Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 21:02 USA erlauben Verkauf Hunderter Patriot-Raketen an Kiew +++
Die US-Regierung genehmigt den Verkauf von 500 Patriot-Raketen des Typs PAC-3 an die Ukraine. Das US-Außenministerium teilt mit, der Verkauf habe einen geschätzten Wert von 2,1 Milliarden Dollar. Die Finanzierung erfolgte den Angaben zufolge durch Beiträge von Kanada, Deutschland und Norwegen sowie durch ukrainische Eigenmittel, die über einen Kredit der EU finanziert wurden. Hauptauftragnehmer war der US-Rüstungskonzern Lockheed Martin. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte Anfang der Woche erklärt, sein Land warte angesichts verstärkter russischer Angriffe auf die Infrastruktur seit fast einem Monat auf die Genehmigung der Raketenlieferungen. Systeme vom Typ Patriot sind besonders wirksam bei der Abwehr ballistischer Raketen, die Russland in seinem Angriffskrieg gegen die Ukraine einsetzt.
+++ 20:47 Vertreter aus Ukraine und Russland befürworten weitere von Melania Trump vermittelte Missionen +++
Die Menschenrechtsbeauftragten der Ukraine und Russlands geben am Abend erneut eine gemeinsame Pressekonferenz. In sozialen Medien befürworten zudem beide regelmäßige humanitäre Missionen unter der Koordination Melania Trump, der First Lady der USA. Die Erfahrungen von Oleschky und die Zusammenarbeit hätten gezeigt, dass solche Vereinbarungen es ermöglichten, Menschen selbst unter schwierigsten Bedingungen zu helfen, erklären sie. Auch danken beide Melania Trump. Bei einer gemeinsam durchgeführten Evakuierungsaktion sollen Menschen aus der Frontstadt Oleschky nach Russland oder in die Ukraine gebracht werden.
+++ 20:04 Ukrainische Armee: Bewohner aus Oleschky mit Ukraine als Ziel in 17 Bussen +++
Nachdem die evakuierungswilligen Bewohner die Frontstadt Oleschky in Bussen verlassen haben, geht es für sie mit unterschiedlichen Zielen weiter. Die ukrainische Armee spricht auf ihrem Telegram-Kanal von vier Bussen mit dem Ziel Russland und von 17 weiteren Bussen mit Menschen, die über Belarus in die Ukraine wollten. Begleitet von einer ukrainischen Delegation sollen sie zunächst nach Anapa in Südrussland gebracht werden, um von dort nach Belarus zu fliegen. Anschließend sollen sie mit Bussen in die Ukraine weiterreisen.
+++ 19:17 Waffenruhe öffnet Ausweg aus ukrainischer Geisterstadt +++
Seit 2022 russisch besetzt, abgeschnitten, umgeben von Minen und Drohnen: Für die Menschen in Oleschky gab es lange kaum ein Entkommen. Jetzt rollen die ersten Busse. Doch nicht alle wollen einsteigen.
+++ 18:50 Auf der Krim trennen sich die Wege der Menschen aus Oleschky +++
Die humanitäre Hilfsaktion für die russisch besetzte südukrainische Frontstadt Oleschky ist weitgehend abgeschlossen. "Gerade befinden wir uns in Armjansk und teilen die Fahrzeugkolonne auf", sagt die sogenannte russische Menschenrechtsbeauftragte Jana Lantratowa auf der Krim in einer Videobotschaft bei Telegram. Ein Teil werde von der von Russland annektierten ukrainischen Halbinsel Krim weiter in nicht besetzte Gebiete der Ukraine reisen. Die übrigen fahren nach Russland. Lantratowa zufolge waren 25 Busse und neun Krankenwagen an der Evakuierungsaktion beteiligt. Zur Zahl der Geflüchteten machen beide Seiten bisher keine Angaben.
+++ 18:21 Erzwungenes Ende von russischer Zeitung löst Bestürzung aus +++
Das Aus der unabhängigen russischen "Nowaja Gaseta" löst Bestürzung aus. Die Zeitung hatte angekündigt, die Arbeit aufgrund des Drucks der russischen Behörden vollständig einstellen zu müssen. Der Deutsche Journalisten-Verband spricht von einem schweren Schlag gegen die Pressefreiheit in Russland. "Das ist das Ergebnis jahrelanger Verfolgung und systematischer Unterdrückung kritischer Medien", sagt der DJV-Bundesvorsitzende Mika Beuster. Reporter ohne Grenzen betont, die Zeitung werde "über ihr Ende hinaus ein Symbol für freien Journalismus und ein Vorbild für Medien weltweit bleiben". Auch die Bundesregierung verurteilt die Schließung. Die Maßnahme füge sich "in das Bild, wie mit großer Nachdrücklichkeit, mit großer Brutalität und auch systematisch freie Berichterstattung in Russland durch die russische Regierung verhindert wird", sagt ein Sprecher des Auswärtigen Amtes. Der Chef des Nobelkomitees, Jörgen Watne Frydnes, ruft die russischen Behörden auf, "ihre Repression gegen unabhängige Medien zu beenden". Die Schließung der "Nowaja Gaseta" sei "ein schwerer Schlag gegen die Meinungsfreiheit und das Recht der Öffentlichkeit auf Information", erklärt er. Der Gründer der Zeitung, Dmitri Muratow, hatte 2021 den Friedensnobelpreis erhalten.
+++ 18:01 Russland meldet neue ukrainische Angriffe auf Ölraffinerien +++
Russland wirft der Ukraine eine Wiederaufnahme der Angriffe auf Ölraffinerien vor. Bei einem Angriff in der vergangenen Nacht seien Anlagen in der südlichen Wolga-Region Samara getroffen worden, erklärt Vize-Regierungschef Alexander Nowak. Darunter seien drei Ölraffinerien und ein gasverarbeitendes Werk. Eine der Anlagen sei leicht beschädigt worden. Das Präsidialamt in Moskau erklärt dazu, die Ukraine ignoriere eine Aufforderung von US-Präsident Donald Trump, die Angriffe auf russische Ölraffinerien einzustellen. Zuvor berichtete das "Wall Street Journal" unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen, dass die Ukraine ihre Angriffe auf Ölraffinerien auf Druck von Trump ausgesetzt habe. Offiziell bestätigt hatte Kiew dies nicht. Die ukrainische Armee teilt nun in sozialen Medien Videos und Bilder der neuen Angriffe auf Raffinieren.
+++ 17:20 Atomraketen in Kaliningrad: Munz ordnet Putins Drohung ein +++
Putin erklärt Russland für bereit, notfalls in der Ostsee Krieg zu führen. So deutlich hatte er das bislang nicht formuliert. Dabei ist das Meer längst ein Nato-Gewässer und in Kaliningrad stehen Raketen. Russland-Korrespondent Rainer Munz ordnet ein, wie ernst die Drohung ist.
+++ 17:00 Evakuierung aus Oleschky: Mehrheit der Flüchtenden wählt die Ukraine +++
Bislang ist unklar, wie viele der etwa 2000 verbliebenen Bewohner in der russisch kontrollierten Frontstadt Oleschky in der Südukraine sich für die Evakuierung entschieden haben - und für welches Land als Ziel. Ein Reporter der Deutschen Presse-Agentur, der an einer vom russischen Verteidigungs- und Außenministerium organisierten Reise für Pressevertreter nach Oleschky teilgenommen hat, berichtet von einer erfolgreichen Ausreise der Menschen aus der Stadt. Deutlich mehr Einwohner wählten demnach die Ausreise in die Ukraine als nach Russland oder in die von Russland besetzten Gebiete. Ein Evakuierungs-Konvoi aus Bussen ist inzwischen unterwegs. Begleitet werde die Kolonne von neun Krankenwagen für den Transport von Bettlägerigen. Haustiere konnten demnach in Käfigen mitgenommen werden. Aus Aufnahmen, die Regierungsstellen veröffentlichten, geht hervor, dass einige Einwohner trotz der Gefahren im Frontgebiet in Oleschky bleiben wollen.
+++ 16:33 Busse aus Oleschky erreichen Krim +++
Ein humanitärer Konvoi mit Evakuierten aus der russisch kontrollierten Stadt Oleschky in der Ukraine hat die von Russland annektierte Halbinsel Krim erreicht. Der Konvoi aus Bussen habe die Region Cherson in Richtung Krim überquert, sagen Augenzeugen. Von dort führt die Route weiter zum Flughafen im südrussichen Anapa.
Die Evakuierung ist Teil einer gemeinsamen Hilfsaktion und die erste ihrer Art seit Kriegsbeginn vor vier Jahren und acht Monaten. "Die ukrainische Delegation ist zusammen mit den Einwohnern von Oleschky nach Anapa aufgebrochen. Von dort aus werden sie nach Belarus fliegen und dann mit dem Bus nach Hause fahren", erklärt der ukrainische Unterhändler David Arachamia bei Telegram. Dass die Menschen aus Oleschky nicht auf direktem Wege in ukrainisch kontrolliertes Gebiet gebracht werden, wurde mit der Verminung des Gebiets begründet.
+++ 16:08 "Familienfoto" zum Start von G20-Gipfel offenbar gestrichen +++
Das Treffen der Außenminister der G20-Runde in Atlanta beginnt mit einem Signal an Moskau. Das sonst bei solchen Treffen oft übliche "Familienfoto" der Teilnehmer am ersten Tag soll nach Angaben von Bundesaußenminister Johann Wadephul ausfallen. "Ich gehe zum jetzigen Zeitpunkt davon aus, dass es überhaupt kein Familienfoto geben wird", sagt der CDU-Politiker kurz vor Beginn des Treffens. Mit Blick auf den russischen Außenminister Sergej Lawrow ergänzt Wadephul angesichts des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine: "Es wird in jedem Fall kein Familienfoto geben, auf dem unsere europäischen Partner gemeinsam mit Herrn Lawrow sind." Es gebe keine Normalität mit Russland, ergänzt der Außenminister. "Wir müssen die Kontroversen hier am Tisch austauschen." Deswegen sei das Gespräch wichtig. "Aber wir dürfen auch keine falschen optischen Signale aussenden." Die Nachrichtenagentur Associated Press berichtet unter Berufung auf zwei US-Beamte, die anonym bleiben wollen, die USA hätten Pläne für ein Foto mit den Spitzen-Diplomaten der G20 gestrichen, nachdem sich mehrere Europäer geweigert hätten, mit Lawrow fotografiert zu werden. Sie hätten gedroht, die Fotosession zu verlassen, heißt es. Mehr dazu hier.
+++ 15:34 Ukraine setzt Russlands Jet-Drohnen Geheimwaffe entgegen +++
Mit Jet-Antrieb und hoher Geschwindigkeit durchbrechen Russlands neue Drohnen die ukrainische Verteidigung. Ein Einschlag am Bahnhof Dnipro fordert mehrere Todesopfer. Kiew setzt nun auf eine neue Geheimwaffe des eigenen Nachrichtendienstes.
+++ 15:13 Polens Polizei fasst mutmaßlichen russischen Agenten +++
Die Polizei in Polen nimmt einen russischen Staatsbürger fest, der für einen fremden Geheimdienst Eisenbahnanlagen ausspioniert haben soll. Der 55 Jahre alte Russe sei den Beamten im schlesischen Swidnica aufgefallen, als er im Stadtgebiet vorbeifahrende Züge und die Eisenbahninfrastruktur fotografierte, wie die örtliche Polizei mitteilt. Bei der Auswertung des Materials, das auf den Speichergeräten des Mannes gespeichert war, hätten die Beamten Hunderttausende Dateien mit Fotos von wichtigen Verkehrseinrichtungen sichergestellt, heißt es weiter. Der Verdächtige landet für drei Monate in Untersuchungshaft. "Dass es gelungen ist, einen russischen Staatsbürger festzunehmen, ist eher eine Seltenheit", sagt der Sprecher des Koordinators für die Geheimdienste, Tomasz Siemoniak. Bislang hätten russische Geheimdienste es vermieden, eigene Staatsbürger in der ersten Reihe einzusetzen, und eher "Wegwerf-Agenten" aus anderen Ländern für diese Aufgaben angeworben. Mehr dazu hier.
+++ 14:51 Hilfsgüter in Oleschky eingetroffen +++
In der russisch besetzten südukrainischen Frontstadt Oleschky hat eine von den USA vermittelte Hilfsaktion begonnen. "Wir sind in Oleschky angekommen und übergeben den Einwohnern einige Dutzend Tonnen an humanitärer Hilfe - Lebensmittel, Hygienemittel, Treibstoff für Notstromer und andere notwendige Dinge", teilt Russlands sogenannte Menschenrechtsbeauftragte Jana Lantratowa gemäß der russischen Nachrichtenagentur Interfax mit. Auch seitens der Ukraine wird der Beginn der Hilfsaktion bestätigt. Der Stabschef von Präsident Wolodymyr Selenskyj, Kyrylo Budanow, schreibt auf Facebook: "Für Bewohner, die in ukrainisch kontrolliertes Gebiet evakuiert werden möchten, wurden Transportmöglichkeiten bereitgestellt. Auch humanitäre Hilfe wurde in die Stadt geliefert." Er stehe in ständigem Kontakt mit dem ukranischen Menschenrechtsbeauftragen Dmytro Lubinets, der vor Ort ist.
+++ 14:17 Aufnahmen zeigen Seedrohnen-Angriff aus nächster Nähe +++
Vor der Küste Bulgariens ist ein Handelsschiff nach einem Drohnenangriff untergegangen. Die 18 Besatzungsmitglieder konnten in Sicherheit gebracht werden. Aufnahmen zeigen die unbemannten Seedrohnen kurz vor dem Angriff.
+++ 13:44 Oleschky-Waffenruhe nützt anderen Regionen nicht - Zehntausende ohne Strom +++
Trotz der Waffenruhe in Oleschky gehen die Angriffe auf andere Orte unvermindert weiter. In der zentralukrainischen Region Dnipropetrowsk sind nach russischen Angriffen in der Nacht Behördenangaben zufolge mehr als 200.000 Menschen ohne Strom. Die ukrainische Luftwaffe erklärt, Russland habe in der Nacht mehrere Regionen mit ballistischen Raketen und Drohnen angegriffen. Das russische Verteidigungsministerium erklärt derweil, die Luftabwehr habe in der Nacht mehr als 1000 ukrainische Drohnen abgeschossen.
+++ 13:12 USA offenbar besorgt nach Festnahme von Ex-BND-Chef Hanning +++
Wie sehr kann man dem Bundesnachrichtendienst (BND) noch trauen? Nach der Festnahme des Ex-BND-Chefs August Hanning brodelt es gewaltig zwischen den Geheimdiensten der westlichen Verbündeten. Wie die Tagesschau berichtet, sorgt sich der BND, dass die USA, der wichtigste Geheimdienst-Partner, den Informationsfluss abdrehen könnte. Denn wenige Tage nach dem Debakel habe den BND eine deutliche Warnung aus den USA erreicht, heißt es in dem Bericht. Die bisherige Kooperation komme auf den Prüfstand. Allerdings wollten die Amerikaner in dringenden Fällen, wie etwa Terroranschlägen, weitere Informationen liefern.
+++ 12:40 Kreml will Europäer nicht bei Ukraine-Gesprächen dabei haben +++
Kreml-Berater Jurij Uschakow zufolge werden europäische Vertreter nicht direkt an den angepeilten Verhandlungen zwischen Russland, der Ukraine und den USA in Abu Dhabi teilnehmen. Die europäischen Diplomaten könnten zwar vor Ort sein, würden jedoch lediglich Gespräche mit Vertretern der Ukraine und der USA führen, sagte Uschakow. Bereits am Mittwoch hatte er erklärt, dass europäische Abgesandte bei der nächsten Runde der Gespräche zur Beilegung des Ukraine-Kriegs nicht am Verhandlungstisch sitzen würden. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hofft eigenen Angaben zufolge auf ein trilaterales Treffen von Unterhändlern in Abu Dhabi zwischen dem 6. und 10. November.
+++ 12:09 Bilder zeigen brennende Ölraffinerie in russischer Großstadt +++
Im russischen Nowokuibyschewsk greift die Ukraine eine Ölraffinerie mit Drohnen an. Dabei gerät das Lager in Brand und es steigen etliche dichte Rauchsäulen über der Großstadt auf. Anwohner berichten von Explosionen. Die Raffinerie ist für den Angriffskrieg Russlands von großer Bedeutung.
+++ 11:38 Russische Beauftragte: Zwei Menschen sterben bei Minenräumung bei Oleschky +++
Russischen Angaben zufolge sterben bei der Minenräumung bei Oleschky ein russischer Soldat und ein weiterer Mensch. An den Vorbereitungen seien auch US-Bürger beteiligt, erklärt Jana Lantratowa, die sogenannte russische Menschenrechtsbeauftragte. Journalisten aus der Ukraine, Russland und den USA beobachten demnach den Prozess.
+++ 11:03 Evakuierungen in Oleschky beginnen +++
In der von Russland ausgehungerten südukrainischen Frontstadt Oleschky beginnen die Evakuierungen und die Versorgung der Bevölkerung mit Hilfslieferungen. Dies teilt der Fraktionschef der Partei des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, David Arachamija, auf Telegram mit. Die von den USA vermittelte sechstägige lokale Waffenruhe halte, fügt er hinzu. Über weitere Einzelheiten soll bald informiert werden. Bilder des Nachrichtenkanals "Nexta" zeigen indes den Menschenrechtsbeauftragten der Ukraine, Dmytro Lubinets, im Gespräch mit erschöpften und weinenden Bewohnern von Oleschky, die diesem dankten.
+++ 10:34 EU plant Drohnenzentren in Lettland und den Niederlanden +++
Die EU will bis Ende 2026 ein Abkommen über die Rüstungsindustrie mit der Ukraine unterzeichnen, um im nächsten Jahr zwei Drohnenzentren zu errichten, wie der EU-Wirtschaftskommissar Valdis Dombrovskis bekannt gibt. "Ich freue mich, an der historischen Ankündigung der ersten beiden europäischen Pilotzentren für Drohnentechnologie teilzunehmen, die 2027 eingerichtet werden sollen", sagt Dombrovskis bei einer Veranstaltung der Nato in Riga. "Bei der Entwicklung von Drohnen und Systemen zur Abwehr von Drohnen hat Europa einen wesentlichen Vorteil: unsere Partnerschaft mit der Ukraine", so Dombrovskis. Die beiden Drohnenzentren, die in Lettland und den Niederlanden eingerichtet werden sollen, sind Teil des EU-Verteidigungsprojekts Decoder, das darauf abzielt, die Drohnenproduktionskapazitäten Europas zu stärken. Auf X schreibt Dombrovskis: "Der europäische Luftraum ist zum Schlachtfeld geworden. Russland versucht, uns einzuschüchtern. Das wird ihm nicht gelingen."
+++ 10:03 Im ausgehungerten Oleschky stehen 25 Busse für Bewohner bereit +++
Für die Evakuierung von Zivilisten aus der von Russland besetzten südukrainischen Frontstadt Oleschky stehen 25 Busse mit 750 Sitzplätzen bereit. Dies teilt der ukrainische Menschenrechtsbeauftragte Dmytro Lubinez mit. Die verbliebenen Einwohner könnten die Stadt sicher verlassen. Zudem unterstreicht Lubinez die Bedeutung der von den USA vermittelten sechstägigen Feuerpause, die aufrechterhalten werden müsse.
+++ 09:25 Repressionen und Morde: Legendäre russische Zeitung ist Geschichte +++
Die unabhängige russische Zeitung "Nowaja Gaseta" stellt nach eigenen Angaben angesichts des Drucks der russischen Behörden ihre Arbeit ein. "Die 'Nowaja Gaseta' hört auf zu existieren", sagt Chefredakteur Sergej Sokolow in einer auf YouTube veröffentlichten Videobotschaft. "Die russischen Behörden, die russischen Geheimdienste haben die Redaktion dazu gezwungen, ihre Arbeit einzustellen." Die "Nowaja Gaseta" war viele Jahre Russlands führendes unabhängiges Medium. Wegen der Recherche und der kritischen Berichterstattung zur Menschenrechtslage in Russland stand die Zeitung stark unter Druck. Sechs ihrer Mitarbeiter wurden ermordet, darunter die Journalistin Anna Politkowskaja, die am Geburtstag von Kremlchef Wladimir Putin vor 20 Jahren erschossen wurde. Die russischen Behörden stuften die Zeitung als sogenannten ausländischen Agenten ein. Chefredakteur Dmitri Muratow von der "Nowaja Gaseta" war 2021 für seinen mutigen Kampf für die Meinungsfreiheit mit dem Friedensnobelpreis geehrt worden.
+++ 08:58 Trotz Waffenpause ist die Angst vor dem nächsten Angriff allgegenwärtig +++
Die Waffenruhe für die ausgehungerte Frontstadt Oleschky gilt auch für die gesamte Region Cherson – und wird am Oleschky gegenüberliegenden, ukrainisch kontrollierten Ufer des Dnipro intensiv genutzt. Aufnahmen aus der Gebietshauptstadt Cherson zeigten starken Autoverkehr und ungewohnt viele Menschen auf den Straßen. Berichten zufolge nutzten geflüchtete Stadtbewohner die Feuerpause, um nach ihrem zurückgelassenen Hab und Gut zu schauen. Selbst ansonsten stark beschossene Stadtteile in unmittelbarer Flussnähe wirken auf den Aufnahmen belebt. Die Angst vor dem nächsten Angriff bleibt allerdings allgegenwärtig. Wie nervös die Menschen sind, zeigt die Reportage von Kavita Sharma.
+++ 08:26 Pentagon fordert mehrere Nato-Staaten zu gemäßigter Rhetorik auf +++
Vertreter des Pentagons haben in den letzten Wochen mehrere NATO-Staaten gebeten, ihre Rhetorik hinsichtlich der von Russland ausgehenden Bedrohung zu mäßigen. Dies berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Zu den bei bilateralen Treffen ermahnten Staaten gehören demnach Litauen, Lettland und Estland. Es ist unklar, ob die Botschaft auch anderen europäischen Regierungen übermittelt wurde. Wie vier mit der Angelegenheit vertraute Personen angeben, wurde die Ermahnung zur Entschärfung der Rhetorik damit begründet, dass einige Äußerungen europäischer Politiker und Amtsträger die Sicherheit auf dem Kontinent untergraben hätten. Zu den missliebigen Äußerungen gehören offenbar Andeutungen europäischer Staats- und Regierungschefs, dass Russland in die Enge getrieben sei und zu immer verzweifelteren Maßnahmen greife, da sich seine Invasion in der Ukraine fast zum Stillstand verlangsamt habe, sagt eine der Personen. Einige europäische Vertreter zeigten sich laut Reuters überrascht von den Empfehlungen des Pentagons und erklärten, ihr Tonfall sei bereits zurückhaltend.
+++ 07:54 Ölraffinerie in Samara steht offenbar in Flammen +++
In der Ölraffinerie Novokuibyschewsk im russischen Gebiet Samara sollen nach Drohnenattacken Feuer ausgebrochen sein. Dies berichten mehrere ukrainische Medien unter Berufung auf Telegramkanäle und Aussagen von Anwohnern. Der Kanal Exilenova+ veröffentlichte Fotos und Videos von Anwohnern, die offenbar großflächige Brände in der Umgebung der Raffinerie zeigen, wobei von über ihnen fliegenden Drohnen berichtet wird. Die Ölraffinerie in Nowokujbyschewsk gehört dem staatlich kontrollierten russischen Ölkonzern Rosneft und soll etwa 8,8 Millionen Tonnen Rohöl verarbeiten. Das "Wall Street Journal" berichtete zuvor, dass ukrainische Militäreinheiten ihre Angriffe auf russische Raffinerien auf Druck der Regierung von US-Präsident Donald Trump informell ausgesetzt hätten (siehe Eintrag um 02:12).
+++ 07:25 Eigens für Trump: Kreml will Quotensystem für Diesel einführen +++
Russland plant Insidern zufolge eine Verlängerung seines Exportverbots für Diesel bis zum Ende des Jahres. Gleichzeitig werde das Land ein Quotensystem einführen, um eine neue Liefervereinbarung mit den USA zu erfüllen, sagen zwei mit den Gesprächen vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Hintergrund ist eine überraschende Vereinbarung zwischen US-Präsident Donald Trump und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin von Anfang Oktober zur Lieferung russischen Diesels an die Vereinigten Staaten. Die Exportquoten sollen den Insidern zufolge im November auf zwei Millionen Tonnen vervierfacht werden. Trump will durch den Deal die hohen Dieselpreise in den USA vor den wichtigen Zwischenwahlen am 3. November senken. Es wäre die erste Lieferung dieser Art, seit die Vorgängerregierung unter Joe Biden 2022 ein Importverbot für russisches Öl und Ölprodukte verhängt hatte. Im Rahmen des neuen Abkommens hatte Trump Teile eines US-Sanktionsgesetzes gegen Russland ausgesetzt.
+++ 06:56 Moskau: Frachtschiffe in Region Odessa beschossen +++
Russland greift nach eigenen Angaben militärische Einrichtungen in der Ukraine an. Dabei sei auch Energieinfrastruktur in und um Kiew sowie in der Region Dnipropetrowsk getroffen worden, teilt das Verteidigungsministerium in Moskau auf Telegram mit. Zudem seien Hafenanlagen in der Region Odessa sowie Frachtschiffe beschossen worden. Laut dem russischen Ministerium sollen letztere vom ukrainischen Militär genutzt worden sein. Dies behauptet Russland allerdings immer wieder auch nach seinen zahlreichen Angriffen auf zivile Ziele.
+++ 06:29 Livetracker zeigt erste Tanker, die russischen Diesel in die USA verschiffen +++
Greenpeace identifiziert nach eigenen Angaben sieben Tanker, die rund 288.000 Tonnen russischen Diesel in die Vereinigten Staaten transportieren – die ersten Ladungen im Rahmen des am 9. Oktober geschlossenen Diesel-Abkommens zwischen US-Präsident Donald Trump und Kremlchef Wladimir Putin. Ein Livetracker der Umweltorganisation zeigt die Positionen der Schiffe. Greenpeace warnt davor, dass die Lieferungen gegen europäische Sanktionen verstoßen und nach US-Recht illegal sind, und fordert, dass die Schiffe umkehren. "Jede Lieferung von russischem Diesel hat ihren menschlichen Preis. Jeder Dollar, der nach Russland fließt, birgt die Gefahr, weitere Angriffe, weitere Zerstörung und weitere Todesopfer zu schüren", warnt Polina Kolodiaschna, Energie-Aktivistin bei Greenpeace Ukraine. "Diese Lieferungen untergraben zudem das internationale Sanktionsregime und senden die gefährliche Botschaft aus, dass das Geschäft mit Russland wie gewohnt weitergehen kann, selbst während der Krieg gegen die Ukraine weiter tobt. Menschenleben müssen Vorrang vor den Gewinnen aus fossilen Brennstoffen haben."
+++ 05:59 Waffenruhe für Oleschky: Hundert Leichen können abtransportiert werden +++
Mehrere hundert Menschen aus Oleschky haben sich in eine Evakuierungsliste eingetragen. Dies berichtet das Portal "Ukrainska Prawda". Demnach sind in der Frontstadt etwa 1.500 von ehemals rund 24.000 Bewohnern verblieben. Informationen der Nachrichtenseite "Hromadske" zufolge könnten dank der Feuerpause auch etwa 100 Leichen, die im Keller des örtlichen Krankenhauses seit Monaten gelagert sind, abtransportiert werden.
+++ 05:48 Steinmeier fordert China auf, sich für Ende des Kriegs einzusetzen +++
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier appelliert an China, seiner Verantwortung als Weltmacht gerecht zu werden und daran mitzuwirken, dass der russische Angriffskrieg in der Ukraine endet. "China ist ständiges Mitglied des Sicherheitsrates und hat enge Beziehungen mit Russland. Lassen Sie uns also gemeinsam darauf hinwirken, dass Russland seine Angriffe einstellt und in ernsthafte Verhandlungen eintritt", sagt Steinmeier in einer Rede an der Peking Universität. Die Menschen in der Ukraine sehnten sich nach einem Ende des Leids nach fast fünf Jahren Krieg, erklärt Steinmeier. "Sie erwarten zu Recht, dass wir uns mit unseren unterschiedlichen Möglichkeiten gemeinsam für ein Ende des Leids einsetzen."
+++ 05:13 Lawrow zu G20-Außenministertreffen in den USA eingetroffen +++
Der russische Außenminister Sergej Lawrow ist laut russischen Staatsmedien zu einem Treffen der G20-Außenminister in den USA eingetroffen. Das Ministerium hatte zuvor mitgeteilt, Lawrow werde bei dem Treffen auf eine Aufhebung der Sanktionen gegen Russland drängen. Das G20-Außenministertreffen in Atlanta im US-Bundesstaat Georgia findet im Vorfeld neuer Gespräche zwischen Vertretern aus Moskau, Kiew und Washington statt. Dabei soll versucht werden, auf ein Ende des Ukraine-Kriegs hinzuarbeiten.
+++ 03:31 Russland und Ukraine beginnen nach Entminung mit Hilfsaktion in Oleschky +++
Russland und die Ukraine erklären die Entminung von Routen um die von Russland gehaltene Stadt Oleschky in der Südukraine für beendet. Eine Operation zur Versorgung der notleidenden Bevölkerung und zur Evakuierung von Zivilisten könne nun beginnen, teilen beide Seiten mit. "Die Entminung der Routen für die humanitäre Mission in Oleschky wurde abgeschlossen", heißt es in den nahezu wortgleichen Mitteilungen der russischen Menschenrechtsbeauftragten Jana Lantratowa und ihres ukrainischen Amtskollegen Dmytro Lubinez. "Der humanitäre Konvoi ist zur Abfahrt bereit." Der Konvoi soll das örtliche Krankenhaus ansteuern und Hilfsgüter verteilen. Zudem soll es Bewohnern ermöglicht werden, die Stadt zu verlassen. Beide Seiten würdigen US-First Lady Melania Trump, die die lokale Waffenruhe vermittelt hatte.
+++ 02:12 Bericht: Ukraine greift wegen Druck aus USA derzeit keine Ölraffinerien an +++
Auf Druck von US-Präsident Donald Trump setzt die Ukraine ihre Angriffe auf russische Ölraffinerien aus. Das berichtet das "Wall Street Journal" unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Die inoffizielle Unterbrechung habe Anfang vergangener Woche begonnen und werde voraussichtlich bis nach den US-Zwischenwahlen am 3. November und möglicherweise noch bis später im November andauern.
+++ 01:28 Merz verurteilt Ukraine-Einsatz nordkoreanischer Soldaten +++
Bei seinem Besuch in Südkorea kritisiert Bundeskanzler Friedrich Merz die Beteiligung nordkoreanischer Soldaten am Ukraine-Krieg auf russischer Seite. Sie würden damit "die Freiheit in ganz Europa bedrohen", sagt er nach einem Treffen mit Südkoreas Präsident Lee Jae Myung in Seoul. Gleichzeitig liefere Russland Waffen an Nordkorea. Beides zeige, wie eng die Sicherheit Koreas mit jener Europas zusammenhänge. "Die Welt ist eben klein - auch im Krieg", so Merz. "Koreas Sicherheit berührt Europas Sicherheit. Und Europas Sicherheit berührt auch die Sicherheit Koreas." Nordkorea hat seine militärische Zusammenarbeit mit Russland seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine erheblich ausgeweitet. Pjöngjang lieferte große Mengen an Artilleriemunition und Raketen. Zudem entsandte Nordkorea nach Schätzungen des südkoreanischen Geheimdienstes rund 15.000 Soldaten zur Unterstützung Moskaus.
+++ 00:49 IAEA: Mitarbeiter von AKW Saporischschja bei Drohnenangriff getötet +++
Bei einem Drohnenangriff auf das ukrainische Atomkraftwerk Saporischschja ist nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) ein Mitarbeiter getötet worden. Bei dem Opfer handelt es sich demnach um einen Schweißer der zentralen Reparaturwerkstatt der Anlage. IAEA-Generaldirektor Rafael Grossi erneuert seine Forderung nach militärischer Zurückhaltung rund um das AKW. Wer für den Angriff verantwortlich ist, teilt die IAEA nicht mit.
+++ 23:22 Russland feuert ballistische Raketen auf Kiew +++
Selenskyjs Warnung vor neuen Raketenangriffen war nicht unbegründet: Russland feuert am späten Abend ballistische Raketen auf Kiew ab. Nach Angaben der Militärverwaltung der Stadt ist mindestens ein Mensch getötet worden. Bürgermeister Vitali Klitschko meldet einen Einschlag im östlichen Stadtbezirk Darnyzja in einem Lagergebäude, dort brach ein Brand aus. Kurz zuvor waren etwas mehr als ein halbes Dutzend Explosionen im Stadtgebiet zu hören.
+++ 22:17 Selenskyj warnt vor neuen russischen Raketenangriffen +++
Die Ukraine verfügt nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj über Geheimdienstinformationen, wonach Russland neue Angriffe mit ballistischen Raketen plant. In seiner nächtlichen Videoansprache erneuert er die Bitte an die westlichen Verbündeten um mehr Waffen zur Luftverteidigung, insbesondere für das US-System Patriot. "Wir brauchen die Mittel, um all dieses russische Übel auszuschalten", sagt Selenskyj.
+++ 21:41 EU-Außenbeauftragte Kallas fordert mehr Unterstützung für Ukraine +++
Die Außenbeauftragte der Europäischen Union, Kaja Kallas, will bei bevorstehenden internationalen Treffen auf eine stärkere Unterstützung für die Ukraine dringen. Zudem solle die Rechenschaftspflicht Russlands vorangetrieben werden. "Russland muss zur Rechenschaft gezogen werden", schreibt sie auf der Plattform X. Dies solle über ein Sondertribunal und eine Kommission für Schadenersatzforderungen geschehen. Kallas will ihre Forderungen beim EU-Kanada-Gipfel und dem G20-Außenministertreffen in Atlanta vorbringen.
+++ 21:03 Pistorius: Qualifizierung der Kamikazedrohnen steht bevor +++
Bei der geplanten Anschaffung von Kamikazedrohnen für die Bundeswehr sieht Verteidigungsminister Boris Pistorius auf der Zielgeraden: Die technische Qualifizierung stehe kurz vor dem Abschluss, sagt der SPD-Politiker in München am Rande eines Besuchs bei dem Münchner Rüstungsunternehmen Helsing, einem Hersteller von militärischer KI und Drohnen. Pistorius will ein Drohnenregiment aufbauen, das der an der Nato-Ostflanke in Litauen stationierten Panzerbrigade 45 zugeordnet werden soll. Die Brigade solle ab kommendem Jahr mit der "loitering munition" ausgestattet werden, bekräftigt Pistorius. Erprobt wird nach Worten des SPD-Politikers derzeit der Gefechtskopf.
+++ 20:25 Selenskyj: Zwei russische Su-34-Kampfjets zerstört +++
Die ukrainische Marine hat bei einem Angriff auf den Militärflugplatz Marinowka in der russischen Oblast Wolgograd zwei russische Su-34-Jagdbomber mit in der Ukraine produzierten Neptun-Raketen zerstört. Die Flugzeuge wurden laut Angaben der Marine auf dem Stützpunkt des 11. Gemischten Luftfahrtregiments Russlands nahe der Ortschaft Oktjabrski getroffen. Die ukrainische Marine betont, dass die Su-34 eine der wichtigsten Plattformen sei, die von der russischen Luftwaffe zum Abschuss von gelenkten Luftbomben gegen ukrainische Städte, Stellungen der Verteidigungskräfte und Frontabschnitte eingesetzt würden. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigt die Zerstörung der beiden Su-34-Jets und fügt hinzu, dass ukrainische Streitkräfte auch einen russischen Iskander-Raketenwerfer getroffen hätten.
+++ 19:38 Putin droht mit Eskalation im Ostseeraum +++
Kremlchef Wladimir Putin warnt vor einer Eskalation in der Ostsee. "Wenn die Dinge zu weit gehen, wird es keine Gewinner geben", sagt er. Russland sei zum Krieg bereit, wolle ihn aber nicht. Er wolle in der Ostsee keine Situation wie in der Straße von Hormus. Putin unterstütze alle Schritte zur Wiederherstellung der Beziehungen zu europäischen Ländern, erklärt er mit Blick auf sein Telefonat mit dem finnischen Präsidenten Alexander Stubb und dem norwegischen Ministerpräsidenten Jonas Gahr Støre. Putins Drohungen richten sich gegen eine europäisch koordinierte Sanktionierung der russischen Schattenflotte.
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