dann folgte die große Trauer - Schauspiellegende Patrick Stewart ist von uns gegangen. Der Brite spielte lange Shakespeare am Theater und probierte sich Mitte der 70er Jahre auch in Serien und Film aus- So spielte er etwa 1980 im Weihnachtsklassiker "Der kleine Lord" mit. Unstrittig seine größte Rolle ist jedoch die des Jean-Luc Picard, Kapitän des Raumschiffs Enterprise - zunächst in fast 180 Folgen der Serie "Star Trek - The next Generations", später in mehreren Film-Abenteuern. Und vor wenigen Jahren erneut in einer Serie, die den Namen seiner Figur trug. Auch dem X-Men-Franchise drückte er seinen Stempel auf. Zudem spielte er in zahlreichen weiteren Filmen und lieh seiner Picard-Figur in vielen Videospielen seine Stimme.
Was heute sonst noch wichtig war:
Hegseth mustert Top-General aus - Ranghöchster Stratege der US-Armee entlassen
Grüne beschuldigt CDU - AfD-Kandidat bekommt in Berlin zusätzliche Stimmen
Mehrere Menschen an Bord - Helikopter von EU-Friedenstruppe stürzt in Bosnien ab
Inflation und Krieg zum Trotz - Starkes Wachstum der US-Wirtschaft überrascht Analysten
Europa treibt Wachstum - Weltweite Nachfrage nach Elektroautos erreicht Rekord
Von Erlangen nach Hollywood - Schauspielerin Elke Sommer stirbt mit 85 Jahren
Damit beschließe ich den "Tag". Ich wünsche Ihnen einen erholsamen Abend und eine gute Nacht. Der "Tag" ist ab morgen früh wieder für Sie da. Auf bald.
Mädchen von Wolf verletzt - Polizei untersucht fahrlässiges Verhalten
Nach dem Angriff eines Wolfs auf ein achtjähriges Mädchen in einem Wildpark im brandenburgischen Baruth/Mark ermittelt die Polizei wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung. Die Ermittlungen richteten sich gegen eine Mitarbeiterin, die mit den Kindern im Gehege gewesen sei, sagte eine Polizeisprecherin. Der Landkreis kündigte eine Aufarbeitung des Angriffs und eine Kontrolle des Wildparks südlich von Berlin Anfang kommender Woche an.
In einer Mitteilung teilte die Kreisverwaltung mit: "Nach den vorliegenden Informationen hätten die Kinder das Gehege nicht betreten dürfen." Warum es dazu kam und ob möglicherweise Sicherheitsvorkehrungen nicht beachtet wurden, blieb unklar. Weitere Angaben dazu wollte eine Sprecherin des Landkreises nicht machen.
Ein Wolf hatte am Mittwochmorgen das Mädchen schwer verletzt. Das Kind kam per Rettungshubschrauber in eine Berliner Klinik. Angriffe von Wölfen sind in Deutschland sehr selten. Für mehrere Kinder sei vor der regulären Öffnung des Wildparks ein "Tierpflegertag für Kinder" vorgesehen gewesen, teilte der Landkreis Teltow-Fläming mit. "Während der Tränkung der Tiere im Wildgehege griffen die dort gehaltenen Wölfe ein Mädchen an und verletzten es schwer", so der Landkreis.
Fels stürzt in türkischer Urlaubsregion ein - drei Tote
Beim Einsturz einer sogenannten Felsnadel infolge starker Regenfälle sind in der türkischen Tourismusregion Kappadokien drei Menschen ums Leben gekommen. Gouverneur Hüseyin Kök teilte mit, zwei der Toten seien türkische Staatsbürger, bei dem dritten Todesopfer handele es sich um einen Ausländer. Die Region Kappadokien gehört zum Unesco-Welterbe und ist bekannt für ihre hoch aufragenden, kegelförmigen Felsen, die sogenannten Feenkamine.
Nach starken Regenfällen war es nahe der Stadt Göreme in der Provinz Nevsehir zu einem Erdrutsch gekommen, der wiederum die Felsnadel zum Einsturz brachte. Nach Angaben von Gouverneur Hüseyin Kök trug sich das Unglück am Nachmittag in der Nähe eines Freilichtmuseums zu. Augenzeugen berichteten von einem lauten Geräusch, als die Felsnadel einstürzte.
Alle Stimmen in Israel ausgezählt - Netanjahu hat keine Mehrheit
Nach Auszählung aller Stimmen haben bei der Parlamentswahl in Israel sowohl die Regierungskoalition von Benjamin Netanjahu als auch das Oppositionslager von Gadi Eisenkot eine absolute Mehrheit verfehlt. Die bisherige Koalition aus rechten, rechtsextremen und religiösen Parteien kommt auf 53 Sitze im Parlament (2022: 64 Sitze), wie mehrere israelische Medien am Abend nach Ende der Auszählung meldeten - für eine Mehrheit bräuchte es 61 Mandate. Die rechtskonservative Likud-Partei von Ministerpräsident Netanjahu verliert demnach fünf Sitze, bleibt mit 27 Mandaten jedoch die stärkste Partei im Parlament (Knesset). Als zweitstärkste Kraft geht den Angaben zufolge die von Eisenkot neu gegründete Mitte-Partei Jaschar mit 21 Sitzen aus der Wahl hervor. Das Oppositionsbündnis vereint demnach insgesamt 48 Mandate auf sich. Das Ergebnis führt zu einem Patt im Parlament - und zu einer schwierigen Regierungsbildung.
Um eine Mehrheit von 61 Sitzen zu erreichen, wäre Eisenkots Oppositionslager rechnerisch auf die Unterstützung der vorwiegend arabischen Parteien angewiesen. Diese erzielten mit zusammen 19 Mandaten ein historisches gutes Ergebnis (2022: 10 Sitze). Einer Zusammenarbeit mit arabischen Vertretern stehen jedoch Vorbehalte innerhalb der Opposition entgegen. Eisenkot knüpft eine Regierungsbildung an strikte Bedingungen. Mögliche Partner müssen demnach ein Bekenntnis zum jüdischen und demokratischen Charakter des Staates Israel unterzeichnen, eine allgemeine Dienstpflicht anerkennen sowie die islamistische Hamas als Terrororganisation einstufen.
Schauspiel-Star Patrick Stewart im Alter von 86 Jahren gestorben
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Wüste Prügelei bricht plötzlich in Armeniens Parlament los
In den Parlamenten Armeniens und Albaniens kochen die Emotionen derart hoch, dass in den hohen Häusern das Chaos losbricht. In Armenien fliegen plötzlich die Fäuste, in Albanien entzündet die Opposition Leuchtfackeln und Rauch.
35 Jahre nach Boris Becker: Alexander Zverev ist die Nummer 1 der Tennis-Welt
Angekommen auf dem Tennis-Thron: Als erst zweiter Deutscher ist Alexander Zverev Weltranglistenerster. Dafür hat der Hamburger jahrelang gegen Rückschläge und Dämonen gekämpft - und härter als alle anderen gearbeitet.
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"Kein Bedauern" - Attentäter in Frankreich wollte gezielt Muslime töten
Der Angreifer, der vor knapp einer Woche bei Paris einen Menschen erschossen und sieben weitere verletzt hat, hat sich zu einem rassistischen Motiv bekannt. Der 39 Jahre alte Kévin T. räumte ein, "gezielt Menschen vom muslimischen, afrikanischen oder nordafrikanischen Typ" ins Visier genommen zu haben, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte.
Der Täter habe den Ort Trappes ausgesucht, weil dieser als "Hochburg von Islamisten gelte", sagte der Staatsanwalt. Eine terroristische Absicht bestritt Kévin T. Seinen Angriff in den Pariser Vororten Trappes und La Verrière habe er als legitim bezeichnet. Der Täter empfinde "keinerlei Bedauern", sagte Anti-Terror-Staatsanwalt Olivier Christen.
Die Ermittler fanden bei dem allein lebenden Angestellten einer Autofirma Dutzende selbst entworfene Aufkleber mit Parolen wie "100 Prozent französisch". Auf einem Aufkleber ist die rechtspopulistische Partei Rassemblement National (RN) erwähnt: "Vive la France. RN. Stolz, Franzose zu sein". Kévin T. gab an, den Aufkleber selbst entworfen und bei Amazon bestellt zu haben. Er sei jedoch kein Parteianhänger.
Dürfen Kids jubeln? EU bremst nationale Social-Media-Verbote aus
Die EU-Kommission pocht beim Social-Media-Verbot für Kinder auf eine EU-weit einheitliche Altersgrenze und hat nationale Alleingänge deshalb ausgebremst. Österreich und weitere Staaten dürften für ein Jahr keine eigenen Verbote einführen, bevor das geplante EU-Gesetz in Kraft trete, sagte ein Kommissionssprecher in Brüssel. Das betrifft womöglich auch die Pläne von Bundesfamilienministerin Karin Prien.
Die Kommission hatte im September vorgeschlagen, Social Media für Kinder unter 13 Jahren zu verbieten. 14- und 15-Jährige sollen den Vorschlägen zufolge Profile mit eingeschränkten Funktionen erstellen können, wenn die Eltern zustimmen. Das geplante Gesetz wird nun im Europaparlament und im Rat der 27 Mitgliedstaaten verhandelt, die Altersgrenzen können sich dann noch ändern. Zahlreichen nationalen Regierungen dauern die Brüsseler Verhandlungen zu lange. Unter anderem Österreich hat ein eigenes Gesetz eingebracht, mit dem es Social Media und Videodienste für Kinder unter 14 Jahren verbieten will. Die Anweisung aus Brüssel bremst neben Österreich auch Portugal, Belgien und weitere Länder aus, die ebenfalls Gesetze planen. In Deutschland hat Familienministerin Prien angekündigt, übergangsweise ein deutsches Gesetz einzubringen, bislang liegt aber kein Entwurf vor.
Verstorbener Vater als Warnung - Kim Kardashian ließ sich operieren
Kim Kardashian musste sich aus gesundheitlichen Gründen operieren lassen. Das macht der Reality-TV-Star in einer aktuellen Folge des Formats "The Kardashians" öffentlich, das in Deutschland bei Disney+ verfügbar ist. Wegen mehrerer Auffälligkeiten wurde sie demnach an der Speiseröhre operiert. Laut mehreren Berichten soll der Eingriff bereits stattgefunden haben. Sie habe mehrere Ärzte aufgesucht und das Thema beschäftigte sie zuletzt sehr, erklärt Kardashian demnach in der Episode.
Die 46-Jährige fühlte sich offenbar unweigerlich an ihren Vater erinnert. Robert Kardashian ist vor mehr als 20 Jahren an den Folgen von Speiseröhrenkrebs verstorben. "Ich habe bisher nicht wirklich vielen Leuten davon erzählt. Einfach deshalb, weil mich das sehr stark berührt und ich mich eigentlich nicht damit befassen möchte", erklärt Kardashian demnach weiter. "Da mein Vater an Speiseröhrenkrebs verstorben ist, hoffe ich, dass ich einfach Medikamente nehmen kann und die Sache damit verschwindet." Zuvor war bei ihr eine Ösophagitis diagnostiziert worden, eine Speiseröhrenentzündung.
Youtuber "JP" Kraemer zu heftiger Geldstrafe verurteilt
YouTube-Star Jean Pierre "JP" Kraemer muss wegen Körperverletzung in zwei Fällen und Sachbeschädigung eine Geldstrafe von 270.000 Euro bezahlen. Die Summe setze sich aus 90 Tagessätzen zu je 3000 Euro zusammen, sagte eine Sprecherin des Amtsgerichts Dortmund. Die Taten beträfen seine Noch-Ehefrau. Bei der Sachbeschädigung handelte es sich laut Gericht um eine Kette, die er ihr vom Hals gerissen habe. Die "Bild"-Zeitung hatte berichtet.
Der 46-Jährige ("Die PS-Profis") hatte die Vorwürfe öffentlich teilweise eingeräumt und sich in einem weiteren Statement bei seiner Frau entschuldigt. Zuvor hatte er ihr zunächst vorgeworfen, sie habe ihn ebenfalls geschlagen. Sie hatte gegenüber "Bild" gesagt, sie habe ihm in einer Defensiv-Situation auf die Brust gehauen. Das Paar hat sich getrennt und lässt sich derzeit scheiden.
Die 270.000 Euro sind keine Entschädigung, sondern eine Geldstrafe. Der Ehefrau sei es darüber hinaus unbenommen, zivilrechtliche Schritte einzuleiten, so die Sprecherin des Gerichts. Kraemer kann gegen den Strafbefehl Einspruch einlegen, dann käme es zu einer Hauptverhandlung.
Händler verrammeln Geschäfte vor Protesten am Samstag - ohne Not?
Das Bundeskriminalamt (BKA) geht aktuell nicht davon aus, dass die für Samstag angekündigten Jugendproteste in Deutschland so gewalttätig verlaufen wie in Frankreich. Die Behörde sagte, "dass dem BKA keine Erkenntnisse vorliegen, die Rückschlüsse auf eine grundsätzlich unfriedliche Versammlungslage zulassen". Es gebe zwar "vereinzelte Kommentare und Postings", die als Aufrufe zu Gewalt interpretiert werden könnten. "Konkrete Aufrufe zu organisierter Gewaltanwendung können derzeit allerdings nicht durch das BKA festgestellt werden", so ein Sprecher. Das BKA betont, dass sich Mobilisierungsaufrufe in den sozialen Medien von den gewaltsamen Ausschreitungen im Ausland distanzieren. Im Netz ruft eine Initiative, die sich "GenZ regelt" beziehungsweise "GenZ steht auf" nennt, für den 31. Oktober zu Protesten in 23 Städten auf.
Zuvor hatte etwa der Verfassungsschutz gewarnt, linksextreme Gruppen könnten die Studentenproteste unterwandern und für ihre Zwecke nutzen. Einige Einzelhändler und Ketten haben aus dem Grund für den kommenden Samstag höhere Sicherheitsmaßnahme oder gar die Schließung einzelner Läden angekündigt. Die Parfümeriekette Douglas erklärte etwa, dass zwölf Filialen am Samstag geschlossen blieben. Auf der Düsseldorfer Königsallee (Kö) haben einige Luxushändler ihre Geschäfte mit Sperrholzplatten und Baugerüsten blockiert. Ein Modehändler plane in seinen Filialen in Düsseldorf, Berlin und Köln zudem verkürzte Öffnungszeiten, berichtet der "Merkur".
Lkw erfasst Frau und Kleinkind - beide tot
Am Vormittag gegen 11 Uhr kam es im Friedhofweg in der kleinen Gemeinde Hausen im Wiesental zu einem schweren Verkehrsunfall. Dabei starben eine 62-jährige Frau und ein einjähriges Kind, teilt die Polizei mit. Nach bisherigen Erkenntnissen fuhr ein Lkw im Friedhofweg rückwärts an ein Grundstück heran. Dabei erfasst er die 62-Jährige, die einen Kinderwagen schob und sich hinter dem Fahrzeug befunden haben muss. Die Frau und das Kleinkind verstarben noch an der Unfallstelle. Die Ermittlungen dauern noch an.
Polizei vereitelt zwei Terroranschläge in Mailand
Wegen der Vorbereitung von Terroranschlägen gegen eine Synagoge und eine islamische Einrichtung ist im Großraum Mailand ein 22 Jahre alter Italiener festgenommen worden. Der Mann habe "bis ins kleinste Detail" an der Umsetzung seines Vorhabens gearbeitet, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa unter Berufung auf Ermittler. Bei der Festnahme durch eine Sondereinheit seien Hinweise gefunden worden, dass er zum Umfeld von Holocaust-Leugnern, Islamhassern und weißen Rassisten gehöre.
Den Ermittlern zufolge soll der 22-Jährige ein jüdisches Gotteshaus in Mailand sowie eine islamische Gebetsstätte im Umland der norditalienischen Millionenmetropole als Ziele ausgekundschaftet haben. Dazu habe er sich auch Wissen zum Bau von Sprengsätzen und Waffen sowie zur Verwendung von chemischen oder bakteriologischen Substanzen angeeignet. Nach ersten Erkenntnissen wollte der Verdächtige allein handeln. Bei der Festnahme sei zudem eine Art Testament von zwölf Seiten gefunden worden, das möglicherweise nach einem Anschlag veröffentlicht werden sollte. Darin heißt es nach Angaben der Ermittler: "Es ist an der Zeit, dass jemand etwas unternimmt. (...) Ich fühle mich wie ein Soldat und weiß, dass mein Krieg bereits begonnen hat, auch wenn ich ihn noch organisiere. Aber ich werde es schaffen, glaubt mir."
EZB-Chefin Lagarde irritiert mit großen Pflastern im Gesicht
Ein Paukenschlag war die Verkündung nicht: Christine Lagarde verlässt bereits Anfang kommenden Jahres die Europäische Zentralbank. Seit längerer Zeit hatte es Gerüchte um einen vorzeitigen Abschied gegeben - die Französin wird als Leiterin des Weltwirtschaftsforums in Davos gehandelt. Insofern kam ihre heutige Erklärung nicht ganz überraschend.
Was dagegen schon irritierte, war das Video, in dem sie die Veränderung bekannt gab. Dort zieren zwei Pflaster ihr Gesicht. Eines hat sie auf dem Nasenrücken ein zweites, noch etwas größeres auf ihrer linken Wange. Unter dem Beitrag auf X witzeln viele Nutzer über die mögliche Ursache dafür. Da ist von "grellen Sonnenstrahlen", einem "Ringen mit Bären in Rumänien" oder von einem "neuen Look, den sie kreieren könnte" die Rede.
Lagarde macht allerdings in einem eigenen Kommentar unter ihrem Beitrag, worum es sich handelt. Sie wolle damit jegliches Gerede in den sozialen Medien vermeiden. "Die Pflaster in meinem Gesicht sind auf einen kleinen Eingriff zurückzuführen, den ich Anfang der Woche hatte. Ich befolge die Anweisungen des Arztes und lass meine Haut regelmäßig untersuchen! "
Auf einer Pressekonferenz am Nachmittag trug Lagarde noch immer Pflaster. Allerdings hatte sie die zuvor deutlich sichtbaren nun durch hautfarbene ersetzt.
Helfer bergen erste Leiche nach Explosion in Regensburg
Einen Tag nach der gewaltigen Explosion in einem Regensburger Wohnhaus haben Einsatzkräfte eine Leiche geborgen. Wie ein Polizeisprecher bestätigte, wurde ein toter Mann in den Trümmern gefunden. Die Ermittler gehen davon aus, dass sich noch eine zweite Person in den Trümmern befindet. Nach ihr wird weiter gesucht. Ob es sich bei dem gefundenen Toten um einen der Vermissten handelt, ist noch unklar. Die Identität müsse wahrscheinlich durch eine Obduktion geklärt werden, führte der Sprecher aus.
Die Explosion ereignete sich am frühen Mittwochmorgen und zerstörte einen großen Teil des Mehrfamilienhauses. Vier Menschen kamen ins Krankenhaus, einer davon mit schwereren Verletzungen. Ein Polizist erlitt zudem eine Rauchvergiftung. Ob es sich um einen Unfall handelte oder die Explosion absichtlich herbeigeführt wurde, ist noch nicht geklärt.
Republikaner will in Alaska wegen "falschem" Sullivan auf Wahlzettel klagen
Nach einem Medienbericht über angebliche Tricksereien der Demokraten vor den bundesweiten Parlamentswahlen prüft der Bundesstaat Alaska eine mögliche Klage. Der republikanische Gouverneur von Alaska, Mike Dunleavy, schrieb auf X, er habe sein Ministerium für öffentliche Sicherheit angewiesen zu prüfen, ob gegen Gesetze Alaskas verstoßen worden ist und ob Anklagen geboten sind.
Bei dem Fall geht es um zwei Kandidaten auf dem Stimmzettel in Alaska, die beide mit Nachnamen Sullivan heißen und in den Senat in Washington einziehen wollen. Schon länger verdächtigen die Republikaner die Demokraten, dahinterzustecken und mittels der Verwechslungsgefahr darauf zu setzen, die Chancen ihrer demokratischen Kandidatin Mary Peltola zu erhöhen und die des republikanischen Amtsinhabers Sullivan zu schmälern. Beweise gibt es dafür bislang nicht.
Die "New York Times" berichtete über einen angeblichen Geheimplan. Um die Wahlchancen der demokratischen Kandidatin Peltola zu fördern und für Verwirrung unter den Einwohnern Alaskas zu sorgen, hätten Verbündete der demokratischen Kandidatin demnach gezielt nach Menschen gesucht, die den gleichen Namen tragen wie der Amtsinhaber. Ein solcher Namensvetter sollte zur Kandidatur überzeugt werden.
Wohnungen statt Erinnerung? Zoff um Nazi-Bunker in Berlin
In der Hauptstadt wird um die Überreste eines Bunkers unter der einstigen Neuen Reichskanzlei gestritten. Die Anlage aus der NS-Zeit, von der noch rund 1200 Quadratmeter erhalten sein sollen, will der Verein Berliner Unterwelten zu einem Ort der Erinnerung an das NS-Regierungsviertel umgestalten. Das Landesdenkmalamt und zuletzt vier namhafte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler plädieren für den Erhalt.
Die Senatsbaudirektorin hatte indes im Januar verfügt, die Anlage nicht unter Denkmalschutz zu stellen. Auf der Brache der abgetragenen Neuen Reichskanzlei sind Wohnungen und Büros geplant.
Nun spricht sich die Deutsche Stiftung Denkmalschutz für den Erhalt der Bunkeranlage aus. "Je kleiner die Zahl der Zeitzeugen wird, die uns und jüngeren Generationen fundiert Auskunft geben können, desto wichtiger werden die authentischen Orte, die diese Zeugnisfunktion übernehmen können", sagte eine Sprecherin dem "Spiegel". Die "Reste der Bunkeranlagen der ehemaligen Neuen Reichskanzlei zählen dazu ebenso wie die Villa Buth in Jülich", von der aus in der NS-Zeit Juden deportiert wurden und die aktuell verfällt.
Der "Große Bunker" unter der Neuen Reichskanzlei diente einst auch als Schutzraum für Frauen und Kinder. Der nahe gelegene "Führerbunker", in dem Adolf Hitler Ende April 1945 Selbstmord beging, ist hingegen weitgehend zerstört.
Schichtwechsel
Liebe Leserinnen und Leser,
meine Kollegin Anne darf sich nun in den verdienten Feierabend verabschieden. Ab sofort sitze ich im "Tag" am Ruder. Mein Name ist Alexander Schultze und ich begleite Sie bis in den Abend. Falls Sie Fragen, Anregungen oder Kritik haben, schreiben Sie mir unter dertag@ntv.de. Auf geht's!
Unachtsamer Tourist lenkt Auto ins Wasser - und erntet Spott
Wirbel am schönen Strand in Cornwall: Ein Seat Ibiza sitzt im Sand fest, das Wasser steigt unaufhörlich. Verzweifelt versucht der Fahrer, sein Auto zu retten. Statt Mitgefühl bekommt er von Schaulustigen deutliche Worte zu hören.
Vogel verstopft Abgasleitung der Heizung: Frau stirbt an Kohlenmonoxid-Vergiftung
Weil ein Vogel die Abgasleitung einer Heizung verstopfte, ist eine 81-Jährige in Karlsruhe in Baden-Württemberg an einer Kohlenmonoxid-Vergiftung gestorben. Die Frau erlag ihren Verletzungen, wie die Polizei mitteilt. Ihr 84 Jahre alter Mann befindet sich in einem Krankenhaus. Den Ermittlungen zufolge verstopfte der Vogel am Sonntag die Abgasleitung einer Heizungsanlage in einem Wohnhaus.
Das Ehepaar aus Stutensee klagte am Sonntagnachmittag über Kopfschmerzen und Schwindel. Einsatzkräfte maßen in den Räumen einen erhöhten Kohlenstoffmonoxidwert. Sie fanden mit dem Vogel in der Leitung auch die Ursache. Eine Gefahr für angrenzende Gebäude und deren Bewohner bestand nicht. Das Paar wurde in ein Krankenhaus gebracht. Die 81-Jährige erlag dort am Mittwoch ihren Verletzungen.
Hochhausbrand mit 168 Toten: Minister in Hongkong tritt zurück
Fast ein Jahr nach einem verheerenden Hochhausbrand in Hongkong mit 168 Todesopfern ist der Wohnungsbauminister der chinesischen Metropole infolge eines Untersuchungsberichts zur Mitverantwortung der Regierung zurückgetreten. Bei einer Pressekonferenz zur Vorstellung des Abschlussberichts einer Untersuchungskommission verneigte sich Hongkongs Regierungschef John Lee und bat um Verzeihung wegen des Unglücks vom 26. November 2025.
"Ich möchte mich entschuldigen bei den betroffenen Bewohnern und bei der Bevölkerung", sagt Lee. Für die "hohe Opferzahl durch dieses tragische Feuer" seien vier Regierungsstellen mitverantwortlich, insbesondere das Wohnungsbauministerium. Das Feuer in dem Hochhaus-Komplex Wang Fuk Court im nördlichen Stadtteil Tai Po war weltweit der Brand mit den meisten Opfern in einer Wohnanlage seit 1980. Nach dem Unglück wuchs der öffentliche Druck auf die Hongkonger Regierung, das Unglück aufzuklären und ihre Mitverantwortung offenzulegen. Auch Rufe nach einem Rücktritt von Lee und anderen hochrangigen Behördenvertretern wurden laut. Ein Untersuchungsausschuss, der seit März mehr als 30 Anhörungen zu dem Großbrand abhielt, kam zu dem Schluss, dass fast alle Sicherheitsmaßnahmen an jenem Tag wegen menschlichen Versagens versagten.
Tesla außer Kontrolle: Einfahrt wird zur Sprungschanze
Navis empfehlen in der Regel, der Straße zu folgen. Dieser Tesla in Mexiko-Stadt entscheidet sich für eine Abkürzung: durch ein Tor, über ein Grundstück, durch eine Mauer. Warum, ist noch offen. Wie das aussieht, zeigt dieses Video.
Kindesmissbrauch soll in Frankreich künftig nicht mehr verjähren
Kindesmissbrauch soll in Frankreich künftig nicht mehr verjähren: Der Senat stimmt in der Nacht mit 252 zu 80 Stimmen für eine entsprechende Regelung im Gesetzentwurf zum Schutz vor Sexualstraftätern. Da die Nationalversammlung dieses Prinzip bereits gebilligt hatte, ist der Weg frei für eine definitive Abschaffung der bisher geltenden Verjährungsfrist von 30 Jahren. Diese wurden ab Erreichen der Volljährigkeit gezählt. Das bedeutete, dass ein Erwachsener mit spätestens 48 Jahren einen Missbrauch in seiner Kindheit anzeigen musste, damit ein Verfahren eingeleitet werden kann.
Die Abgeordneten der Nationalversammlung hatten für eine umfassendere Abschaffung der Verjährungsfrist gestimmt, etwa auch für Mord. Der Senat beschränkte dies nun auf Sexualverbrechen gegen Kinder. Derzeit gilt in Frankreich bei sämtlichen Verbrechen eine Verjährungsfrist, mit Ausnahme von Verbrechen gegen die Menschlichkeit. In Deutschland können auch Morde noch nach Jahrzehnten strafrechtlich verfolgt werden. "Verjährung ist eine Form der Straffreiheit. Wir schulden es den Opfern, diese abzuschaffen", betont die Senatorin Annick Billon. "Nie wieder soll ein Opfer von Inzest hören, dass es zu spät sei, um zu sprechen", betont Gleichstellungsministerin Aurore Bergé auf X.
EZB-Präsidentin Lagarde tritt im Februar vorzeitig zurück
Christine Lagarde tritt vorzeitig als Präsidentin der Europäischen Zentralbank ab. Die Französin gibt ihren Posten zum 7. Februar 2027 auf, wie die EZB in Frankfurt mitteilte. Darüber habe Lagarde den EZB-Rat sowie den Präsidenten des Europäischen Rates, António Costa, informiert. Regulär wäre die achtjährige Amtszeit von Lagarde bis Ende Oktober 2027 gegangen.
Passagiervideos zeigen Rettung aus zerstörten Waggons
Nach der Kollision zweier Züge in Spanien arbeiten Einsatzkräfte unter Hochdruck. Sie zwängen sich durch enge Spalten, um Passagiere aus den Waggons zu holen. Für manche Fahrgäste kommt jede Hilfe zu spät.
Trotz Verbots: Opiumproduktion in Afghanistan nimmt offenbar stark zu
Trotz eines Opium-Verbots durch die Taliban-Regierung hat sich die Produktion des Drogenrohstoffs in Afghanistan 2026 mehr als vervierfacht. Nach 10.000 Hektar im vergangenen Jahr seien in diesem Jahr 43.000 Hektar mit Opium bepflanzt worden, heißt es in einem Bericht des Büros der Vereinten Nationen für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC). Es ruft dazu auf, alternative Einnahmequellen für afghanische Bauern zu fördern.
Nachdem Afghanistan lange Zeit der führende Opium-Produzent war, wurde es 2022 durch Myanmar abgelöst, weil die Taliban nach ihrer Rückkehr an die Macht gegen den Opium-Anbau vorgingen. Das Eingreifen der Taliban-Regierung verringerte die Opium-Anbaufläche in Afghanistan von mehr als 200.000 auf 10.000 Hektar im Jahr 2025. Die weit verbreitete Armut in Afghanistan brachte einige Bauern allerdings dazu, trotz des Verbots wieder auf Opium zu setzen. Die Taliban-Regierung versichert, seit ihrer Rückkehr an die Macht im Jahr 2021 habe sie mehr als 22.000 Hektar Opium-Felder zerstört. Laut UNODC werden die Opium-Pflanzen allerdings oft zwischen anderen Nutzpflanzen oder hinter Mauern verborgen.
Einbrecher kochen Nudeln im Schwimmbad
Einbrechen macht wohl hungrig. Ganoven sind nach Polizeiangaben in Lindenfels im Kreis Bergstraße in ein Schwimmbad eingestiegen und haben sich in der Küche Nudeln gekocht. Zu ihrer Mahlzeit hätten sie Wodka getrunken, heißt es bei der Polizei. Sie seien vermutlich über ein Fenster eingebrochen und hätten Schränke und Schubladen durchwühlt. Die Polizei bittet nach dem am Mittwoch bemerkten Einbruch um Hinweise.
"Tribute von Panem": Jennifer Lawrence bestätigt Rückkehr als Katniss Everdeen
Erst waren es nur Gerüchte, nun gibt es die offizielle Bestätigung: Jennifer Lawrence kehrt in "Die Tribute von Panem: Sunrise on the Reaping" als Katniss Everdeen zurück. Das verrät die Oscarpreisträgerin im Podcast "Call Her Daddy" bei einem Gespräch mit Moderatorin Alex Cooper. Zugleich bestätigte sie, dass auch Woody Harrelson und Josh Hutcherson Teil des neuen Films sind. Hutcherson hatte in den früheren "Tribute von Panem"-Filmen Peeta Mellark gespielt, Harrelson übernahm die Rolle des Mentors Haymitch Abernathy.
Auf die Frage, wie es war, wieder Katniss zu spielen, antwortete Lawrence: "Unglaublich. Es war total verrückt, weil es dieselbe Crew war. Es waren dieselben Kameraleute, derselbe Regieassistent, mit denen ich schon unzählige Male zusammengearbeitet habe, und Josh und Woody - es war so emotional. Josh und ich sind zum Beispiel nicht einmal auf die Toilette gegangen, ohne uns gegenseitig zu umarmen. Es war so wunderschön."
Wolfsangriff auf achtjähriges Mädchen - Behörden prüfen Konsequenzen
Die Behörden in Brandenburg prüfen nach der Attacke eines Wolfes auf ein achtjähriges Mädchen in einem Wildpark mögliche Konsequenzen. Der Landkreis kündigt eine Aufarbeitung des Angriffs und eine Kontrolle der Anlagen an. Der Wildpark bleibt vorerst geschlossen. "Ziel ist es, den Vorfall umfassend zu prüfen und die notwendigen Konsequenzen im Rahmen der gesetzlichen Zuständigkeiten zu ziehen", teilt der Landkreis Teltow-Fläming am Mittwoch mit. Auch die Polizei setzt ihre Ermittlungen fort und will klären, wie es zu dem schockierenden Angriff kam.
Ein Wolf attackierte am Mittwochmorgen ein achtjähriges Mädchen in einem Wildpark bei Baruth/Mark südlich von Berlin. Das Kind kam schwer verletzt per Rettungshubschrauber in eine Klinik. Eine Tierpflegerin soll laut Landkreis eingegriffen haben. "Die Tierpflegerin verhinderte durch schnelles Handeln weiteres Leid an zwei weiteren Mädchen, die ebenfalls vor Ort waren." Nach Darstellung des Landkreises Teltow-Fläming kam es während eines Programms für Kinder zu dem Angriff des Raubtiers.
Südkorea: Nordkorea feuert rund zehn ballistische Kurzstreckenraketen ab
Nordkorea hat nach Angaben des südkoreanischen Militärs rund zehn ballistische Kurzstreckenraketen in Richtung des Japanischen Meeres (koreanisch: Ostmeer) abgefeuert, wie Südkoreas amtliche Nachrichtenagentur Yonhap berichtet. Auch japanische Behörden haben einen nordkoreanischen Raketentest registriert.
Weitere Angaben zu Flugweite und Flugbahn sind bislang nicht bekannt. Zuletzt hatte Nordkorea am 12. Oktober ballistische Raketen abgefeuert. Nordkorea ist es durch UN-Beschlüsse untersagt, ballistische Raketen jeglicher Reichweite zu starten. Abhängig von der Bauart können solche Geschosse auch mit einem Atomsprengkopf ausgerüstet werden.
Hoher Milliardenverlust bei VW im dritten Quartal
Europas größter Autobauer Volkswagen hat im Sommer einen Milliardenverlust eingefahren. Unter dem Strich stand ein Minus von 5,8 Milliarden Euro, nach einem Verlust von einer Milliarde Euro vor Jahresfrist. Der Umsatz gab zugleich 6,3 Prozent auf 75,3 Milliarden Euro nach.
Verletzter Flydubai-Pilot für Rettung von Passagieren geehrt
Für seinen lebensrettenden Einsatz auf einem Flug der Airline Flydubai ist der schwer verletzte Pilot der Maschine in den Vereinigten Arabischen Emiraten geehrt worden. Während der Zeremonie trug der indische Flugkapitän Smit Machchhar seinen verbundenen linken Arm in einer Schlinge, auch die linke Hand war weitgehend verbunden. Ein Video davon wird vom staatlichen Dubai Media Office veröffentlicht. Darin ist auch zu sehen, dass seine Haare am Hinterkopf deutlich kürzer und wohl gerade erst nachgewachsen sind. Fotos aus dem Krankenhaus hatten Machchhar Anfang Oktober noch mit einem Kopfverband gezeigt.
Die örtliche Nachrichtenseite "Gulf News" veröffentlicht ein Foto, auf dem Machchhar vom Präsidenten der Vereinigten Arabischen Emirate, Scheich Mohammed bin Zayed Al Nahyan, umarmt wird. Neben dem Piloten wurde auch die weitere Besatzung der Maschine für ihren mutigen Einsatz für die Sicherheit der Passagiere gewürdigt.
Das wird heute wichtig
Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,
wir blicken weiter nach Spanien, wo die Suche nach Opfern des Zugunglücks weitergeht. Es ist die zweite schwere Bahnkatastrophe in Spanien mit Dutzenden Toten binnen neun Monaten. Mit drei Kränen wollten die Einsatzkräfte zwei besonders schwer beschädigte Waggons anheben. Die Einsatzkräfte schließen nicht aus, dass sich in den Wracks weitere Opfer befinden.
Außerdem behalten wir die Lage in Brasilien im Blick. Nach seiner illegalen Ausreise in die USA prangert der unterlegene brasilianische Präsidentschaftskandidat Flávio Bolsonaro "abscheulichen Wahlbetrug" der Linken an und will aus dem Ausland die Opposition in seiner Heimat anführen. Drei Tage nach seiner Wahlniederlage landet der trotz Ausreiseverbots wegen Geldwäsche-Ermittlungen ins Ausland geflohene Rechtspolitiker im US-Bundesstaat Florida - und richtet kämpferische Worte an seine Anhänger. Zudem wettert er gegen die brasilianische Justiz, die er als Handlanger des linken Präsidenten und Wahlsiegers Luiz Inácio Lula da Silva betrachtet.
Diese Themen haben wir außerdem auf dem Zettel:
Bundeskanzler Friedrich Merz fliegt von Japan nach Südkorea zur dritten und letzten Station seiner fünftägigen Asienreise. In der Hauptstadt Seoul wird er Präsident Lee Jae Myung zu einem Gespräch treffen und anschließend zu einem Arbeitsessen.
Außenminister Johann Wadephul besucht Panama. Hintergrund dürften auch die Versuche von US-Präsident Donald Trump sein, mehr Einfluss auf den Panamakanal zu bekommen, der von dem mittelamerikanischen Land unterhalten wird.
Der VW-Konzern legt seine Bilanz für das dritte Quartal vor. Finanzvorstand Arno Antlitz präsentiert sie ab 9 Uhr bei einer virtuellen Analysten- und Pressekonferenz.
Die Europäische Zentralbank dürfte nach ihrer Zinserhöhung im Oktober trotz der gestiegenen Inflation vorerst nicht nachlegen. Volkswirte rechnen damit, dass die EZB bei ihrer Sitzung den für Banken und Sparer wichtigen Einlagenzins bei 2,5 Prozent belassen wird. Die Entscheidung wird um 14.15 Uhr veröffentlicht.
Verteidigungsminister Boris Pistorius besucht ab 15.00 Uhr die KI-Rüstungsfirma Helsing.
Im Fall des getöteten achtjährigen Fabian aus Güstrow setzt das Landgericht Rostock ab 9.30 Uhr den Mordprozess fort. Geplant sind die Schlussvorträge der Staatsanwaltschaft und der Nebenklagevertreterin.
Alexander Zverev ist nur noch einen Sieg vom erstmaligen Sprung an die Spitze der Tennis-Weltrangliste entfernt. Gewinnt der 29-Jährige beim Turnier in Wien sein Achtelfinale gegen den Niederländer Tallon Griekspoor, löst er kommende Woche Jannik Sinner als Nummer eins ab.
Mein Name ist Anne Renzenbrink und ich versorge Sie bis zum frühen Nachmittag mit wichtigen, kuriosen und interessanten Nachrichten aus Deutschland und aller Welt. Wie immer freue ich mich bei Fragen, Hinweisen und Kritik über Ihre Mail an anne.renzenbrink(at)ntv.de. Auf geht's!
Hacker entwenden offenbar Kontaktdaten von ICE-Beamten
Bei einem Hackerangriff auf das US-Heimatschutzministerium haben Aktivisten nach eigenen Angaben Kontaktdaten von über 41.000 Beschäftigten entwendet - darunter Beamte der Migrationsbehörde ICE. Die Daten sollen unter anderem Namen, Dienststellen, Kontaktdaten und Aufgabenbereich der Betroffenen enthalten, wie mehrere US-Medien aus einer Mitteilung der Gruppe zitieren, die sich selbst Department of Peace nennt. Demnach sollen auch die Identitäten verdeckter Ermittler der Behörde ICE preisgegeben worden sein.
Das Ministerium teilt auf Anfrage mit, es wisse von einer "möglichen Sicherheitsverletzung" und arbeite daran, die Situation zügig zu klären. Man nehme es sehr ernst, wenn die Sicherheit von Mitarbeitern bedroht sei. Die Hacker wenden sich in der in US-Medien zitierten Mitteilung direkt an Heimatschutzminister Markwayne Mullin und schreiben: "Am 17. Juli erklärte Markwayne Mullin, er werde "den Druck erhöhen". Das passiert mit ICE, wenn man das tut." Sowohl die "Washington Post" als auch NBC News konnten nach eigenen Angaben Teile der Daten verifizieren.
Hausexplosion in Regensburg: Sorge um vermisste Bewohner
Einen Tag nach der gewaltigen Explosion in einem Regensburger Wohnhaus wollen die Einsatzkräfte mit der Suche nach den zwei Vermissten beginnen. Zunächst müssten aber das Gebäude und die beschädigten Wohnungen stabilisiert werden, um gefahrlos arbeiten zu können, erklärt ein Polizeisprecher am Abend. Das Technische Hilfswerk versuchte daher die ganze Nacht über, die einsturzgefährdeten Gebäudeteile zu sichern. Zur Identität der Vermissten macht die Polizei bisher keine Angaben. Beide werden aber im Gebäude vermutet.
Die Explosion in den frühen Morgenstunden des Mittwochs zerstörte einen großen Teil des Mehrfamilienhauses. Vier Menschen kamen ins Krankenhaus, einer davon mit schwereren Verletzungen. Ein Polizist erlitt zudem eine Rauchvergiftung. Ob es sich um einen Unfall handelte oder die Explosion absichtlich herbeigeführt wurde, ist noch nicht geklärt. Die Ermittler halten eine Gasexplosion für denkbar.







