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Baden-WürttembergDemos in Südwest-Städten unterwegs - Vermummte und Pyro

31.10.2026, 15:09 Uhr
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Bezahlbares Leben, bessere Unterstützung an Schulen und ein Nein zur Wehrpflicht: Junge Menschen demonstrieren in mehreren Städten im Südwesten. Warum Politiker und Ladenbesitzer besorgt sind.

Stuttgart/Ulm (dpa/lsw) - In einigen Städten in Baden-Württemberg demonstrieren am Nachmittag junge Menschen. In Ulm seien mehrere Hundert Teilnehmer vor Ort, teilte die Polizei über ihren WhatsApp-Kanal mit. In Stuttgart wurde der Aufzug laut Polizei angehalten, weil einige Teilnehmer vermummt seien. "Nur ohne Vermummung kann es weitergehen", hieß es.

"Noch vor Beginn des Aufzugs sind Rauchtöpfe gezündet worden und auch Böller waren zu hören. Das ist nicht okay", sagte eine Polizeisprecherin zudem in einem kurzen Video. "Wir appellieren an euch: Seid laut, aber bleibt friedlich." Mehrere Menschen hätten die vorgesehene Strecke verlassen. Der Aufzug sei angehalten, die Teilnehmer würden aufgefordert, sich an die vereinbarte Route zu halten.

In Freiburg waren laut Polizei rund 2.500 Teilnehmer bei der Demo. Diese startete den Angaben nach friedlich.

Sorge vor Krawallen

In zahlreichen Städten in Deutschland demonstrieren junge Menschen auf den Straßen. Sie setzen sich unter anderem für ein bezahlbares Leben und mehr Geld für Schulen, Suchthilfe und Psychotherapie aus. Zudem sprechen sie sich klar gegen die Wehrpflicht aus. In Baden-Württemberg gibt es Demonstrationen etwa in Stuttgart, Ulm und Mannheim.

Nach Ausschreitungen bei Protesten in europäischen Nachbarländern sorgen sich Ladenbesitzer und Politiker, dass es auch hierzulande zu Krawallen kommen könnte. Innenminister Manuel Hagel (CDU) hatte davor gewarnt, Extremisten würden versuchen, die Demonstrationen zu unterwandern.

Sowohl die Initiative "Gen Z regelt", die hinter den Protesten steht, als auch der Landesschülerbeirat haben im Vorfeld zu friedlichen Protesten aufgerufen.

Quelle: dpa

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